Die schlimmsten Fehler der Urlauber

Wer ohne Sorgen um sein Hab und Gut in den Urlaub starten will, sollte einiges beachten – und manches auf jeden Fall vermeiden. Viele machen es den Einbrechern nämlich ganz leicht.  
| Ralph Hub
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Ein gekipptes Fenster? Profi-Einbrecher überwinden dieses Hindernis binnen Sekunden.
az Ein gekipptes Fenster? Profi-Einbrecher überwinden dieses Hindernis binnen Sekunden.

Wer ohne Sorgen um sein Hab und Gut in den Urlaub starten will, sollte einiges beachten – und manches auf jeden Fall vermeiden. Viele machen es den Einbrechern nämlich ganz leicht

MÜNCHEN Mit dem Start der Sommerferien beginnt für Einbrecher die Hochsaison. Während die Münchner entspannt ihre Ferien am Strand genießen, plündern gut organisierte Banden ihre Wohnungen und Häuser. Dabei machen viele Opfer es den Gaunern besonders leicht.

Die AZ listet die schlimmsten Fehler auf – und Experten von Landeskriminalamt und Polizei geben Tipps, wie Sie vorbeugen können:

Facebook

Cocktails am Pool, plantschen im Meer. Viele lassen ihre Freunde via Facebook und anderen sozialen Netzwerken am Urlaubsspaß teilhaben. Doch Vorsicht: Auch Gauner können mitgucken. Mit etwas Geschick bekommen sie heraus, wo der Betreffende wohnt und statten ihm dann einen Besuch ab.

Tipp: Urlaubserlebnisse nur Freunden zugänglich machen – oder nach Rückkehr posten.

Anrufbeantworter

„Wir sind zwei Wochen in Griechenland“. Wer so eine Ansage auf seinem AB hinterlässt, kann den Einbrechern ebenso gut eine Einladung schicken.

Tipp: Neutrale Ansagen sind sicherer. Keinesfalls sollte man Grund und Dauer der Abwesenheit nennen.

Briefkasten

Sobald ein Postkasten überquillt, wissen Einbrecher, dass niemand zu Hause ist.

Tipp: Bitten Sie einen Bekannten, die Post zu sich zu nehmen. Auf jeden Fall sollte die Zeitung jeden Tag abgeholt werden. Vielleicht machen Sie einem Nachbarn eine Freude.

Balkon-Blumen/Garten

Wenn das Gras immer höher wird oder die Blumen auf dem Balkon oder Fensterkasten bereits die Köpfe hängen lassen, sieht das auch verdächtig nach Urlaub aus.

Tipp: Blumenkästen in die Wohnung holen. Freunde oder Verwandte fragen, ob sie sich grob um den Garten kümmern.

Ersatzschlüssel

Manche deponieren sicherheitshalber gerne einen Schlüssel in Garage oder Vorgarten. Gauner kennen diese üblichen Verstecke.

Tipp: Geben Sie den Schlüssel einem Nachbarn. Doch Vorsicht: Wenn der auch in Urlaub fährt, fallen bei einem Einbruch auch Ihre Schlüssel in die Hände der Einbrecher. Wichtig: Ziehen Sie niemals die Tür nur ins Schloss, das erleichtert das Aufbrechen extrem. Mindestens zweimal den Schlüssel rumdrehen. Auch die Fenster sollten niemals gekippt, sondern stets fest verschlossen sein.

 

Licht und Rollläden

Einbrecher baldowern ihre Ziele sorgfältig aus. Deshalb sollten Wohnungen immer so aussehen, als sei jemand Zuhause.

Tipp: Jalousien und Licht lassen sich über Zeitschaltuhren steuern. Unbedingt sollte man darauf achten, dass dabei die Zeiten variieren. Andernfalls riechen Gauner den Braten.

Auto und Radl

Gerade in kleinen Wohnsiedlungen fällt es sofort auf, wenn ein Auto tagelang auf dem selben Platz steht.

Tipp: Lieber nicht direkt vor dem Haus parken. Auch Fahrräder für die Urlaubszeit verräumen.

Außensteckdose

Manche haben auf Balkon oder Terrasse eine Steckdose.

Tipp: Unbedingt deaktivieren. Sonst liefert man den Einbrechern auch noch den Strom für die Einbruchswerkzeuge.

Safe

Kriminelle stehen auf leichte Beute. Schmuck oder Elektronik – Dinge, die sich leicht zu Geld machen lassen.

Tipp: Wertsachen wie größere Bargeldsummen, Münzen oder Schmuck unbedingt in einem Panzerschrank aufbewahren. Doch der sollte fest montiert sein, ein gewöhnlicher Möbelsafe ist kaum ein Hindernis.

Gefrierschrank

Haben Sie eine Alarmanlage, sollten Sie Ihren Gefrierschrank vor dem Urlaub leer machen. Klingt komisch – aber: Manchmal legen Einbrecher die ganze Stromversorgung lahm, um Alarmanlage und Überwachungskameras zu deaktivieren.

Tipp: Getrennte Stromkreise. Wenn die Alarmanlage am selben Stromkreis wie der Gefrierschrank hängt, erwartet Sie außer Ärger auch noch ein Haufen verdorbener Lebensmittel. Wie es vor ein paar Jahren bei einem griechischen Gastwirt passierte: Seine Kneipe war geplündert worden. Im Kühlraum gammelten bei seiner Rückkehr 200 Kilo Fisch vor sich hin.

 

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