"Dringend geboten": Maßnahme für den Königsplatz gefordert

Der Bezirksausschuss (BA) Maxvorstadt sieht besonders Radfahrer, Fußgänger, in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen sowie Menschen mit Kinderwagen gefährdet, wenn sie den Königsplatz passieren.
Daher hat der BA in seiner jüngsten Sitzung einstimmig einen Antrag der SPD-Fraktion zur Reparatur der Oberfläche des Königsplatzes angenommen. "Darin wird die Landeshauptstadt München aufgefordert, die stark beschädigte Kiesoberfläche zeitnah und nachhaltig instand zu setzen – beispielsweise durch die Herstellung einer wassergebundenen Kiesfläche", heißt es in der entsprechenden Mitteilung der SPD.
"Wassergebundene Kiesfläche bietet eine nachhaltige und bewährte Lösung"
Die Kieswege auf dem Königsplatz weisen demnach mittlerweile "deutliche Unebenheiten und ausgeprägte Wellbildungen" auf. Bei Regen bilden sich regelmäßig "große Pfützen", und im Winter entstehen "gefährliche Eisflächen", argumentiert der BA.

"Eine wassergebundene Kiesfläche bietet eine nachhaltige und bewährte Lösung", schlägt das Gremium eine konkrete Maßnahme vor: "Sie sorgt für eine tragfähigere und gleichmäßigere Oberfläche, verbessert die Entwässerung und erhöht die Verkehrssicherheit über das ganze Jahr hinweg."
Mehr Barrierefreiheit, mehr Sicherheit, bessere Nutzbarkeit
Gleichzeitig füge sie sich "gestalterisch sensibel" ins denkmalgeschützte Umfeld des Königsplatzes ein und reduziere langfristig den Aufwand im Unterhalt der Flächen. Eine zeitnahe Umsetzung der Maßnahme hält der BA für "dringend geboten".
Felix Lang, SPD-Sprecher und Initiator des Antrags, sieht die sichere und barrierearme Nutzung deutlich eingeschränkt: "Der Königsplatz ist einer der zentralen öffentlichen Räume in der Maxvorstadt. Mit einer nachhaltigen Sanierung schaffen wir mehr Sicherheit, bessere Nutzbarkeit und eine langfristig wirtschaftliche Lösung."
Der Königsplatz ist von drei ausdrucksstarken klassizistischen Bauten geprägt: Leo von Klenze (1784-1864) baute Glyptothek und Propyläen, Georg Friedrich Ziebland (1800-1873) die Antikensammlung. König Ludwig I. war zuständig für die Planungen des Platzes, der ganz der Kultur vorbehalten bleiben sollte.
Adolf Hitler ließ den Königsplatz in den 1930er-Jahren zum Zentrum des Nationalsozialismus umgestalten, der Platz wurde mit Granit gepflastert. 1988 rekonstruierte man den Ursprungszustand des Platzes.