Eine neue Tram für den Münchner Norden

Tausende Bewohner und Arbeitsplätze ziehen nach Schwabing und Milbertshofen. Deshalb sind neue Tramlinien in München notwendig - und eine Brücke.
| Christina Hertel
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So plant die MVG den Tramausbau im Münchner Norden. Rote und blaue Linie sind noch in Planung.
So plant die MVG den Tramausbau im Münchner Norden. Rote und blaue Linie sind noch in Planung. © Google Street View/anf

München - Bis 2030 wächst der Münchner Norden um eine neue Stadt: Es entstehen Tausende neue Wohnungen und Arbeitsplätze. Alleine auf dem Areal der ehemaligen Bayernkaserne sollen einmal 15.000 Menschen in zirka 5.500 Wohnungen leben. Zwei neue Schulen, Kinderbetreuung und Geschäfte werden gebaut.

Erweiterung der Tram 23 und neue Schnellbusse geplant

Auch Arbeitsplätze kommen hinzu: In Milbertshofen erweitert sich BMW und baut das neue Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ). Wenn der Standort im Jahr 2050 einmal fertig ist, sollen dort zirka 15.000 Angestellte arbeiten. All das macht es laut der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) notwendig, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Geplant sind dort eine Verlängerung der Tram 23 sowie neue Schnellbusse. Die Tram 23 ist eine 3,5 Kilometer lange Neubaustrecke im Stadtbezirk Schwabing-Freimann und soll sechs Haltestellen haben.

Aufwendiger Bau

Fahrgäste haben laut MVG am Kieferngarten die Möglichkeit, auf Bus und Bahn umzusteigen. Zudem werden neue Verbindungen zwischen der Parkstadt Schwabing, Domagkpark, Fröttmaning und Garching mit nur einem Umstieg möglich. Allerdings ist der Bau der neuen Tram recht aufwendig: Um über die Gleise der Bahn zu kommen, muss eine neue Brücke errichtet werden. Sie soll gleichzeitig als neue Geh- und Radwegverbindung von der Bayernkaserne in die Parkstadt Schwabing dienen.

Die geplante Brücke über den Nordring.
Die geplante Brücke über den Nordring. © MVG

Zwei Varianten werden aktuell untersucht

Auch neue Buslinien könnte es geben. Zwischen dem U-Bahnhof Am Hart und Bayernkaserne bzw. Kieferngarten will die Stadt eine Schnellbusverbindung schaffen. "Die Busse sollen hier weitgehend auf eigenen Fahrspuren verkehren", heißt es von der MVG. Alternativ könnte auf dieser Route auch eine Tram fahren. Denn im Februar 2020 hat der Stadtrat beschlossen, die Planungen der Tram wieder aufzunehmen. Das heißt, derzeit werden beide Varianten - Bus und Tram - untersucht. Eine Entscheidung will der Stadtrat voraussichtlich Anfang dieses Jahres fällen.

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MVG präferiert die Tram

Eine Tram hätte laut MVG Vorteile: Zum Beispiel könnten zwischen Am Hart und Kieferngarten bereits geplante Gleise in der Heidemannstraße Richtung Kieferngarten mitgenutzt werden. Über die neuen Tramlinien und all diese Entwicklungen will die MVG in einer Infoveranstaltung im Live-Stream am Donnerstag, 28. Januar, genauer informieren. Beginn ist um 18.30 Uhr. Das Ganze soll etwa 90 Minuten dauern.

So kann man am Info-Live-Stream teilnehmen

Eine Anmeldung unter anmeldungtmn@swm.de ist bis diesen Mittwoch notwendig. Zirka zehn Stunden vor Beginn des Events versendet die MVG einen Link, über den die Teilnehmer in den Live-Stream kommen. Über einen Chat können Zuschauer Fragen stellen. Antworten geben die Verantwortlichen der Stadtwerke, der MVG und Experten der Stadt München aus dem neuen Mobilitätsreferat. Zum Beispiel können diese erklären, warum die Tram nicht bis nach Fröttmaning fortgeführt wird. Das sei, heißt es von der MVG, "volkswirtschaftlich nicht darstellbar". Wegen der hohen Kosten hat auch die U-Bahn U 26 nicht mehr die höchste Priorität. Bis sie fertig wäre, würde es wohl ohnehin Jahrzehnte dauern.

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