Er wird in München vermutet: FBI jagt Millionenbetrüger aus Bayern

Ein Unternehmer aus Landshut soll Investoren in den USA um Millionenbeträge betrogen haben. Nun fahndet das FBI nach ihm – und vermutet ihn in Bayern.
von  AZ
Das FBI hat einen Unternehmer aus Landshut auf seine "Most Wanted"- Liste gesetzt. (Archivbild)
Das FBI hat einen Unternehmer aus Landshut auf seine "Most Wanted"- Liste gesetzt. (Archivbild) © Jenny Kane/AP/dpa

Ein gebürtiger Landshuter soll in den USA Investoren um Millionen betrogen haben und hat es nun auf die berühmt-berüchtigte "Most Wanted"-Liste des US-amerikanischen Federal Bureau of Investigation (FBI)  geschafft.

Die zentrale Sicherheitsbehörde der Vereinigten Staaten fahndet aktuell nach dem gebürtigen niederbayerischen Unternehmer Bernhard Eugen Fritsch. Das geht aus einem Fahndungsplakat hervor, das auf der Website der US-Behörde geteilt wurde.  Für Hinweise, die zur Festnahme und Verurteilung von Fritsch führen, setzt das FBI eine Belohnung von bis zu 150.000 US-Dollar aus.

Mit diesem Plakat fahndet das FBI nach dem gebürtigen Landshuter Bernhard Eugen Fritsch.
Mit diesem Plakat fahndet das FBI nach dem gebürtigen Landshuter Bernhard Eugen Fritsch. © Screenshot fbi.gov

Betrug in Millionenhöhe

Fritsch wird demnach wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem Betrugsfall gesucht. Er soll Investoren um rund 35 Millionen US-Dollar für sein Technologieunternehmen "Starclub Inc." betrogen haben. "Starclub entwickelte angeblich Software und eine Anwendung, die Prominenten und Social-Media-Influencern helfen sollte, ihre Markenempfehlungen zu monetarisieren", heißt es auf dem Fahndungsplakat. Fritsch soll behauptet haben "Verträge mit großen globalen Medien- und Unterhaltungsunternehmen zu besitzen und stellte die finanzielle Performance von Starclub falsch dar, um Investitionen zu generieren."

Mindestens 7,3 Millionen US-Dollar des Anlegergeldes sollen für Fritschs persönliche Ausgaben wie Wohnkosten, Hypothekenzahlungen und Luxusfahrzeuge verwendet worden sein.

Bernhard Fritsch (r.) genoss das Rampenlicht und ließ sich gerne mit Prominenten wie Wesley Snipes oder Verona ablichten. Hier eine Aufnahme vom 8. September 2016.
Bernhard Fritsch (r.) genoss das Rampenlicht und ließ sich gerne mit Prominenten wie Wesley Snipes oder Verona ablichten. Hier eine Aufnahme vom 8. September 2016. © VISTAPRESS / G. Chlebarov

Fritsch in der Nähe von München vermutet

Nach Angaben der Behörde sei Fritsch bereits im April 2025 von einem kalifornischen Gericht wegen Betrugs verurteilt worden.  Im Juni 2025, vor einer Anhörung zur Aufhebung der Kaution, sei Fritsch nach Mexiko geflohen. Im September 2025 sei Fritsch von mexikanischen Strafverfolgungsbehörden festgenommen worden, da bei ihm gefälschte Ausweispapiere gefunden wurden. Er sei aus der Abschiebehaft entlassen und angewiesen worden, sich alle zwei Wochen beim mexikanischen Einwanderungsgericht zu melden.

"Am 6. Oktober 2025 floh Fritsch jedoch nach München", heißt es auf dem Fahndungsplakat, "am 20. Oktober 2025 wurde Fritsch in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 35.000 US-Dollar verurteilt und später zur Zahlung von 26.806.901 US-Dollar Schadensersatz verpflichtet."

Fritsch soll sich nun in oder in der Nähe von München aufhalten.

 

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