E-Bikes von Uber in München: So praktisch sind die Leih-Radl wirklich

Die orangen "Jump"-Bikes in München lassen sich via App recht einfach ausleihen. Allerdings nicht überall in München. Wer außerhalb der erlaubten Zonen parkt, muss tief in die Tasche greifen.
| Anne Hund
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Die App ist unmissverständlich: Wer außerhalb der erlaubten Zonen parkt, muss zahlen.
Screenshot: AZ Die App ist unmissverständlich: Wer außerhalb der erlaubten Zonen parkt, muss zahlen.

München - "Fahre weiter, sei schneller und habe mehr Spaß". So bewirbt Uber seine Leih-E-Bikes - seit ein paar Wochen gibt es sie bekanntlich auch in München. Die  "Jump"-Bikes mit dem Plastikkorb sehen lässig aus und lassen sich leicht fahren. Eine Minute radeln kostet 20 Cent. Und die Reservierung oder Freischaltung einen Euro.

Die Krux: Bislang kann man die E-Leih-Radl über die "Jump"-App nur in bestimmen Stadtvierteln ausleihen - und abgeben (!). Dazu gehören: Altstadt-Lehel, Au-Haidhausen, Maxvorstadt, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Sendling, Schwabing-West, Bogenhausen und Neuhausen-Nymphenburg.

Jump-Bikes von Uber in München - nicht in allen Stadtvierteln

Innerhalb der in der App angezeigten Grenzen findet sich also  - mit etwas Glück - so ein Radl am Straßenrand. Doch wehe dem, der damit (versehentlich) zu weit fährt und es im Nachbarviertel abstellen will.

Denn wer die erlaubten Parkzonen verlässt, hat Pech gehabt.  Oder anders gesagt: Muss tief in die Tasche greifen. Dann nämlich fallen - wie auf "Jump.com" und in der App ausdrücklich beschrieben, zusätzliche Gebühren an. Zu den verbotenen Parkzonen heißt es dort: "Das Parken in einer Parkverbotszone bzw. außerhalb des Servicebereichs wird mit einer Zusatzgebühr von bis 25€ geahndet."

E-Leihräder von Uber: In Parkverbotszonen wird es teuer

In der Praxis sieht das zum Beispiel so aus: Das "Jump"-Bike lässt sich in Bogenhausen am Prinzregentenplatz mit Hilfe der App innerhalb weniger Sekunden aktivieren: Der QR-Code am Fahrrad wird eingescannt. Das Schloss geht auf, man radelt vergnügt los - und ist, wenn man nicht aufpasst, ein paar hundert Meter später leider nicht mehr in dem erlaubten Gebiet. Zum Beispiel an der Ismaninger Straße ein Stück weiter stadtauswärts.

Jetzt könnte es teuer werden. Fairerweise wird der Nutzer aber noch einmal unmissverständlich über die App gewarnt, das Rad dort nicht zu parken: Am Handy erscheint ein durchgestrichenes Parkzeichen. Und die Mahnung: "Dir werden 25 € berechnet, wenn du deine Fahrt hier beendest." Abgebucht wird über die Kreditkarte. 

Die App ist unmissverständlich: Wer außerhalb der erlaubten Zonen parkt, muss zahlen.
Die App ist unmissverständlich: Wer außerhalb der erlaubten Zonen parkt, muss zahlen. © Screenshot: AZ

Die einzige Möglichkeit, aus dem Dilemma noch rechtzeitig herauszukommen: Auf "E-Bike behalten" klicken - und wieder ein Stück zurückradeln. Soweit, bis man wieder in der erlaubten Zone ist. Und das Leih-Radl dann dort - ohne Strafgebühr - am Gehwegrand parken. Die Uhr für die normale Fahrtzeit läuft in der Zwischenzeit natürlich weiter.

Praktischer als ein Taxi - aber nicht überall in München

Fazit: So ein E-Leihradl ist - innerhalb der erlaubten Zonen - praktischer und günstiger als das Taxi. Wer damit allerdings einmal unbedarft zu weit geradelt ist, wird es beim nächsten Mal entweder komplett sein lassen (und doch lieber die Öffentlichen nehmen). Oder vorher ganz genau hinschauen müssen, wo die Fahrt mit dem schicken Bike innerhalb des Stadtgebiets (leider oft sehr schnell) zu Ende ist.

Lesen Sie hier: Bikesharing München: Fünf Anbieter im Vergleich

Lesen Sie auch: Was passiert mit den Rollern im Herbst?

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