Schlauchboot mit drei Passagieren in Wasserwalze in der Isar gefangen

Drei in München lebende Männer haben am Sonntag einen Ausflug in einem Schlauchboot auf der Isar unternommen. Dabei verpasste sie den Ausstieg aus dem Kanal kurz vor dem Wehr an der Großhesseloher Brücke. Alle drei gerieten in die Wasserwalze. Wie das Abenteuer für das Trio ausging.
von  Ralph Hub
An der Wehranlage Großhesselohe im Landkreis München gerieten die drei Ausflügler mit ihrem Schlauchboot in die Wasserwalze.
An der Wehranlage Großhesselohe im Landkreis München gerieten die drei Ausflügler mit ihrem Schlauchboot in die Wasserwalze. © Ralph Hub

Mit dem Schrecken, aber ansonsten unverletzt, sind drei Männer aus München bei einem Schlauchbootunfall auf der Isar am Sonntagabend davongekommen. Das Trio – ein 30-Jähriger aus Guatemala, ein 30-jähriger US-Bürger sowie ein 28-jähriger Inder – alle mit Wohnsitz in München, waren mit einem Schlauchboot zu einem Ausflug auf der Isar aufgebrochen. Kurz vor der Wehranlage an der Großhesselohe Brücke passierte es.

Die Strömung treibt das Boot ab

Die drei Schlauchbootfahrer verpassten gegen 18 Uhr den Ausstieg aus dem Isarkanal und wurden von der Strömung immer weiter auf die Wehranlage kurz vor der Eisenbahnbrücke im Landkreis München zugetrieben. In diesem Bereich der Isar besteht höchste Lebensgefahr. Deshalb stehen bereits etliche hundert Meter vor der Gefahrenstelle und auch weit vor dem Ausstieg aus dem Isarkanal große Warnschilder.

Eines der Warnschilder auf dem Damm zwischen dem Kanal und Isar.
Eines der Warnschilder auf dem Damm zwischen dem Kanal und Isar. © Ralph Hub

Die drei Ausflügler konnten sich auch an der quer über den Kanal gespannten Sicherheitsleine kurz vor der Wehrstufe nicht festhalten. Die Männer wurden samt ihrem Schlauchboot über die Kante in die Wasserwalze gezogen. Doch das Trio hatte Glück im Unglück.

Es gelang den Männern, so ein Polizeisprecher am Montag, noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte, sich selbst aus der Wasserwalze zu befreien und ans Ufer zu retten. Alle drei Ausflügler blieben nach Polizeiangaben unverletzt. Das Schlauchboot wurde durch die Feuerwehr geborgen und anschließend den Männern zurückgegeben. Während der Rettungsaktion waren zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungsdienst und Polizei sowie ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Die Rettungsleine kurz vor der Wehrkante.
Die Rettungsleine kurz vor der Wehrkante. © Ralph Hub

Lebensgefahr auf der Isar

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Beschilderung und die Sicherheitsvorgaben beim Befahren der Isar unbedingt zu beachten sind. Insbesondere im Bereich von Wehranlagen besteht Lebensgefahr.
Die weiteren Ermittlungen zu möglichen Verstößen nach dem Bayerischen Wassergesetz führt die Polizeiinspektion 32 (Grünwald).

Warnhinweise der Münchner Polizei

Für das Befahren der Isar im Landkreis München gelten besondere Sicherheitsvorschriften.

  • Die Isar darf nur mit Kanus, Schlauchbooten und Stand-up-Paddling-Boards
    befahren werden.
  • Für Schlauchboote gelten bestimmte technische Anforderungen.
  • Das Zusammenbinden mehrerer Boote sowie das Anhängen von Beibooten ist
    nicht erlaubt.
  • Es gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille.
  • Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr sowie Nichtschwimmer müssen eine
    Rettungsweste mit CE-Kennzeichnung tragen.
  • Glasflaschen dürfen nicht mitgeführt werden.
  • Während der Fahrt dürfen keine Musikboxen genutzt werden.

Die Regelungen dienen der Sicherheit aller Isarnutzer sowie der Vermeidung von Unfällen und Rettungseinsätzen.

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