Eichstätter Finanzskandal: Urteil in München erwartet

60 Millionen Euro, riskante US-Investments und ein Vertrauensverlust, der das Bistum Eichstätt bis heute prägt. Jetzt soll das Urteil im Prozess um den Finanzskandal fallen.
von  AZ/dpa
Der Prozess findet vor dem Landgericht München II statt. (Archivbild)
Der Prozess findet vor dem Landgericht München II statt. (Archivbild) © Malin Wunderlich/dpa

Im Verfahren um den Finanzskandal im katholischen Bistum Eichstätt will das Landgericht München II am Dienstag (23. Juni) das Urteil verkünden. 

"Schwachpunkt": Vermögensverwaltungsrat zu intern besetzt

In dem Verfahren geht es um rund 60 Millionen US-Dollar, spekulative Immobilieninvestments in den USA und Bestechung. Die Staatsanwaltschaft wirft einem Immobilienentwickler Untreue und Bestechung vor, dem früheren stellvertretenden Finanzdirektor des Bistums Untreue und Bestechlichkeit. 

Er soll nicht oder nur unzureichend gesicherte Darlehen vergeben und dafür Beteiligungen und Bestechungsgelder angenommen haben. Auch der frühere Bischof der Diözese, Gregor Maria Hanke, hatte in dem Prozess als Zeuge ausgesagt. 

Ex-Bischof Gregor Maria Hanke war als Zeuge geladen. (Archivbild)
Ex-Bischof Gregor Maria Hanke war als Zeuge geladen. (Archivbild) © Malin Wunderlich/dpa

Es sei ein "Schwachpunkt" gewesen, dass der Vermögensverwaltungsrat zu intern besetzt gewesen sei, sagte er vor Gericht. So habe die nötige Kontrolle der Finanzen und Geldanlagen nicht stattgefunden. Er sprach von einem "Super-Gau" und sagte, inzwischen wisse er: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."

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