Ein Stück München daheim? Diese Forderung kommt jetzt aus dem Rathaus

Das Dach des Neuen Rathauses wird saniert. Die Schindeln werden ausgetauscht. Nun schlägt die ÖDP Alarm und macht einen Vorschlag, um den Münchnern ein Andenken zu überlassen. 
Ein Blick auf Münchens Neues Rathaus.
Ein Blick auf Münchens Neues Rathaus. © IMAGO/Richard Wareham

Das Münchner Rathaus gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Die ÖDP hat nun eine Idee, wie die Münchner davon – zumindest ein kleines Stück – abbekommen könnten.

Zurzeit saniert die Stadt das Rathaus-Dach. Es seien bereits Tausende Dachschindeln abgetragen und in einem Bauschuttcontainer gesammelt worden, schreibt die ÖDP in einer Mitteilung. Die alten Schindeln sollen laut ÖDP gemahlen und dann auf Tennisplätzen verstreut werden.

"Hat München noch alle Schindeln auf dem Dach?"

Das stört die Öko-Partei gewaltig. Der stellvertretende Fraktionschef Johann Sauerer schimpft: "Hat München noch alle Schindeln am Dach, wenn die Dachplatten einfach zermahlen werden sollen? Für viele Münchnerinnen und Münchner sind die Dachziegel viel mehr als Bauschutt. Sie sind ein kleines Stück Stadtgeschichte."

Momentan saniert die Stadt ihr Rathausdach. Die Schindeln werden entfernt und hinterher zermahlen. Das stört die ÖDP.
Momentan saniert die Stadt ihr Rathausdach. Die Schindeln werden entfernt und hinterher zermahlen. Das stört die ÖDP. © ÖDP.

Er macht deshalb einen neuen Vorschlag: Die Verwaltung soll die Schindeln sichern und prüfen, welche man noch verwenden kann.

"Gut erhaltene Platten sollen als Souvenir des Münchner Rathauses angeboten werden", beantragt die ÖDP. Zum Beispiel in der Stadtinformation im Rathaus könnten die Schindeln verkauft werden. Einzelne Platten könnten auch von Künstlern gestaltet werden.

"Durch den Verkauf oder die Versteigerung der Platten könnten wir soziale Projekte fördern und damit viele Bürger glücklich machen", schlägt Johann Sauerer vor.

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