Ein Mädchen musste gefesselt werden: Zwei Teenager randalieren vor Münchner Luxushotel 

Als Mitarbeiter des Hotels die beiden Frauen bitten, das Hotelgelände in der Münchner Altstadt zu verlassen, werden die Frauen gewalttätig. Als eine Polizeistreife eintrifft, greifen sie sogar die Beamten an. Für eine der beiden Frauen endet der Tag einschneidend. 
von  Ralph Hub
Die Polizei ermittelt gegen zwei junge Frauen aus dem Landkreis Ebersberg, weil sie in München vor dem Hotel Königshof am Stachus randaliert haben. (Symbolbild)
Die Polizei ermittelt gegen zwei junge Frauen aus dem Landkreis Ebersberg, weil sie in München vor dem Hotel Königshof am Stachus randaliert haben. (Symbolbild) © Markus Lenhardt

Zwei 16 und 19 Jahre alte Freundinnen aus dem Landkreis Ebersberg haben sich am Freitagnachmittag vor dem Münchner Luxushotel Königshof am Stachus richtig danebenbenommen. Nach Polizeiangaben schrien die beiden jungen Frauen herum und sorgten dabei unter den Hotelgästen für Irritationen.

Mehrere Mitarbeitende des Luxushotels baten die beiden Teenager, sich in der Lautstärke zu mäßigen und vor allen Dingen das Hotelgelände gegenüber dem Stachusbrunnen umgehend zu verlassen. Doch damit stießen sie bei den beiden auf taube Ohren. Als sie von Mitarbeitern des Platzes verwiesen werden sollten, so ein Polizeisprecher am Montag, wurden die 16- und die 19-Jährige gewalttätig. Sie sollen nach Informationen der Polizei eine Hotelangestellte ins Gesicht geschlagen und an den Haaren gezerrt haben.

Hotelangestellte misshandelt

Das Hotel verständigte den Polizeinotruf. Als eine Streife nach ein paar Minuten eintraf, reagierten die beiden Teenager erneut aggressiv. Da die 19-Jährige offenbar angetrunken war, stürzte sie zu Boden. Die Polizeibeamten versuchten, bei ihr Erste Hilfe zu leisten. Die 16-Jährige störte die Polizisten dabei. Die Beamten mussten die 16-Jährige schließlich sogar fesseln. Das wiederum rief die 19-Jährige auf den Plan. Sie versuchte, die Polizeibeamten zu treten. Daher fesselten die Polizisten sie ebenfalls.

Zeuge behindert Polizisten beim Einsatz

Ein völlig unbeteiligter 48-Jähriger aus dem Landkreis Ansbach, der zufällig am Königshof vorbeikam, mischte sich ein. Er störte die polizeilichen Maßnahmen, sagte ein Sprecher. Die Beamten erteilten ihm zunächst einen Platzverweis. Dem kam der Mann aber nicht nach. Stattdessen wurde der 48-Jährige laut Polizei zunehmend aggressiv. Auch er musste schließlich fixiert und gefesselt werden. Wogegen sich der Mann laut Polizei massiv wehrte.

19-Jährige kommt in Psychiatrie

Aufgrund ihrer starken Alkoholisierung kam die 19-Jährige mit dem Rettungsdienst in ein Münchner Krankenhaus. Weil sie sich psychisch auffällig benahm, wurde sie im Lauf des Abends in ein psychiatrisches Krankenhaus überstellt. Die 16-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Der 48-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen von der Polizeiinspektion 14 (Beethovenstraße) wieder entlassen.

Gegen die 16- und 19-Jährige wird wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Gegen den 48-Jährigen wird ebenfalls wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

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