Eisbachschwimmer: Bezirksausschuss sieht kein Problem

Anwohner hatten sich über den Lärm beschwert, doch der Bezirksausschuss widerspricht. Es gebe andere Probleme.
| Paul Nöllke
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Der Eisbach ist bei Surfern und Badenden sehr beliebt. Manche Anwohner stört das.
Kneffel/dpa 2 Der Eisbach ist bei Surfern und Badenden sehr beliebt. Manche Anwohner stört das.
Wolfgang Püschel hält die Beschwerden für übertrieben.
AZ-Archiv 2 Wolfgang Püschel hält die Beschwerden für übertrieben.

München - Mit einem dramatisch gestalteten Schild machen Anwohner auf ihr Problem aufmerksam: "Lärm macht krank" steht darauf. Abgebildet ist ein Kind, welches sich weinend die Ohren zuhält.

Wolfgang Püschel hält die Beschwerden für übertrieben.
Wolfgang Püschel hält die Beschwerden für übertrieben. © AZ-Archiv

Peter S. und Margarete B. wohnen im Lehel in der Oettingenstraße, direkt am Eisbach. Ihre Beschwerde: Sie litten unter dem Lärm und unter der Verantwortung, immer für eine Rettung bereitzustehen, falls mal einer der Schwimmer ertrinken sollte. "Wir hören ständig das Geschrei in der Wohnung", sagte Margarete B. der AZ, "aber können nicht unterscheiden, ob es aus Gaudi ist oder ob jemand um Hilfe schreit". Zusammen mit weiteren Nachbarn haben die beiden eine Unterschriftenliste gestartet, um ihre Lage zu verbessern und den Lärm zu unterbinden.

Größeres Problem als Eisbach-Lärm: Randalierer

Die Beschwerden der Anwohner seien übertrieben, meint einer, der sich im Viertel auskennt: Wolfgang Püschel ist stellvertretender Vorsitzender im Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel und schon seit Jahren im Lehel aktiv. "Die Eisbachschwimmer sind nicht das Problem", sagt der SPD-Mann. "Die Surfer übrigens auch nicht." Er selbst schwämme auch gerne im Eisbach, das sei grundsätzlich auch nicht übermäßig gefährlich.

Das größere Problem, so Püschel, sei der Lärm und die Randalierer, die abends durch das Lehel zur U-Bahn zögen. "Da liegen zerbrochene Bierflaschen auf der Straße, Zeitungskästen werden umgetreten." Beschwerden darüber seien ihm bekannt und würden auch behandelt werden. Der BA setze sich dafür ein, diese Probleme zu beheben, auch die Polizei sei auf diese "Hotspots" bereits aufmerksam gemacht worden. Lärm vom Eisbach stehe aber erstmal nicht auf der Tagesordnung.

Lesen Sie hier: München - Ärger um die Eisbach-Schwimmer

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