Ermittlungen gegen Eltern von Ali David S. eingestellt

Mehr als ein Jahr nach dem Amoklauf von Ali David S. im Olympia-Einkaufszentrum, hat die Staatsanwaltschaft München die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen die Eltern des Jungen eingestellt.
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München - Gut ein Jahr nach dem Amoklauf von Ali David S. hat die Münchner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Eltern des Amokläufers eingestellt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft der Bild.

Gegen die Eltern des 18-Jährigen wurde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Es bestand der Verdacht, dass beide ihre Aufsichtspflicht verletzt hätten und so den Amoklauf mit neun Toten am 22. Juni 2016 erst ermöglicht hätten. Die Eltern hätten demnach wissen können und müssen, dass sich ihr Sohn eine Waffe samt Patronen beschafft und diese in der Wohnung lagert. Ein Münchner hatte die Eltern kurz nach dem tragischen Ereignis angezeigt.

Doch nun sprach die Staatsanwaltschaft die Eltern von Ali David S. frei. Begründung: Es fehle an einer "vorwerfbaren Pflichtverletzung" seitens der Eltern. Außerdem hätten beide nichts von der Waffe gewusst. Die Eltern seien über die psychische Krankheit ihres Sohnes im Bilde gewesen, und haben ihn in die "Obhut diverser Ärzte" gegeben. Ali David S. habe die Tat gegenüber seinen Eltern und weiteren Personen geheim gehalten und er habe den Eltern den Zugang zu seinem Zimmer verweigert, heißt es in der Begründung der Staatsanwaltschaft weiter.

Seit der Tat ihres Sohnes, leben die Eltern in einem Zeugenschutz-Programm.

Lesen Sie hier: Amoklauf

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