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Ein Gewinn für Bayern dank der Lotterie GlücksSpirale

Schutz für Gebäude- und Wiesenbrüter sowie besondere Beweidungskonzepte: Der Bayerische Naturschutzfonds hilft mit Zweckerträgen aus der GlücksSpirale der Tier- und Pflanzenwelt.
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Im Coburger Land erfasste der Landesbund für Vogelschutz den Bestand von Haussperling, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe und leistete Aufklärungsarbeit über Ansprüche und Gefährdungslage der Vögel.
Im Coburger Land erfasste der Landesbund für Vogelschutz den Bestand von Haussperling, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe und leistete Aufklärungsarbeit über Ansprüche und Gefährdungslage der Vögel. © SLSV

Über 400 Millionen Euro führt die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung jährlich an den Bayerischen Staatshaushalt ab. 2025 waren es allein rund 498 Millionen Euro, die für das Gemeinwohl in Bayern zum Einsatz kamen.

Diese Mittel ermöglichen zusätzliche Leistungen insbesondere in Sport, Kultur, Denkmalpflege und sonstigen öffentlichen Bereichen, die sonst nicht oder nur schwierig realisierbar wären. So kommen diese Gelder allen Menschen im Freistaat zugute.

© SLSV

Rund 2,6 Millionen Euro für den Bayerischen Naturschutzfonds

"Auch die Natur gewinnt“, sagt Dr. Carolin Kerschbaumer, Präsidentin der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung.

Die Lotterie GlücksSpirale ist ein gutes Beispiel dafür, wie in der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung das Gemeinwohlprinzip mit Leben erfüllt wird. Die darüber gewonnenen Zweckerträge fließen in Bayern an den Deutschen Olympischen Sportbund, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und den Bayerischen Naturschutzfonds.

Dr. Carolin Kerschbaumer, Präsidentin der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung

2025 profitierten diese gemeinnützigen Einrichtungen in Höhe von rund 10,4 Millionen Euro und unterstützten damit eine Vielzahl von Projekten im Freistaat.

Gebäudebrüter-Bestandserfassung im Coburger Land in Oberfranken

Durch Gebäuderenovierungen und -sanierungen gehen oft unbemerkt Niststätten von Gebäudebrütern verloren. In Coburg erfasste der Landesbund für Vogelschutz e. V. (LBV) den Bestand von Haussperling, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalbe und leistete Aufklärungsarbeit der Öffentlichkeit über die Ansprüche der Vögel sowie deren Gefährdungslage. Die Kosten über rund 6.600 Euro wurden durch den Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der GlücksSpirale abgedeckt.

Für die Brut und Jungenaufzucht von Bodenbrütern zu schaffen, werden Flächen bei Kühmoos bei Pfaffenhofen an der Ilm nicht maschinell gepflegt, sondern durch Wasserbüffel beweidet.
Für die Brut und Jungenaufzucht von Bodenbrütern zu schaffen, werden Flächen bei Kühmoos bei Pfaffenhofen an der Ilm nicht maschinell gepflegt, sondern durch Wasserbüffel beweidet. © SLSV

Beweidung im Wiesenbrütergebiet bei Pfaffenhofen an der Ilm, Oberbayern

Um für die Brut und Jungenaufzucht von Bodenbrütern wie Brachvogel, Kiebitz, Braun- und Schwarzkehlchen Platz zu schaffen, werden Flächen im Bereich Kühmoos nicht maschinell gepflegt, sondern durch Wasserbüffel beweidet. Sie halten Wasserstellen offen und den Bewuchs niedrig. So schaffen sie ideale Lebensbedingungen für die selten gewordenen Vögel. Dieses Projekt wurde mit rund 11.900 Euro durch den Bayerischen Naturschutzfonds mit Mitteln der GlücksSpirale finanziert.

Bei der naturnahen Flussaue der Waldnaab wird die Natur- und Kulturlandschaft durch Ganzjahresbeweidung wieder reaktiviert.
Bei der naturnahen Flussaue der Waldnaab wird die Natur- und Kulturlandschaft durch Ganzjahresbeweidung wieder reaktiviert. © SLSV

Wilde Weiden in der Waldnaabaue bei Tirschenreuth in der Oberpfalz

Auf circa 200 Hektar Fläche wird in der weitgehend naturnahen Flussaue der Waldnaab die Natur- und Kulturlandschaft wieder reaktiviert. Die großflächige Ganzjahresbeweidung mit einer alten Robustrinderrasse, Wasserbüffeln und künftig auch Wildpferden, fördert die Artenvielfalt und wertet das Gebiet landschaftsästhetisch für die Naherholung und den Tourismus auf. Diese speziellen Langzeitmaßnahmen werden aus den Zweckerträgen der GlücksSpirale ermöglicht, die der Bayerische Naturschutzfonds mit rund 420.000 bis 2028 bewilligte.

© BNF

1.142 Projekte für die Umwelt bis zum Jahr 2025

Allein rund 2,6 Millionen Euro aus den Zweckerträgen der GlücksSpirale fließen jährlich in Bayern an den Bayerischen Naturschutzfonds. Durch diese Mittel werden diverse Naturschutzprojekte an vielen Orten Bayerns ermöglicht.

„So sind beispielsweise die Kleinmaßnahmen mittlerweile ein unverzichtbares Instrument der Naturschutzarbeit in Bayern“, bestätigt Ulrike Strohmeier, Vorständin des Bayerischen Naturschutzfonds. "Seit 1999 konnten wir bis 2025 insgesamt 1.142 Projekte aus der anwendungsorientierten Naturschutzforschung, der praxisbezogenen Fachplanung sowie im Aufbau umweltgerechter Nutzungen in allen Regionen Bayerns realisieren.“ Einen umfassenden Überblick über diese Projekte gibt es hier.

Neben diesen Kleinmaßnahmen können aus den Zweckerträgen jedes Jahr auch einige finanziell größere und mehrjährige Naturschutzprojekte realisiert werden.

2025 wurden zehn Großprojekte und 39 kleinere Projekte mit den nötigen Mitteln neu bewilligt. Förderfähig sind alle Projekte und Maßnahmenträger, die die Anforderungen der Förderrichtlinien des Bayerischen Naturschutzfonds erfüllen.

Filme zu verschiedenen Förderprojekten gibt es hier.

© SLSV
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