Ende für den X30? MVG-Pläne lösen Ärger bei Pendlern und Senioren aus
Die MVG will den schnellen Expressbus X30 streichen. Seit 2014 verbindet der schnelle Bus den Harras mit dem Arabellapark – über die Strecke Unter- und Obergiesing und einem Halt am Ostbahnhof. Die AZ hat sich bei den Fahrgästen umgehört, was sie von der Abschaffung des X30er halten.
AZ-Umfrage: "Da braucht man Nerven wie Drahtseile"

Josef Eder (82), Rentner: "Die Express-Buslinie X30 ist wunderbar zu fahren, das macht auch Spaß. Die Linie ist schön schnell. Ich fahre immer wieder zu meinem Arzt und für andere Anlässe damit. Ich habe noch nicht mitbekommen, dass die vielleicht eingespart werden soll. Wenn man die Buslinie X30 einspart, wäre das nicht so gut. Ich habe zwar Zeit, aber für Leute, die es eilig haben, wäre das sehr ärgerlich. Vielleicht liegt es aber nicht nur daran, dass gespart werden muss. Ich glaube, die MVG hat auch wenige Fahrer.“

Monika August (65), Rentnerin: "Der Bus X30 ist wichtig für mich, weil es da schneller geht. Es wäre echt schlecht, wenn es den nicht mehr gibt. Ich habe noch nicht gewusst, dass diese Buslinie vielleicht eingespart wird. Ich frage mich, warum es schon wieder eine Sparmaßnahme geben soll. Da braucht man Nerven wie Drahtseile, wenn man andere Linien nehmen muss. Am Luise-Kiesselbach- Platz sind überall Baustellen. Das ist eine Katastrophe. Jetzt noch die X30-Buslinie streichen wäre sehr ärgerlich.“

Marie Springer (21), Studentin: "Das ist einschränkend für viele Leute, wenn die Express-Buslinie X30 eingespart wird. Ich nehme die Linie ab und zu selbst. Insgesamt gibt es schon wegen Bauarbeiten bei der U-Bahn Einschränkungen, die auch sehr ärgerlich für mich sind. Das nervt mich sehr, auch weil man ja nie weiß, wie lange die Einschränkungen noch dauern werden. Man muss sich halt anpassen: Fahrrad nehmen oder öfter umsteigen. Man muss mehr Zeit einplanen. Ich mache das so.“

Leo Habaru (21), Student: "Wenn die Express-Buslinie X 30 abgeschafft wird, finde ich das nicht so schlimm – vorausgesetzt es gibt andere Linien, die diese Route dann abdecken. Zum einen nur einen Schienenersatzverkehr zu haben, zum anderen vielleicht Linien ganz zu streichen, ist natürlich nicht so gut. Wichtig ist, dass weiterhin Ziele gut erreicht werden können.“

