Drogen: „Black Jackets“ vor Gericht

Die Polizei erwischt vier Männer mit drei Kilo Marihuana. Die Angeklagten gestehen.
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Gruppenbild mit Dame: die Angeklagten und ihre Dolmetscherin.
jot Gruppenbild mit Dame: die Angeklagten und ihre Dolmetscherin.

München - Es ist unruhig geworden in München. Seit zwei Jahren versucht die Straßengang „Black Jackets“, an der Isar Fuß zu fassen. Drohgebärden und Gewalt sind die Mittel, mit denen die Rocker ihre Gegner in der Türsteherszene der Stadt einschüchtern.

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft drei ehemalige Bandenmitglieder wegen Drogendelikten auf die Anklagebank des Landgerichts gebracht. Ein vierter Mann soll als Kurier geholfen haben.

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Im Februar 2014 hatte Münchens Polizei genug von den gewalttätigen Vorfällen im Umfeld der meist türkischstämmigen „Black Jackets“. Das Stammlokal der Gang in der Isarvorstadt, eine Shisha-Bar, und Wohnungen werden durchsucht, Elektroschocker, Schlagstöcke Marihuana, Kokain gefunden.

Neun Bandenmitglieder, darunter der Chef des Münchner Chapters, werden festgenommen. Im Mai diesen Jahres werden vier Bandenmitglieder verurteilt. Wegen Drogen-, Waffen- und Gewaltdelikten müssen sie zwischen drei und knapp acht Jahren in den Knast. Der Polizei gelingt es im Zuge dieser Ermittlungen auch, zwei Drogenkuriere festzunehmen, die drei Kilo Marihuana zu den „Black Jackets“ nach München gebracht haben. Ihnen und zwei ihrer Komplizen wird jetzt der Prozess gemacht.

Die Ankläger hatten herausgefunden, dass das Quartett drei Kilo Marihuana von Münster nach München schaffen sollte. 160 000 Euro sollten für diese Menge Rauschgift kassiert werden. Was die Drogenkuriere nicht wussten: Die Polizei war ihnen auf der Spur. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung des Shisha-Lokals am 27. Februar 2014 noch knapp die Hälfte des Marihuana. Der Rest war bereits zum Weiterverkauf ausgegeben worden.

Nach einem Rechtsgespräch klären sich die Fronten schnell. Drei der Angeklagten räumen die Vorwürfe der Beihilfe zum Drogenhandel vollständig ein. Der vierte Mann streitet den Drogenhandel zwar ab, gibt aber zu, als Kurier für die Bande fungiert zu haben. Der Prozess dauert an.

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