Einbruch bei der Münchner Feuerwehr: Warum sich die CSU nun sorgt

Nach einem Einbruch in ein Gerätehaus der Feuerwehr Forstenried fordert die CSU Aufklärung. Sie will wissen, wie sicher die Ausrüstung der Münchner Feuerwehr ist. 
von  Christina Hertel
Muss die Münchner Feuerwehr besser geschützt werden? Das will die CSU im Stadtrat herausfinden.
Muss die Münchner Feuerwehr besser geschützt werden? Das will die CSU im Stadtrat herausfinden. © IMAGO

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind eine oder mehrere Personen in das Feuerwehrgerätehaus in Forstenried eingebrochen. Sie klauten Spezialwerkzeug. Fahrzeuge oder Großgeräte wurden nicht gestohlen.

Wahrscheinlich ist vielen diese Mitteilung der Münchner Feuerwehr gar nicht aufgefallen oder sie haben sich nicht viel dabei gedacht. Dem CSU-Stadtrat Jens Luther ging es da anders. Er ist, seitdem er zwölf Jahre alt ist, bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und macht sich nun Sorgen.

"Dass in Feuerwehr-Gerätehäuser eingebrochen wird, ist kein neues Phänomen", sagt Jens Luther. Allerdings sei das bisher eher auf dem Land vorgekommen - dort, wo Einbrecher unbeobachtet seien. "Doch dieses Feuerwehrgerätehaus steht mitten in Forstenried." Dass die Täter trotzdem den Einbruch wagten, hat Luther alarmiert.

Er will nun durch eine Anfrage herausfinden, wie gut die Feuerwehr-Gerätehäuser in München geschützt sind. Denn: Bis zum Abschluss der polizeilichen Maßnahmen war die Feuerwehr Forstenried nicht einsatzbereit. Zwar sei die Sicherheit der Münchner nach Angaben der Feuerwehr nicht gefährdet gewesen, weil andere Feuerwehren hätten einspringen können. Für Luther zeigt der Vorfall jedoch, wie wichtig es ist, die Gerätehäuser zu schützen.

So kann die Feuerwehr besser geschützt werden

Er fragt in seiner Anfrage deshalb, wie die Gerätehäuser gesichert sind und wie die Feuerwehr die Sicherheit ihrer Gerätehäuser beurteilt. "Natürlich müssen die Gerätehäuser nicht zur Festung umgebaut werden", meint Luther. Schon durch relativ einfache und günstige Mittel könne ein Schutz erzielt werden - etwa durch Kameraüberwachung oder durch Alarmanlagen. Das wäre, glaubt Luther, schnell umsetzbar - und könnte potenzielle Täter abschrecken.

Nur was wollen die Einbrecher überhaupt in den Gerätehäusern? Teuren Schmuck oder viel Bargeld gibt es dort doch nicht? Luther erklärt das so: In Forstenried seien spezielle Scheren entwendet worden, die unter anderem eingesetzt würden, um Verletzte nach einem Unfall aus einem Auto herauszuschneiden. "Mit solchem Werkzeug lassen sich, auch Wohnungstüren aufbrechen", sagt er. Wissen will er nun auch, ob diese Ausrüstung versichert war und bis wann sie ersetzt werden kann.

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