Erleichterung im Gerichtssaal: Klimaaktivistin Lisa Poettinger atmet nach Freispruch am Amtsgericht auf

Lisa Poettinger, Münchens bekannte Klimaaktivistin, muss wegen des Vorwurfs der Beleidigung einer AfD-Abgeordneten vor Gericht. Die 29-Jährige legt eine glaubhafte Erklärung für ihre Unschuld vor und überzeugt damit die Richterin.
Sophia Willibald
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Die Klimaaktivistin Lisa Poettinger will Lehrerin werden – doch der Freistaat verweigert ihr bisher das Referendariat. Nach dem Vorwurf, eine AfD-Abgeordnete beleidigt zu haben, fürchtete die 29-Jährige, ihren Berufswunsch aufgeben zu müssen. Jetzt wurde sie freigesprochen.
Die Klimaaktivistin Lisa Poettinger will Lehrerin werden – doch der Freistaat verweigert ihr bisher das Referendariat. Nach dem Vorwurf, eine AfD-Abgeordnete beleidigt zu haben, fürchtete die 29-Jährige, ihren Berufswunsch aufgeben zu müssen. Jetzt wurde sie freigesprochen. © Daniel von Loeper

Als am Montagnachmittag (17. November 2025) der Staatsanwalt am Ende des Prozesses im Amtsgericht sein gefordertes Strafmaß gegen Lisa Poettinger verkündet, kommen Münchens bekannter Klimaaktivistin die Tränen. In der Anklage wird ihr vorgeworfen, am 6. September 2023 die AfD-Abgeordnete des Bayerischen Landtags Katrin Ebner-Steiner öffentlich über ihren Twitter-Account (heute X) als "Nazi-Bitch" beleidigt zu haben.

"Ich mache keine sexistischen Beleidigungen": Klimaaktivistin Lisa Poettinger vor Gericht

"Ich mache keine sexistischen Beleidigungen", versichert die 29-Jährige vor Gericht – auch wenn sie eine Geringschätzung gegenüber der Partei empfinde. Sie bestätigt aber auch, dass der Post von ihrem Account aus veröffentlicht wurde.

Wie also kam der Post ins Netz? Lisa Poettinger erklärt es sich so: "Ich wohne in einer WG mit zwei anderen Leuten." Es komme oft vor, dass Leute zu Besuch seien, erzählt sie. Ihr Laptop stehe dabei häufig für jeden zugänglich in der Küche.

Staatsanwalt hält Lisa Poettingers Version für unwahrscheinlich, Richterin glaubt ihr

Dass jemand anders über ihren Laptop den Post geschrieben haben soll, hält der Staatsanwalt für "nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich". Er fordert eine Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 15 Euro. Dass Lisa Poettinger bei den Worten Tränen über die Wangen rollen, liegt wohl weniger an den 1050 Euro, als mehr daran, dass sie befürchtet, ihre Chance auf ein Referendariat als Lehrerin endgültig zu verlieren. Das verwehrt ihr der Freistaat nämlich bisher.

Die Richterin hält es für durchaus möglich, dass es so gewesen sein könnte, wie Poettinger sagt. Sie habe selbst sechs Kinder, und jedes habe einen eigenen Computer und eigene Accounts in sozialen Medien. Auch bei ihnen würden die Laptops offen herumstehen.

Zudem könne man Lisa Poettinger nicht mit notwendiger Sicherheit nachweisen, dass sie den Post selbst verfasst habe. Die Aktivistin wird deshalb vom Amtsgericht freigesprochen. Lisa Poettinger atmet erleichtert auf. 

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81 Kommentare
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  • Wickie712 am 20.11.2025 07:37 Uhr / Bewertung:

    Ob man die Dame nun mag oder nicht, das Gericht konnte nicht eindeutig nachweisen, das sie den Post womöglich gemacht hat.

    Ein Grund mehr, um nicht auf so eine Anklage zu kommen, den Rechner bei verlassen des Raumes zu sperren. Win+L
    Zudem nicht jedem das Passwort geben. Es sind nicht alles Freunde, die sich als Freunde ausgeben.

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  • Bongo am 19.11.2025 19:17 Uhr / Bewertung:

    Antwort an den wahren Tscharlie:
    Dass die Olympiade 1972 für mich damals ein Highlight war, ist richtig. Für Dich sicher nicht, weil Du damals vermutlich noch als Stasi in der DDR tätig warst.

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  • Der wahre tscharlie am 20.11.2025 18:22 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Bongo

    Ich verstehe ja, dass die Olympiade für dich ein Highlight war. Endlich mal raus aus deinem Dorf in die große weite Welt.

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