Diese Mega-Baustelle bleibt Münchens Staufalle bis 2028

Laut Aushängen müsste die Lindwurmstraße unter der Brücke längst wieder frei sein. Die AZ ist der Frage nachgegangen, ob diese Baustelle eigentlich längst hätte vorbei sein sollen.
Felix Müller
Felix Müller
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
26  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
„Bis Herbst 2025“: Solche Plakate hingen bis vor wenigen Tagen an den Bauzäunen.
fm 3 „Bis Herbst 2025“: Solche Plakate hingen bis vor wenigen Tagen an den Bauzäunen.
Freie Sicht statt falscher alter Plakate: So sieht es jetzt an der Ecke Lindwurm-, Poccistraße aus.
fm 3 Freie Sicht statt falscher alter Plakate: So sieht es jetzt an der Ecke Lindwurm-, Poccistraße aus.
So schaut es rund um die Baustelle aus.
3 So schaut es rund um die Baustelle aus.

Es ist eine der nervigsten Stau- und Dauergehupe-Stellen der Stadt – und das muss in diesem Sommer was heißen. Die Eisenbahnbrücke über der Lindwurmstraße am U-Bahnhof Poccistraße wurde runderneuert. Darunter können die Autos wegen Straßenarbeiten aber weiter nur stadtauswärts fahren - Teil des Riesenchaos in der Nachbarschaft, das durch U-Bahn-Sperrung und Massen an Ersatzbussen in Nebenstraßen potenziert wird.

Und worüber ärgern sich die Münchner noch mehr als über Baustellen? Über Baustellen, die einfach nicht fertig werden! Und den Eindruck machte zuletzt auch diese Baustelle – wenn man genauer hinsah. Denn überall an den Bauzäunen an der Ecke Poccistraße hingen Info-Plakate, die darauf hindeuteten, dass die letzte von mehreren Bauphasen eigentlich schon im Herbst 2025 hätte beendet sein sollen und damit die einseitige Sperrung der Lindwurmstraße.

„Bis Herbst 2025“: Solche Plakate hingen bis vor wenigen Tagen an den Bauzäunen.
„Bis Herbst 2025“: Solche Plakate hingen bis vor wenigen Tagen an den Bauzäunen. © fm

Erhebliche Verzögerung? Das sagen Stadt und Bahn auf AZ-Nachfrage

Stimmt aber gar nicht! Betont man bei Bahn und Stadt, nachdem die AZ nachgehakt hat. "Während der gesamten Bauzeit ist als Verkehrsführung die momentan eingerichtete Einbahnregelung in Richtung stadtauswärts geplant, darüber hinaus getrennte Geh- und Radwege auf beiden Seiten“, heißt es aus dem städtischen Mobilitätsreferat. Eine Vollsperrung ist nicht mehr geplant, die habe es zuletzt bis Dezember 2025 gegeben.

Die einseitige Sperrung soll nun noch bis ins Jahr 2028 (!) andauern, das sei aber eh immer so geplant gewesen, betonen Stadt und Bahn. Das städtische Mobilitätsreferat jubelt außerdem, die Situation vor Ort funktioniere so gut, dass es "so gut wie keine Beschwerden“ gebe.

So bleibt wohl erst mal nur der Eindruck, dass sich vor Ort niemand ausreichend verantwortlich fühlt, dass ihm über viele Monate aufgefallen wäre, dass alle Info-Plakate überholt sind – und den Eindruck machen, dass sich die Baustelle erheblich verzögert.

Freie Sicht statt falscher alter Plakate: So sieht es jetzt an der Ecke Lindwurm-, Poccistraße aus.
Freie Sicht statt falscher alter Plakate: So sieht es jetzt an der Ecke Lindwurm-, Poccistraße aus. © fm

All die Plakate hat man nach den Hinweisen der AZ in der vergangenen Woche immerhin abgehängt.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Ostbayer vor 38 Minuten / Bewertung:

    Entweder sind die Mitarbeitenden im Mobilitätsreferat ausschließlich im Homeoffice oder leiden unter Wahrnehmungsstörungen.
    Das Mobilitätsreferat hat seine Büroräume ja an besagter Stelle.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • penach vor 2 Stunden / Bewertung:

    Bewerbt Euch doch alle für die nächste Planungsphase, dann wird alles besser.
    Da spielen so viele unvorhersehbare und unplanbare Faktoren mit rein. Da bin ich mal gespannt.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • gubr vor 2 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von penach

    Da bin ich für die Stelle nicht geeignet. Ich habe weder ein grünrosa Parteibuch, noch bin ich Autohasser und gleichzeitig Schulabbrecher. Ich habe sogar studiert, bin aber Hetero und gendere nicht. Alles Voraussetzungen für diese Stellen unter der heutigen Stadtführung. Zudem, Was kann ein einzelner da ausrichten? Der würde von der Meute in Grund und. Boden überstimmt werden.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.