Sternschnuppenregen: Wo es in München die beste Sicht auf die Perseiden gibt

Die Perseiden erreichen in der Nacht auf Donnerstag ihr Maximum - direkt nach der Sonnenfinsternis: Wo es in München die beste Sicht auf den Sternschnuppenregen gibt.
von  az/dpa/AFP
Sternschnuppen der Perseiden über einem nächtlichen Himmel. (Symbolbild)
Sternschnuppen der Perseiden über einem nächtlichen Himmel. (Symbolbild) © Marco A. Ludwig/dpa

Die Perseiden sorgen auch in Bayern und München wieder für ein nächtliches Himmelsspektakel. In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreicht der bekannte Meteorstrom seinen Höhepunkt mit mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde. Auch an den Tagen vor und nach dem Maximum sind Sternschnuppen sichtbar – der Meteorstrom bleibt bis Ende August aktiv, wenn auch mit geringerer Intensität.

Heller Mond mindert Sicht auf schwächere Meteore

In der Nacht zum Donnerstag, dem Höhepunkt des Perseidenschwarms, herrscht Neumond. Das sind nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde "optimale Bedingungen" für die Beobachtung. Gleichzeitig wird der Himmel laut Deutschem Wetterdienst klar oder nur gering bewölkt. Mit dem bloßen Auge sind dann etwa 70 Sternschnuppen in der Stunde zu sehen. Nur etwas warten müssen die Beobachter noch, denn laut Volkssternwarte München werden die maximalen Fallraten erst in den frühen Morgenstunden erwartet. 

Generell entfaltet sich das Himmelspektakel der Perseiden laut DWD in der Dunkelheit am besten abseits von Städten, auf Anhöhen und an licht-armen Orten. Dunkelgebiete, die rund 50 bis 100 Kilometer von Ballungsräumen entfernt liegen, garantieren deutlich bessere Sichtbedingungen, da die Lichtverschmutzung stark reduziert ist. 

Perseiden in München und Bayern: Das sind die besten Beobachtungsposten

Ähnlich lautet die Empfehlung der Nürnberger Regiomontanus‑Sternwarte: Für den besten Blick dank guter Rundumsicht eigene sich eine Anhöhe außerhalb heller Städte, idealerweise zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung.

In München bieten nach Angaben der Stadt der Olympiaberg, der Luitpoldhügel sowie der Monopteros im Englischen Garten Ausblicke ohne störende Gebäude. Außerhalb der Stadt kommt etwa der Fröttmaninger Berg infrage. Im Süden Münchens ist der 26 Meter hohe Perlacher Mugl im Perlacher Forst ein Anlaufpunkt.

In Bayern gibt es aber auch sogenannte "Dark Sky"-Orte: Die Winklmoos‑Alm in den Chiemgauer Alpen bietet auf rund 1200 Meter Höhe einen ungestörten 360‑Grad-Blick. Ebenfalls besonders lohnend ist die Rhön, ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat (Bayern, Hessen, Thüringen), das seit 2014 als International Dark Sky Reserve gilt – bei klarem Nachthimmel bietet der Ort meist optimale Bedingungen für die Perseiden‑Beobachtung. Ebenfalls gute Sicht bieten der Dillberg (Oberpfalz) sowie der Rothsee (Mittelfranken). 

Perseiden-Spektakel: Das ist der beste Zeitpunkt in der Nacht 

Die beste Zeit liegt laut DWD dabei in der zweiten Nachthälfte, idealerweise zwischen 2 und 4 Uhr, wenn das Sternbild Perseus hoch am Himmel steht und die Fallrate der Meteore ihren Höhepunkt erreicht. Die Perseiden gehen auf den Kometen Swift-Tuttle (C 109P) zurück. Jedes Jahr im August kreuzt die Erde dessen Staubschweif, wodurch die leuchtenden Meteore entstehen.

Eine besondere Ausrüstung brauchen Himmelsgucker für die Beobachtung der Perseiden nicht - ein Liegestuhl oder eine Picknickdecke und eine gute Rundumsicht reichen aus. Ferngläser oder gar Teleskope sind beim Aufspüren der in Sekundenschnelle verglühenden Meteore sogar hinderlich, denn das Blickfeld solcher Instrumente ist für die flinken Himmelskreuzer viel zu klein.

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