Ein Stadionbesuch und drei OPs: Fan verklagt FC Bayern

Nach einem Sturz an der Allianz Arena, dem drei Operationen folgten, fordert ein FC-Bayern-Fan ein Schmerzensgeld vom Stadionbetreiber.
von  André Wagner
Nach einem Spiel des FC Bayern stürzte ein Fan an der Allianz Arena auf einer Eisfläche und fordert nun Schmerzengeld.
Nach einem Spiel des FC Bayern stürzte ein Fan an der Allianz Arena auf einer Eisfläche und fordert nun Schmerzengeld. © IMAGO/Nordphoto/Schneider

Diesen Stadionbesuch wird Gerhard F. (57) aus Schrobenhausen wohl so schnell nicht vergessen. Am 21. Januar 2024 besuchte der Bayern-Fan das Spiel seines Lieblingsvereins gegen Werder Bremen in der Allianz Arena. Nach der Partie, auf dem Weg zurück zu seinem Auto, rutschte der 57-Jährige, nach eigenen Angaben, am Fuß einer Treppe auf einer Eisplatte aus, wie die tz berichtet.

Nach dem Unfall wurde das Bein von F. im Schwabinger Krankenhaus geröntgt, eingegipst und nach einer Woche folgte eine erste Operation. Danach war der 57-Jährige für etwa sechs Wochen auf Krücken angewiesen, dann wurde er das zweite Mal operiert. Sieben Wochen lang war F. aufgrund seiner Verletzung arbeitsunfähig. Etwa ein Jahr nach seinem Sturz folgte eine dritte Operation.

Nach Sturz an Allianz Arena – FC Bayern-Fan fordert Schmerzensgeld

Weil F. der Meinung ist, dass am Unfallort nicht vernünftig gestreut worden war, verlangte er von der Stadiongesellschaft, einer 100-prozentigen Tochter des FC Bayern, ein Schmerzensgeld in Höhe von 18.000 Euro.

Weil man von Seiten der Allianz Arena den Vorfall aber ganz anders sieht, wird der Fall nun vor dem Landgericht München verhandelt. Der Anwalt der Stadiongesellschaft gab an, dass für den Winterdienst an der Allianz Arena eine Fremdfirma zuständig sei. Zudem habe es an dem Tag allenfalls vereinzelt Glätte gegeben. Aus den genannten Gründen habe die Allianz Arena als Betreiber nicht ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt. Aufgrund dieser Argumentation gab es vor Gericht keine gütliche Einigung und das Verfahren wird sich wohl noch bis ins nächste Frühjahr ziehen.

FC Bayern schreibt eine Mail

Wie die tz schreibt, sei Gerhard F. sehr verärgert darüber, dass sich das Ganze jetzt schon seit mehreren Jahren hinzieht und der Betreiber der Allianz Arena nur sehr langsam auf die Schreiben seiner Anwältin reagieren würde.

Immerhin bekam der 57-Jährige eine Mail vom FC Bayern, in der ihm sein Lieblingsverein sein Bedauern aussprach. Und damit war sicherlich nicht die 0:1-Niederlage gegen Bremen gemeint, die Gerhard F. in der Allianz Arena mitverfolgte, bei seinem bis dato letzten Besuch im Stadion des FC Bayern.

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