Dreirad, Tandem und Minipumpe: Ein Blick auf die Neuheiten der Fahrradsaison 2027
Spontan an den See fahren, waghalsig durch die Stadt düsen oder auf dem Rennrad schwitzen: Das Radl erlebt seit Jahren ein Revival, egal ob mit Motor oder ohne. "Das Fahrrad wurde aus dem Dornröschen-Schlaf erweckt", sagt Gunnar Fehlau, Gründer und Geschäftsführer von Pressedienst Fahrrad. Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums präsentiert er am vergangenen Donnerstag neue Produkte, auf die sich Radlfahrer für die Saison 2027 freuen können.

Manche Fahrräder bieten so viele Gänge, dass sogar erfahrene Fahrer den Überblick verlieren können. Für den Stadtverkehr geht der Trend in die andere Richtung. Das E-Bike UTgear H2 setzt auf Einfachheit: Es verfügt nur über zwei Gänge: einen zum Anfahren und einen für zügiges Fahren. Ein Bosch-Motor liefert die nötige Unterstützung, um im Stadtverkehr mitzuhalten.
"Radfahren ist so schön, das sollte jeder machen dürfen"
Bei einem anderen Verkehrsmittel denken viele sicher zuerst an Kinder: der Tretroller. Mittlerweile nutzen ihn immer mehr Erwachsene für kurze Wege im Alltag, wie die Fahrt zur U-Bahnstation oder zum Bäcker. Die Marke Puky bietet mit dem Modell "Move" einen Roller für Erwachsene bis 1,90 Meter Körpergröße, er kostet 129,99 Euro und soll ab November 2026 erhältlich sein.
Gunnar Fehlau ist fest überzeugt: "Radfahren ist so schön, das sollte jeder machen dürfen." Dementsprechend gibt es heutzutage Modelle für fast jedes Alter. Das Mountainbike Groot 246 der Firma Eightshot ist für Kinder ab sieben Jahren gedacht. Es besitzt zehn Gänge, kräftige Bremsen und lässt sich an die Körpergröße anpassen, sodass es mit dem Kind "mitwachsen" kann. Der Preis lässt sich dafür nicht mit dem Taschengeld stemmen: Das Rad kostet 1999 Euro.
Unwohl auf dem Fahrrad? Dann rauf auf das E-Dreirad
Familien mit kleineren Kindern könnte das Lastenrad CSX 250 von Ca Go gefallen. Vorne können Einkäufe verstaut werden, hinten sitzt das Kind und in den Seitentaschen gibt es zusätzlichen Platz. Für längere Ausflüge ist der Anhänger Kid Elma von Croozer geeignet. Er lässt sich mit wenigen Handgriffen auch als Buggy nutzen.

Wer sich auf zwei Rädern unwohl fühlt, findet ebenfalls eine Lösung: das E-Dreirad Delta tx von HP Velotechnik. Es bietet Stabilität, hohe Bequemlichkeit und zwei große Gepäckträger. Der Preis: stolze 7638 Euro.

Geschichte des Mountainbikes: Dauerausstellung im Deutschen Museum
Kleine Spielereien dürfen natürlich auch nicht fehlen. Als "Jubiläumsprodukt für Liebhaber" zeigt Fehlau den Rennkompressor 60 von SKS. Die Fahrradpumpe im Retro-Look ist eine Hommage an eine Radpumpe aus dem Jahr 1966 und kostet 79,99 Euro.
Wer nichts mitschleppen möchte und es etwas moderner mag, nimmt die elektrische Minipumpe EMP. Sie ist ebenfalls von SKS und kostet auch 79,99 Euro.

Für alle, die sich zwar für Fahrräder begeistern, aber nicht selbst fahren wollen, hat Gunnar Fehlau auch einen Tipp: In Halle III des Verkehrszentrums im Deutschen Museum zeigt eine Dauerausstellung die Geschichte des Mountainbikes – vom ersten Modell der Welt bis zum heutigen Wettkampfrad.
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