Dreiste Diebe reißen Opferstock aus der Heilig-Kreuz-Kirche in München

Mit roher Gewalt haben die Täter den Opferstock in der Kirche auf dem Giesinger Berg aus der Verankerung gerissen. Zeugen haben vier Männer bei der Tat beobachtet. Zwei Verdächtige hat die Polizei gefasst. Was die Fahnder über die Männer wissen. 
von  Ralph Hub
Am Giesinger Berg steht die Heilig-Kreuz-Kirche. Hier haben die OPferstockdiebe zugeschlagen. (Symbolbild)
Am Giesinger Berg steht die Heilig-Kreuz-Kirche. Hier haben die OPferstockdiebe zugeschlagen. (Symbolbild) © B. Lindenthaler via www.imago-images.de

Die Täter drangen am vergangenen Sonntag gegen 15.30 Uhr in die Kirche im Bereich der Ichostraße oben auf dem Giesinger Berg ein. Gemeinsam stemmten sie laut Polizei einen Opferstock aus der Wandverankerung und nahmen ihn mit. Auf der Flucht wurden sie von Zeugen beobachtet, die die Polizei verständigten.

Schnelle Flucht aus der Kirche

Die Täter wollten mit ihrer Beute möglichst schnell verschwinden und rannten aus der Heilig-Kreuz-Kirche. Mit einem Opferstock unter dem Arm sowie einer Geldkassette fällt man auf der Straße allerdings ziemlich schnell auf. Daher suchten sich die Diebe in der Nähe ein Versteck und brachen dort den Opferstock auf, um an das Geld im Inneren zu kommen.

Zeugen beobachten Täter in ihrem Versteck

Dabei wurden sie allerdings beobachtet. Die Zeugen verständigten den Polizeinotruf. Die Einsatzzentrale schickte mehrere Polizeistreifen zum Giesinger Berg. Im Rahmen der unmittelbar eingeleiteten Fahndung, so ein Polizeisprecher am Montag, konnten zwei Tatverdächtige identifiziert und festgenommen werden. Dabei handelt es sich nach Informationen der Polizei um zwei in München geborene Männer, einen 37-jährigen Deutschen und einen 60-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Beide Männer haben bereits eine ziemlich lange Polizeiakte. Gegen sie wurde auch bereits wegen Diebstahls, Einbruchs und ähnlicher Delikte ermittelt. Die beiden anderen an der Tat beteiligten Männer konnten unerkannt entkommen. Einer der flüchtigen Männer trug einen auffallenden rot-weißen Fischerhut. Der aufgebrochene Opferstock und die Geldkassette wurden von der Polizei sichergestellt.

Erheblicher Sachschaden an der Kirche

Die beiden festgenommenen Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Kriminalpolizei. Der Sachschaden an der Kirche, den die Täter beim Herausstemmen des Opferstocks verursacht haben, wird laut Polizei auf mindestens 2000 Euro geschätzt. Wie viel Bargeld sich im Opferstock und der Geldkassette befand, ist nicht bekannt.

Die beiden unbekannten Täter wurden wie folgt beschrieben:

Täter 1: bekleidet mit einem rot-weißen Fischerhut und einer schwarzen Lederjacke, trug eine Umhängetasche.
Täter 2: bekleidet mit blauer Oberbekleidung.

Zeugenaufruf:

Wer hat am Sonntag, 13. September, im Bereich der Ichostraße, des Giesinger Bergs und der näheren Umgebung Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Wer kann Angaben zu den beiden beschriebenen unbekannten Tätern machen? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 84, Telefon: 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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