Besondere Ehre für Ali Mitgutsch: Der König des Wimmelbuchs bekommt einen eigenen Platz in München

Ein kleines, bisher unbenanntes Fleckchen in der Maxvorstadt wird zum Ali-Mitgutsch-Platz umbenannt. Das hat die Stadt am Dienstag bekanntgegeben. Die AZ hat ihn sich angeschaut.
Jan Krattiger
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Noch eine "platzähnliche Fläche", bald der Ali-Mitgutsch-Platz: Die Stadt ehrt posthum den Münchner Wimmelbuch-Gestalter, der ganz in der Nähe der Ecke Barer Straße/Nordendstraße wohnte.  Foto: Jan Krattiger
Noch eine "platzähnliche Fläche", bald der Ali-Mitgutsch-Platz: Die Stadt ehrt posthum den Münchner Wimmelbuch-Gestalter, der ganz in der Nähe der Ecke Barer Straße/Nordendstraße wohnte. Foto: Jan Krattiger © Jan Krattiger

Fast wie in seinen so beliebten Wimmelbüchern muss man den baldigen Ali-Mitgutsch-Platz in der Maxvorstadt auch erstmal gut suchen. Es ist ein kleines begrüntes Dreieck, dort, wo die Barer Straße in die Nordendstraße mündet.

Neu in der Maxvorstadt: Der Ali-Mitgutsch-Platz

Ein paar Bäume, ein paar Bänke auf dem Bürgersteig zum Straßengrün gerichtet – bei der Wimmeligkeit ist jedenfalls noch etwas Luft nach oben, vielleicht hilft da der neue Name etwas nach.

Es sei eine der höchsten Ehrungen, die sie posthum vergeben könne, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Nun trägt die "platzähnliche Fläche", wie sie in schönstem Beamtendeutsch heißt, schon bald den neuen Namen Ali-Mitgutsch-Platz.

Der Grafiker und Illustrator Ali Mitgutsch war bekannt für seine Wimmelbücher. Er starb 2022 im Alter von 86 Jahren.
Der Grafiker und Illustrator Ali Mitgutsch war bekannt für seine Wimmelbücher. Er starb 2022 im Alter von 86 Jahren. © Rolf Vennenbernd (dpa)

Alfons "Ali" Mitgutsch wohnte laut Stadt ganz unmittelbar in der Nähe des Platzes. Für seine Wimmelbücher, die er in seinem ganz eigenen Stil gestaltete und die auch heute noch bei Kindern (und Erwachsenen) beliebt sind, erhielt der bereits 1969 den Deutschen Jugendbuchpreis, 2003 wurde er außerdem mit dem Schwabinger Kunstpreis geehrt und 2018 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Mitgutsch habe "das kulturelle Leben Münchens nachhaltig geprägt", so der Stadtrat zu seinem Beschluss, ihm nun diesen Platz zu widmen.

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