Ermittlungen nach Beinahe-Unglück in München noch offen
Nach dem Beinahe-Unfall am Münchner Flughafen mit einer Maschine der Fluggesellschaft Vietnam Airlines liegen die Untersuchungen des Vorfalls nicht bei bayerischen Justizbehörden. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig habe am Samstag die generelle Aufklärung übernommen, teilte die Bundespolizei mit. Auch ein Ermittlungsverfahren gebe es aktuell nicht, hieß es von der für den Airport zuständigen Staatsanwaltschaft Landshut.
Bis zum Abschlussbericht vergehen vermutlich Monate
Experten der BFU hatten am Wochenende Flugdatenschreiber und Voicerecorder sichergestellt und die Geräte nach Braunschweig geschickt.
Die Untersuchung soll klären, was sich während des Vorfalls im Cockpit abgespielt hat. Nach BFU-Angaben könnte in einigen Wochen dann ein Zwischenbericht vorliegen. Bis zum Abschlussbericht dürften dagegen Monate vergehen.
Nach Angaben der vietnamesischen Luftfahrtbehörde (CAAV) gibt es Hinweise auf einen möglichen sogenannten Tailstrike – eine Berührung der Startbahn mit dem Heck – und einen ungewöhnlichen Reifendruck.

Die Boeing 787-9 der staatlichen Fluggesellschaft war am Samstag über die Startbahn hinaus gerast und konnte gerade noch abheben, wie ein in den sozialen Medien geteiltes Video zeigt. Bei der Landung rund zwei Stunden später ist Qualm zu sehen, der am Fahrwerk aufsteigt. Verletzt wurde niemand.
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