Kommentar

Die Isar bietet Münchnern die perfekte Erholung bei der Hitze – wären da nicht diese Biester

Was gibt es bei dieser Hitze Besseres, als die Flucht ans Wasser? Und da München in diesem Bereich ja so einiges zu bieten hat, sind Badesachen seit Tagen mein fester Begleiter neben dem Laptop im Rucksack. Wäre da nicht dieses fiese Ding.
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Gepriesen seien die Städte, die einen Fluss ihr Eigen nennnen. Ohne Isar ist die Hitze in München schlecht ausuzhalten. Wäre da nicht diese fiese, kleine Kriebelmücke.
Gepriesen seien die Städte, die einen Fluss ihr Eigen nennnen. Ohne Isar ist die Hitze in München schlecht ausuzhalten. Wäre da nicht diese fiese, kleine Kriebelmücke. © imago

Bei diesen Temperaturen gehe ich so oft wie möglich meiner Leidenschaft nach: Der Abkühlung an der Isar. Blöd nur, ich bin damit nicht alleine. Und damit meine ich jetzt nicht die Massen an Münchnerinnen und Münchner am Flussufer, sondern: die Kriebelmücke. Wie es aussieht, teilen wir zwei dieselbe Leidenschaft, zu meinem Leid.

Relaxen an der Isar bis der Juckreiz kommt

Ist Ihnen das Ding auch schon begegnet? Unscheinbar, ein schwarzer Punkt in der Luft, der lautlos ohne Summen angreift. Auch sonst hat der Angreifer nichts von einer Mücke. Obwohl die Kriebelmücke so heißt, handelt es sich um eine Fliege. Und die sticht nicht, sondern sie beißt. Der Biss betäubt die Wunde, damit der biestige Blutsauger in Ruhe sein Mahl genießen kann. Der Juckreiz kommt erst später, dafür aber umso heftiger. Bloß nicht kratzen, sagt der Arzt. Der wurde wahrscheinlich noch nie von einer Kriebelmücke gebissen. Aber im Ernst: Sollte die Stelle rund um den Biss schnell auf Horrorfilmausmaße anschwellen und der Juckreiz zum Zwang wird, gehen Sie bitte doch zum Arzt. Und muss ich mich jetzt von der fiesen Fliege vertreiben lassen,  Isar adé? Ich denke nicht. Denn der Fiesling frisst wohl gerne in der Dämmerung.

Die Kriebelmücke breitet sich schon länger in Deutschland aus. Sie kann durchaus gefährlich werden. Jucken und Kratzen sollte vermieden werden. Geht die Schwellung durch Kühlung nicht zurück, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Die Kriebelmücke breitet sich schon länger in Deutschland aus. Sie kann durchaus gefährlich werden. Jucken und Kratzen sollte vermieden werden. Geht die Schwellung durch Kühlung nicht zurück, sollte man einen Arzt aufsuchen. © imago

Als ich letztens gegen 19 Uhr wieder einmal an der Isar lag, um nach einem Bildschirmtag den blauen Himmel zu genießen, schwirrten die Fieslinge schon über mir wie kleine Kamikazedrohnen. Bereit zum Angriff. Genau das ist der Zeitpunkt für den Rückzug. Aber: Am späten Abend sah es wieder besser aus. Die Kriebelmücke hat wohl kein Problem mit der Hitze und geht früh schlafen. 

Wie ist Ihre Erfahrung mit der Kriebelmücke in München? Schreiben Sie uns eine Nachricht an social@abendzeitung.de

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