Entlastung für lärmgeplagtes Univiertel: Bald startet der neue Kulturstrand vor der LMU

Ende Mai geht es los: Dann startet der Kulturstrand am Platz vor der LMU. Die hatte eine solche Veranstaltung bisher sehr kritisch gesehen. 
Jan Krattiger
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Bis 2011 gab es immer mal wieder einen Kulturstrand am Professor-Huber-Platz. Nach 15 Jahren Pause ist es jetzt wieder so weit.
Bis 2011 gab es immer mal wieder einen Kulturstrand am Professor-Huber-Platz. Nach 15 Jahren Pause ist es jetzt wieder so weit. © Imago/Robert Fishman

Vor 15 Jahren, im Sommer 2011 lagen zuletzt Sand und Liegestühle am Professor-Huber-Platz. 104 Tonnen waren es insgesamt, die die "Urbanauten" dorthin geschafft hatten für ihren Kulturstrand.

Es war aber vorerst das letzte Mal: Mit dem Standort vor der Uni war vor allem die juristische Fakultät sehr unzufrieden. Die Studenten lernen dort in der Bibliothek für ihre Prüfungen, gerade in der heißen Phase im Juli und Anfang August.

Nach 15 Jahren wieder Kulturstrand an der LMU

Dass der Professor-Huber-Platz jetzt doch wieder teilweise mit Sand bedeckt und kulturell bespielt wird, hat zwei Gründe. Erstens hat eine Bürgerversammlung in der Maxvorstadt das vorgeschlagen, um ein Zusatzangebot zu schaffen für die Feierfreudigen im Univiertel. Dort hat sich in den vergangenen Jahren rund um die Schelling-, Amalien- und Türkenstraße der Konflikt mit Anwohnern verschärft.

Die LMU, insbesondere die juristische Fakultät, hat ihre kritische Haltung gegenüber dem Kulturstrand zwar nicht grundsätzlich geändert, wie aus der Stadtratsvorlage dazu hervorgeht. "Neben Lärmemissionen sind auch die mit solchen 'Party-Veranstaltungen' einhergehenden Nebeneffekte wie Müll und Toilettennutzung sicher zu befürchten", heißt es da.

"Gespräche laufen noch"

Nach einer ersten Ablehnung haben aber die umtriebigen Urbanauten rund um den Kulturveranstalter Benjamin David mit der LMU das Gespräch gesucht – mit Erfolg. "Die Gespräche mit der Uni laufen noch", sagt David zur AZ. "Aber wir sind sehr guter Dinge, dass sich eine Lösung finden lässt." Er habe den Platz schon aufgegeben, dann kam der Entscheid der Bürgerversammlung, so David, und sie wollen erneut einen Versuch starten.

Am Professor-Huber-Platz geht es los am 29. Mai mit einem täglichen kulturellen und gastronomischen Angebot, bis zum 14. September. Die Öffnungszeiten sind noch nicht fix.

Die Urbanauten betreiben bereits die Kulturstrände am Vater-Rhein-Brunnen und den "Maximiliansstrand" am Wittelsbacherbrunnen. Beide haben bereits geöffnet. Mit dem Kulturbiergarten am Neptunbrunnen im Alten Botanischen Garten gibt es diesen Sommer insgesamt vier temporäre Kultur-Standorte mit Gastro- und Kulturangeboten.

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  • Lackl vor 2 Stunden / Bewertung:

    Arg dass jedes freie Platzerl in München zu Saufzonen freigegeben wird.
    Anscheinend haben die Leut immer noch zuviel Geld. Verwundert nur, dass immer so rumgejammert wird. Sinn würd sowas nur machen, wenn dafür in den Seitenstraßen das Gröhlen und Saufen ab 22.00 Uhr streng verboten werden würde.

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  • Der wahre tscharlie vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Lackl

    "Saufzone" :) Klar, weil alle nur saufen.
    Und die Wiesn ist dann die größte "Saufzone", oder ist das was anderes?

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  • FRUSTI13 vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Der wahre tscharlie

    Der Vergleich mit der Wiesn, die 2 Wochen dauert, ziemlich schräg!

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