Ehehölle: Mann will sich nicht an Gewalt erinnern

Der Ehemann erklärt am Ende, dass er über eigene Gewalttätigkeiten nichts sagen möchte.
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Vor dem Prozessbeginn: Anka T. mit ihrem Anwalt Werner Kränzlein.
jot Vor dem Prozessbeginn: Anka T. mit ihrem Anwalt Werner Kränzlein.

Ehehölle: Opfer der Messerattacke will über eigene Gewalttaten nichts sagen.

München - Richter Oliver Ottmann und Kerim T. (37, Name geändert), der Ehemann und das Opfer von Anka T. (35, Name geändert), sind am Donnerstagim Prozess um die Dachauer Ehehölle heftig aneinander geraten.

Die wegen gefährlicher Körperverletzung Angeklagte hatte ihrem schlafenden Mann sieben blutende Stichverletzungen in Oberarm und Oberkörper verpasst. Weil dieser sie jahrelang, beleidigt und geschlagen haben soll.

 

Der Ehemann will sich nicht an Gewalt gegen seine Frau erinnern

 

Doch von Schlägen gegen seine Frau will Kerim T. nichts wissen. Auch von anderen will er keine Beschwerden gehört haben – oder er könne sich nicht mehr erinnern.

Das nimmt ihm die Staatsanwältin nicht ab. An Schläge würde man sich erinnern. Ähnlich und mit Nachdruck fragt auch der Richter nach. Doch selbst als Kerim T. mit dem Bericht von einem Polizeieinsatz konfrontiert wird, bleibt er stumm. Damals habe sich seine Frau vor seinen Schlägen ins Badezimmer geflüchtet und die Polizei alarmiert. Die Beamten hätten ihn sogar mitgenommen, um die Frau zu schützen.

„Ich möchte nichts dazu sagen“, erklärt Kerim T. schließlich. „Das ist vielleicht die klügste Lösung“, kommentiert der Richter – und entlässt den Zeugen.

 

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