Ein Haus in München – oder fünf davon in Hof

Ein Haus in München – oder fünf davon in Hof. Die Immobilienpreise in und rund um die Stadt schießen weiter ungebremst in die Höhe. Ein Haus unter einer Million Euro ist kaum noch zu bekommen.
| oz
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Spitzenreiter bei den bayerischen Immobilienpreisen ist weiterhin München.
dpa Spitzenreiter bei den bayerischen Immobilienpreisen ist weiterhin München.

Die Immobilienpreise in der Stadt und drumherum schießen weiter ungebremst in die Höhe. Ein Haus unter einer Million Euro ist kaum noch zu bekommen.

München – Es ist ja an sich nichts Neues, dass München in puncto Immobilien ein teures Pflaster ist. Seit Jahren schnellen hier und im Umland die Haus- und Wohnungspreise in die Höhe. Irgendwann muss doch dieser Trend auch wieder vorbei sein, mag so mancher potenzielle Häuslekäufer denken.

Immobilienpreise im S-Bahn-Gebiet: So teuer ist Mieten und Kaufen im Münchner Umland

Doch Pustekuchen: Eine Entspannung bei den Preisen für Wohnungen und Häuser in ganz Bayern ist noch lange nicht in Sicht – glaubt zumindest die bayerische Sparkassen-Finanzgruppe.

Im vergangenen Jahr seien gebrauchte Eigentumswohnungen im Schnitt um acht Prozent teurer geworden – mit einer ähnlichen Größenordnung rechnen die Makler der Sparkassen und der LBS auch in diesem Jahr. „Investoren wie Eigennutzer sind vor allem an Immobilien in Städten oder deren näherem Umfeld interessiert“, sagte der Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-Gesellschaft, Paul Fraunholz, gestern in München. Die Preisunterschiede innerhalb Bayerns werden dabei aber immer größer: Für den Preis eines Ein- oder Zweifamilienhauses in München könnten sich Verbraucher in einigen Regionen Oberfrankens inzwischen schon fünf Häuser kaufen: In Hof, Kulmbach oder Cham seien Häuser in einer mittleren bis guten Lage bereits für weniger als 200 000 Euro zu haben.

 

Für internationale Kunden ist München noch ein Schnäppchen

 

In München hingegen sei nach den Preiserhöhungen der vergangenen Jahre kaum noch ein Haus unter einer Million Euro zu bekommen, sagte Fraunholz. „Otto Normalverbraucher“ mit einem normalen Gehalt können ein Haus in der bayerischen Landeshauptstadt kaum finanzieren.

Viele Käufer haben aber soviel Eigenkapital, dass ein Kredit kein großes Thema ist. Zudem spielen nach Beobachtung der Makler immer mehr internationale Kunden auf dem Immobilienmarkt mit, denen die Preise in München im Vergleich zu London oder Paris immer noch günstig erschienen. Im Mittelfeld liegen die Häuserpreise im Freistaat mit 450 000 bis 550 000 Euro in Nürnberg, Augsburg, Rosenheim, Lindau oder Neu-Ulm. Noch teurer wird es in Regensburg, Ingolstadt, Landsberg oder Bad Tölz mit 550 000 bis 700 000 Euro. Darüber liegen vor allem die Landkreise rund um München sowie Miesbach und Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern.

Die Immobilien-Plattform Immobilienscout24 rechnet auch in Zukunft mit großem Interesse an Immobilien. Spätestens seit der Nullzins-Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) stehe fest, dass günstiges Baugeld auch in den kommenden Jahren verfügbar sein wird. Das werde die Nachfrage nach Wohneigentum auf einem hohen Niveau halten, insbesondere in den gefragten Ballungszentren, hatte Chefanalyst Jan Hebecker nach der EZB-Entscheidung erklärt.

 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren