Die Rucksack-Diebin ist gefasst

Einen Tag nachdem die Polizei das Foto veröffentlicht hat, konnte die Täterin ermittelt werden. Die erbeuteten 15.600 Euro konnten allerdings nicht aufgefunden werden.
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Mit diesem Foto suchte die Bundespolizei erfolgreich nach der Frau, die im Juni zwei fremde Gepäckstücke aus der S1 mitgenommen haben soll.
Bundespolizei Mit diesem Foto suchte die Bundespolizei erfolgreich nach der Frau, die im Juni zwei fremde Gepäckstücke aus der S1 mitgenommen haben soll.

Schneller Fahndungserfolg: Einen Tag nachdem die Polizei das Foto der S-Bahn-Diebin veröffentlicht hat, konnte die Täterin ermittelt werden. Die erbeuteten 15.600 Euro konnten allerdings nicht aufgefunden werden.

München -  Das ging richtig flott: Dank der Videobilder aus einer Überwachungskamera konnte die Polizei die Frau ermitteln, die in einer S 1 zum Flughafen Gepäck gestohlen haben soll. In einer Tasche lagen 15.600 Euro Bargeld.
Am 26. Juni fuhr ein Mann aus Landsberg am Lech mit der S-Bahn zum Flughafen. In der Fasanerie stieg der Mann kurz aus, um seiner Schwester am Bahnsteig eine Tüte zu übergeben. Plötzlich schlossen sich die Türen und der Zug fuhr ohne den 34-Jährigen weiter.

Zurück in der S-Bahn blieben ein großer schwarzer Koffer, in dem sich hauptsächlich Kleidung befand, sowie eine blaue Rucksacktasche mit 15 600 Euro und zwei neuwertige, teure Handys.

Die Videoauswertung durch die Bundespolizei ergab, dass unmittelbar nach der Weiterfahrt eine Frau das herrenlose Gepäck durchwühlte und anschließend damit am Bahnhof in Unterschleißheim ausstieg. Die Videokamera hat die mutmaßliche Täterin die ganze Zeit gefilmt.

Zwei der Bilder wurden am Dienstag veröffentlicht. Noch am selben Tag erhielt die Polizei den entscheidenden Hinweis auf die Verdächtige. Es handelt sich um eine 51-Jährige aus Unterschleißheim. Die Polizei hat inzwischen Kontakt zu der gebürtigen Syrerin. „Sie verweigert aber derzeit die Aussage“, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei.

Nach jetzigem Stand der Ermittlungen konnte die Verdächtige offenbar der Versuchung nicht widerstehen und hat den Fund einfach unterschlagen, statt ihn abzugeben. Wo das Gepäck und vor allem die knapp 16000 Euro abgeblieben sind, ist unklar.

Normalerweise werden Bilder aus Überwachungskameras in S-Bahnen nach 72 Stunden gelöscht. In diesem speziellen Fall durften die Aufnahmen zur Fahndung gespeichert werden, weil unmittelbar nach dem Diebstahl Anzeige erstattet worden war.  

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