Eigenheim in München? Für die meisten unerreichbar, zeigen Zahlen

In München sind zwar mehr Wohn- und Geschäftshäuser verkauft worden, dennoch ist der Umsatz um 44 Prozent eingebrochen. Der Bericht einer Immo-Firma liefert eine mögliche Erklärung.
Sophia Willibald
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
1  Kommentar
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Die meisten Münchner können sich keine Eigentumswohnung in der Stadt leisten und wohnen zu Miete.
Die meisten Münchner können sich keine Eigentumswohnung in der Stadt leisten und wohnen zu Miete. © dpa/Peter Kneffel

Nur wenige Münchner können sich ein Eigenheim leisten. Genauer: 23,2 Prozent – das geht aus den Zahlen von Aigner Immobilien von 2025 hervor.

Vielleicht ist es die Faszination des Unerreichbaren, die das Interesse an solchen Daten befeuert. Oder der Gedanke, vorbereitet zu sein, falls man doch noch das Millionen-Los zieht.

Immo-Markt in München: Nur 1350 Neubauwohnungen wurden verkauft

Jedenfalls dürfte es für die meisten Münchner aktuell schwierig sein, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Denn die Kaufkraft liegt laut Aigner im Schnitt bei 40.800 Euro pro Einwohner. Das ist viel Geld, doch dafür bekommt man, wenn man Glück hat, ein gebrauchtes Wohnmobil. Keine Wohnung im Stadtgebiet.

Gekauft wurden vergangenes Jahr trotzdem einige; und zwar etwa 10.000, hält die Immo-Firma fest. 1350 von ihnen seien Neubauwohnungen gewesen. 45 Prozent weniger als der Mittelwert, der vergangenen zehn Jahre.

Das könnte auch daran liegen, dass so wenige fertiggestellt wurden. 4348 Wohnungen wurden laut Aigner 2025 bezugsfertig – "so wenige wie zuletzt 2009 und 2010!", schreibt die Firma.

Umsatz sinkt um schlappe 44 Prozent

In einem anderen Bereich hingegen stieg die Zahl – und zwar bei Wohnhäusern und Geschäftshäusern. 151 wurden laut Aigner in den ersten drei Quartalen 2025 verkauft. Das seien drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Hierbei brisant: Während mehr solcher Gebäude verkauft wurden, sank der Umsatz um schlappe 44 Prozent auf circa 1,7 Milliarden Euro.

Als Grund hierfür nennt die Immo-Firma "weniger Deals mit hohen Transaktionsvolumen". Kurz: Die Mega-Deals blieben wohl zu einem großen Teil aus.

Reichlich komplex der Immobilienmarkt. Vielleicht also gar nicht so schlecht, wenn man sich damit nur spaßeshalber beschäftigen darf und nicht fürchten muss, seine Millionen in die falschen vier Wände investiert zu haben.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Frale vor 50 Minuten / Bewertung:

    der Preis dafür ist ja eine einzige Frechheit. Wer nicht geerbt hat, ist da raus .

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.