Die Ausgehtipps für den 24. Januar

Duran Duran, Hochhuts "Stellvertreter" und das Jerusalem Quartet. Lesen Sie hier die Ausgehtipps der AZ.
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Das untrügliche Gespür für Style verlernt man nicht. Heute schauen Duran Duran auf ihrer Welttournee in der Tonhalle vorbei.
Veranstalter Das untrügliche Gespür für Style verlernt man nicht. Heute schauen Duran Duran auf ihrer Welttournee in der Tonhalle vorbei.

Duran Duran und die Neuerfindung des Pop

Im Interview mit der Abendzeitung offenbarte Bassist John Taylor ganz neue Einblicke in das musikalische Konzept hinter Duran Duran: „Wir waren Punks. Punks hassten Disco. Aber in Chics Platte hörte ich Musik. Das klang nicht produzentengetrieben, sondern wie hungrige Kerle. Ich hörte sehr wenige Unterschiede zwischen einer Chic-Platte wie ,Everybody Dance’ und einer Sex-Pistols-Platte. Das hatte für mich dieselbe Art Energie.“
In den 80ern waren die Briten die Posterboys der Mädchenmagazine. 30 Jahre später ist die Zeit für eine Neubewertung der Band gekommen, die sich unter der Genrebezeichnung New Romantics wiederfand. Tatsächlich erlebte man hier ein heute selten beobachtetes Gespür für Popmusik, die immer nach vorne gedacht wird. Die erste englische Welle des Punk war Geschichte. Aber die einfache Gegenposition der Disco gab es nie. Duran Duran waren eine Band des Übergangs. „All You Need Is Now“ heißt ihr aktuelles Album, das im Sound die 80er und ihren Willen zur Avantgarde feiert.

Tonhalle (Kultfabrik), Grafinger Straße 6,
Beginn. 20.30 Uhr, Eintritt: 55 Euro, zzgl. Geb.,
Tel.: 54 81 81 81

 

Die heimliche Reise nach Paris

Weil er sich weigert, jüdische Musiker zu entlassen, darf der Dirigent des Bolschoi-Orchesters nurmehr als Putzmann arbeiten. Aber dann erfährt er von einer Einladung des Orchesters nach Paris – und macht sich mit seinen Kollegen heimlich auf die Reise. Heute zu sehen: der französische Film „Das Konzert“.

Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 1,
Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro

 

Hochhuts "Stellvertreter"

Christian Stückl inszeniert Rolf Hochhuts Stück „Der Stellvertreter“. 1963 thematisierte der Dramatiker den problematischen Umgang von Papst Pius XII. mit dem Holocaust. Erwin Piscator hatte seinerzeit die Berliner Uraufführung inszeniert. Für die öffentliche Generalprobe heute Abend gibt es verbilligte Eintrittskarten.

Volkstheater, Brienner Straße 50,
Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 6 Euro,
Tel.: 523 46 55, www.muenchner-volkstheater.de

 

Jerusalem Quartet

Als Exporteure der europäischen Klassik haben sie es nach Amerika geschafft, sich auf ihrer Tour von New York über Chicago, Los Angeles, Philadelphia, Cleveland bis Washington gespielt. Als junges Streichquartett musiziert sich das Jerusalem Quartet seit seiner Gründung 1993 in Jerusalem von Auszeichnung zu Auszeichnung. Im letzten Jahr erschien bei Harmonia Mundi ihr Mozart-Album. Der Österreicher ist diesmal allerdings nicht dabei. Auf dem Programm stehen heute Beethovens Streichquartett op. 18/2, Schostakowitschs Streichquartett op. 6 und – wie es sich für ausgewiesene Brahms-Experten gehört – Brahms Streichquartett op. 67 Nr. 3.

Herkulessaal, Residenzstraße 1,
Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 32,60 bis 58,30 Euro, zzgl. Geb.,
Tel.: 54 81 81 81, weitere Infos unter www.hoertnagel.de

 

Szene-Sound aus Helsinki

Der Name lässt es nicht vermuten, aber die French Films kommen aus Finnland – melancholischer Indie Rock.

Atomic Café, Neuturmstraße 5,
Beginn: 21 Uhr, Eintritt: 13 Euro,
www.atomic.de

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