Diesen neuen Job hat Katrin Habenschaden jetzt 

Vor drei Jahren hat sich die damalige Bürgermeisterin Katrin Habenschaden von den Grünen überraschend aus der Politik verabschiedet. Sie arbeitete danach zuerst bei der Bahn in Berlin. Jetzt hat sie in München einen neuen Job gefunden. 
Christina Hertel |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
1  Kommentar
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Münchens frühere Bürgermeisterin Katrin Habenschaden hat einen neuen Job.
Münchens frühere Bürgermeisterin Katrin Habenschaden hat einen neuen Job. © IMAGO

Die frühere Bürgermeisterin Katrin Habenschaden von den Grünen hat einen neuen Job. Und nein: Sie wird nicht, wie so manch einer im Rathaus in den letzten Wochen gemunkelt hat, neue MVG-Chefin und auch nicht die neue Klimareferentin. Habenschaden fängt im November als Beraterin bei Spencer Stuart an, einem Top-Executive-Search- und Leadership-Advisory-Unternehmen.

Was soll das denn sein? Und wie kam Katrin Habenschaden dazu? Und wie geht’s ihr überhaupt? Ein Anruf bei der ehemaligen Bürgermeisterin.

Habenschaden sucht bald neue Führungskräfte auf der ganzen Welt

"Ich freue mich wahnsinnig auf den neuen Job", sagt Habenschaden – und klingt, wie man sie kennt: energiegeladen.

Sie habe sich sehr gewünscht, in ihrem kommenden Job international zu arbeiten, erzählt sie. Und das geht nun in Erfüllung: Spencer Stuart ist eine internationale Personalberatung. Genauer gesagt wird Habenschaden Unternehmen helfen, für ihre Führungsetage neues Personal zu finden, also neue Vorstände, Geschäftsführer oder Aufsichtsräte.

Weil auf diesem Top-Level häufig Führungskräfte auf der ganzen Welt gesucht werden, rechnet Habenschaden damit, viel unterwegs zu sein. "Aber formal ist mein Arbeitsort München. Und auch das freut mich", sagt sie.

"Ein Plus an Lebensqualität"

Zuletzt hat Katrin Habenschaden als Managerin für die Deutsche Bahn in Berlin gearbeitet. Ihre Familie lebt jedoch hier in München. "Ich bin wahnsinnig gerne in Berlin und es war eine tolle Zeit bei der Bahn. Aber dass ich jetzt nicht mehr jede Woche am Sonntag im Zug nach Berlin sitze, ist schon ein wahnsinniges Plus an Lebensqualität", sagt Habenschaden. "Auch wenn ich im neuen Job viel unterwegs sein werde, bin ich auf alle Fälle mehr in München. Und das freut mich."

Bei der Bahn war Habenschaden Leiterin im Bereich Nachhaltigkeit und Umwelt. Im April gab sie bekannt, den Konzern zu verlassen. Danach gönnte sie sich "zum ersten Mal in meinem Leben" eine Pause, erzählt Habenschaden. Sie sei viel mit der Familie unterwegs gewesen und auch Europa habe sie sich angeschaut. Zum Beispiel habe sie Freunde in Italien besucht, sei in der Normandie gewesen und nun reise sie mit ihrem Sohn nach Georgien. "Es geht mir sehr gut", sagt sie.

Natürlich sei sie noch immer sehr politikinteressiert. "Und seit der Kommunalwahl bin ich auch wieder viel mehr mit den Rathaus-Grünen verbunden", sagt Habenschaden. "Aber für mich persönlich war der Weg in die Wirtschaft der richtige."

Habenschaden ist seit 2009 Mitglied der Grünen, wurde 2014 erstmals in den Stadtrat gewählt, war OB-Kandidatin und schließlich von 2020 bis 2023 Bürgermeisterin.

Ihr Ausstieg aus der Politik kam überraschend. Viele hatten ihr zugetraut, die erste grüne Oberbürgermeisterin Münchens zu werden. Doch Habenschaden entschied sich anders. Damals teilte sie mit, dass die Belastung durch die öffentliche Rolle Spuren hinterlassen habe.

Trotzdem wird im Rathaus gerade getuschelt, ob es Habenschaden nicht doch wieder in die Politik ziehen könnte – zum Beispiel, um Bundestagskandidatin der Grünen im Münchner Westen zu werden. Kommentieren will Habenschaden solche Spekulationen nicht.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Palindrom vor 3 Minuten / Bewertung:

    "Aber dass ich jetzt nicht mehr jede Woche am Sonntag im Zug nach Berlin sitze, ist schon ein wahnsinniges Plus an Lebensqualität"

    -> Auch die Führungskräfte der DB haben keinen Bock auf ihr eigenes Produkt. Nachvollziehbar.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.