Dramatischer Polizeieinsatz am Münchner Ostbahnhof: Beamte ziehen Dienstwaffe bei Festnahme

Bundespolizisten ziehen am Münchner Ostbahnhof ihre Dienstwaffen. Ein 24-Jähriger muss sich am Bahnsteig flach auf den Boden legen. Zuvor soll der Mann drei Jugendliche in einer S-Bahn bedroht bzw. angegriffen haben. 
Ralph Hub
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Polizisten nehmen mit gezogenen Dienstwaffen einen 24-Jährigen fest, der zuvor in einer S-Bahn drei Jugendliche bedroht haben soll. (Symbolbild)
Polizisten nehmen mit gezogenen Dienstwaffen einen 24-Jährigen fest, der zuvor in einer S-Bahn drei Jugendliche bedroht haben soll. (Symbolbild) © Peter Kneffel

Dramatische Situation bei einem Polizeieinsatz am Sonntag im Ostbahnhof. Beamte der Bundespolizei ziehen am Bahnsteig ihre Dienstwaffen und richten sie auf einen Verdächtigen. Der 24-Jährige soll drei Jugendliche zuvor in einer S-Bahn bedroht haben, anfänglich bestand die Befürchtung, der Verdächtige habe ein Messer bei sich.

Streit in einer S6 eskaliert

In der Nacht auf Sonntag, 18. Januar, kam es nach Angaben der Münchner Bundespolizei in einer S-Bahn der Linie S6 zwischen den Stationen Leuchtenbergring und Ostbahnhof zu einer Bedrohungssituation. Gegen 0.45 Uhr soll ein 24-Jähriger mit jemenitischer Staatsangehörigkeit einen 17-jährigen Deutschen angegriffen und auch beleidigt haben. Zudem, so eine Sprecherin der Bundespolizei, soll der Tatverdächtige den 17-Jährigen sowie zwei weitere 17 und 18 Jahre alte Jugendliche bedroht haben. Dabei soll der Verdächtige angedeutet haben, dass er in seiner Jackentasche eine Waffe habe, die er jederzeit ziehen könne. Die Jugendlichen befürchteten, dass der Mann mit einem Messer angreifen könnte.

Jugendliche alarmieren Bundespolizei

Am Ostbahnhof stiegen alle Beteiligten aus der S-Bahn aus. Die drei Jugendlichen gingen zum Bundespolizeirevier. Wenig später konnten Beamte den Tatverdächtigen am Bahnsteig 2 stellen. Aufgrund der zuvor gemeldeten Messerandrohung, so Siena Dietsch, Sprecherin der Bundespolizei, zogen die Beamten ihre Dienstpistolen. Die Polizisten richteten die Mündung auf den 24-Jährigen und forderten ihn auf, sich flach auf den Boden zu legen. Anschließend fesselten die Polizisten den Mann, dabei leistete er Widerstand. Auch als sie ihn zur Dienststelle bringen wollten, wehrte sich der Verdächtige massiv.

Keine Waffe bei Verdächtigen gefunden

In der Zelle wollte der 24-jährige Wohnsitzlose nicht, dass seine Kleidung durchsucht wird. Wieder soll es sich gewehrt haben. Ein Messer oder ein anderer gefährlicher Gegenstand fanden die Beamten bei dem Mann nicht. Auch im Bereich des Bahnsteigs 2 wurde keine Waffe gefunden.

Verdächtiger greift nach Polizeiwaffe

Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme bei dem Mann durchgeführt. Während des Transports ins Krankenhaus sowie auch in der Klinik leistete der 24-Jährige weiterhin Widerstand. Einmal soll er sogar versucht haben, einem Polizisten die Waffe zu entreißen.

24-Jähriger bleibt in Freiheit

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 24-Jährige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen wegen Körperverletzung, Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte dauern an.

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  • Newi83 vor 51 Minuten / Bewertung:

    Fasching in München. Lustig

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  • Witwe Bolte vor einer Stunde / Bewertung:

    Wie wäre dieser Polizeieinsatz wohl im Trump-Land abgelaufen?

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  • Perlacher vor 43 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    Vermutlich tödlich für den Festgenommen! Aber daran wäre nicht unbedingt Trump schuld!

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