Dieb versteckt geklautes Motorrad in seinem Wohnzimmer und das liegt im dritten Stock
So eine Suzuki GS 500 E wiegt immerhin etwas über 170 Kilo. Auf der Straße mag das Bike ja ganz handlich sein, aber wie bekommt man so eine Maschine in einem Mietshaus bis rauf ins dritte Obergeschoss ins Wohnzimmer? Einem 40-Jährigen aus Pasing ist dieses Kunststück gelungen.
Ein Nachbar wundert sich über das Bike im Wohnzimmer
Am Sonntagmittag erhielt die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums eine nicht unbedingt alltägliche Mitteilung. Ein Zeuge behauptete, bei einem seiner Nachbarn in einem Mietshaus in Pasing stehe ein ausgewachsenes Motorrad mitten im Wohnzimmer. Der Nachbar lebe im dritten Obergeschoss. Der Zeuge betonte am Telefon, dass er die Maschine durch die etwas offenstehende Wohnungstüre sehen konnte.
Die Suzuki steht im dritten Stock des Mietshauses
Sofort machte sich eine Polizeistreife auf den Weg zu der Adresse. Sehr zum Erstaunen der Beamten stand in der Wohnung tatsächlich ein Motorrad im Wohnzimmer eines 40-Jährigen. Es handelte sich um eine Suzuki GS 500 E. Bei der anschließenden Überprüfung konnten die Beamten feststellen, so eine Polizeisprecherin am Montag, dass sowohl das Typenschild als auch das Kennzeichen des Motorrads abgeklebt worden waren. Der 40-Jährige konnte weder Papiere noch einen Kaufvertrag vorzeigen, was den Verdacht nahelegte, dass die Suzuki gestohlen worden war.
Mieter gerät in Erklärungsnot
Der 40-jährige Motorrad-Fan wurde festgenommen. Auf der Polizeiwache gab er zu, dass er das geparkte Bike am Samstag, 17.01.2026, gegen 1 Uhr nachts in der Berduxstraße gestohlen und dann in seine Wohnung geschafft hatte. Mit etwas Geschick war es ihm gelungen, die Maschine in den Hauslift zu schaffen und hoch in den dritten Stock zu fahren.
40-Jähriger war schon in der Psychiatrie
Das sichergestellte Motorrad wurde im Anschluss wieder an den rechtmäßigen Halter, einen Motorradfahrer aus Pasing, übergeben. Der hatte den Verlust seiner Maschine noch gar nicht bemerkt. Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 54 geführt. Der mutmaßliche Motorraddieb saß übrigens bereits in der Psychiatrie, was sein merkwürdiges Verhalten erklären könnte. Trotz des gestohlenen Motorrads im Wohnzimmer ist der Münchner nicht wieder in die Psychiatrie eingewiesen worden.
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