Die große DTM-Renn-Sause im Olympiastadion

Wenn es nicht zu laut wird: Ab dem Frühjahr 2011 steigen DTM-Meisterschaften im Olympiastadion. Der Innenraum des Stadions wird dafür befestigt.
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Kurve um Kurve: DTM-Rennen gibt es bereits auf dem alten Reichsparteitagsgelände in Nürnberg – bald auch in München?
dpa Kurve um Kurve: DTM-Rennen gibt es bereits auf dem alten Reichsparteitagsgelände in Nürnberg – bald auch in München?

MÜNCHEN - Wenn es nicht zu laut wird: Ab dem Frühjahr 2011 steigen DTM-Meisterschaften im Olympiastadion. Der Innenraum des Stadions wird dafür befestigt.

Nach den Kickern kommen jetzt die rasenden Boliden: Wenn alles klappt, dann werden künftig einmal im Jahr im Münchner Olympiastadion Deutsche Tourenwagen-Meisterschaften (DTM) stattfinden. Der Aufsichtsrat der Olympiapark-Gesellschaft hat dafür grünes Licht gegeben (gegen die Stimmen der Grünen-Vertreter).

Ein Startzeichen unter Vorbehalt: Das Rennen muss genehmigungsfähig sein. Und: Es darf mit der Lärmbelastung die Olympischen Winterspiele 2018 nicht gefährden. Hintergrund: Wenn München den Zuschlag für die Winterspiele 2018 bekommt, dann wird neben dem Olympiapark an der Dachauer Straße ein Olympisches Dorf gebaut. Aber nur, falls die Lärmbelastung aus dem Olypark nicht zu groß ist. Jetzt ist die Frage: Wieviele Konzerte gibt es im Stadion, so dass der Lärm aller Veranstaltungen nicht zu viel wird?

Der Olympiapark hofft auf drei Millionen Euro Einnahmen.

Das erste Rennen des DTM-Zirkus in München wäre im Frühjahr 2011. Die Veranstalter rechen mit 60000 Besuchern. Und der Olympiapark hofft auf drei Millionen Euro Einnahmen. „Das ist eine extrem werthaltige Veranstaltung“, so Olympia-Sprecher Arno Hartung. In Nürnberg gibt es DTM-Rennen auf dem Reichsparteitagsgelände.

Haben die Rennwagen auch eine Umweltplakette? Immerhin fahren sie in der Umweltzone innerhalb des Mittleren Rings. Beim Rennen fahren immer nur zwei Autos im k.o.-System gegeneinander.

Mit den Autorennen kann ein weiterer Plan der Park-Gesellschaft verwirklicht werden: Den Untergrund der Arena unten zu befestigen. Der Plan: Auf die Spielfläche kommt ein fester Boden, auf dem ein Kunstrasen ausgerollt wird. Die Laufbahn wird asphaltiert – und wieder als Laufbahn bemalt. Dann sieht alles aus wie immer. Kosten: 2,5 Millionen Euro.

"Es wird immer schwerer, Veranstaltungen ins Stadion zu bekommen."

Mit den Einnahmen aus den Rennen kann sich der Olympiapark das eher leisten. Arno Hartung: „Dieser feste Boden erleichtert auch andere Großveranstaltungen, weil es weniger Schäden gibt und die Nutzungsmöglichkeiten viel besser werden.“

Es ist nicht der erste Motor-Sport im Olympiastadion: Dort waren schon Motorrad-Sandbahn-Weltmeisterschaften und StockCar-Renen. „Wir sind nicht aus Motorsportbegeisterung dabei“, sagt SPD-Fraktionschef Alexander Reissl: „Aber es wird immer schwerer, Veranstaltungen ins Stadion zu bekommen. CSU-Fraktionschef Josef Schmid meint: „Mit den Einnahmen kann das Stadion erhalten werden.“

Willi Bock

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