Entspannte Ausflüge: So beliebt ist der Münchner Bergbus
Was als Pilotprojekt des Alpenvereins München & Oberland begann, ist längst zu einem festen Bestandteil des überregionalen ÖPNV-Angebots geworden: Am 23. Mai startet der Münchner Bergbus in seine dritte Saison und ist bis 25. Oktober wieder an allen Wochenenden und Feiertagen unterwegs.
Die Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV) bezeichnet sein Projekt als "erfolgreiches Modell für den Freizeitverkehr" und wartet mit steigenden Fahrgastzahlen auf. 2025 wurden die Busse von etwa 11.500 Fahrgästen genutzt, teilt der MVV mit. Das entspreche einer Steigerung von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024).
Münchner Bergbus: Fester Bestandteil des überregionalen ÖPNV
Unter dem Motto "klimafreundlich zum Wandern in die Berge" sollen die Bergbusse auch in diesem Jahr wieder im Alpenvorland, in den bayerischen Alpen und in Tirol beliebte Ausflugs- und Wanderzielen ansteuern, die ansonsten mit Bus und Bahn nur schwer erreichbar sind.

Die Bergbus-Linie 396 fährt in Richtung Bayrischzell, Leitzachtal /Ursprungpass (Landkreis Miesbach) und weiter nach Thiersee in Tirol, während die Bergbus-Linie 996 Pfronten im Ostallgäu ansteuert und weiter zur Wieskirche im Landkreis Weilheim-Schongau verkehrt.
Münchner Bergbus: Diese Linien sind besonders beliebt
Laut MVV waren die Top-3-Ziele auf der Linie 396 im vergangenen Jahr Hinterthiersee Dorf, Bayrischzell und Wendelstein-Seilbahn, während die drei beliebtesten Ziele der Linie 996 Schloss Neuschwanstein, Schwangau Tegelbergbahn und Pfronten-Steinach hießen.
Die Verbindungen Ostbahnhof – Hinterthiersee Dorf (Linie 396) und Pasing – Schloss Neuschwanstein (Linie 996) wurden am meisten genutzt. Für die Linie 396 lag die Zahl der Fahrgäste im vergangenen Jahr bei rund 5800, die Linie 996 nutzten im vergangenen Jahr etwa 5650 Menschen.
Buchungstool in der MVV-App
Der Münchner Bergbus wird vor allem durch die Landeshauptstadt München und die Landkreise Miesbach und Ostallgäu finanziert, auch der Freistaat Bayern fördert das Projekt weiterhin. Das entwickelte Buchungstool in der MVV-App sei im vergangenen Jahr von einer Vielzahl der Fahrgäste genutzt (etwa 33 Prozent bei beiden Linien), vor allem für den Weg zum Ausflugsziel, heißt es in einer MVV-Mitteilung.
Die Buchungsmöglichkeit ist freiwillig und soll den Fahrgästen die Sicherheit geben, einen Sitzplatz zu bekommen. Bei noch freien Kapazitäten kann der Bergbus immer auch spontan ohne Buchung genutzt werden. Bewährt hat sich auch die 2025 eingeführte Erinnerungs-E-Mail bei Buchungen, um Informationen über kurzfristige Absagen von Fahrgästen zu erhalten.
Fahrpläne und weitere Informationen zum Münchner Bergbus unter www.mvv-muenchen.de/bergbus, dort finden sich auch spezielle Tourensammlungen vom Alpenverein München & Oberland
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