"Und mittendrin eine Insel im Nichts": Der Stadtspaziergänger entdeckt Münchens Mini-Manhattan

Das "Bogenhausener Tor" ist das Ziel des Stadtspaziergängers – eine Hochhaus-Insel im Osten der Stadt
Sigi Müller |
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Bogenhausener Tor: die Metall- und Glas-Fassade im Detail.
sigi mueller 9 Bogenhausener Tor: die Metall- und Glas-Fassade im Detail.
Die Türme von unten: Bis zu 83 Meter geht’s hier in die Höhe.
sigi mueller 9 Die Türme von unten: Bis zu 83 Meter geht’s hier in die Höhe.
Ein gelungener städtebaulicher Schlusspunkt im Osten der Stadt.
sigi mueller 9 Ein gelungener städtebaulicher Schlusspunkt im Osten der Stadt.
München leuchtet: Die Hochhäuser vom Bogenhausener Tor, auch „Bavaria Towers“ genannt, glänzen im Sonnenlicht.
sigi mueller 9 München leuchtet: Die Hochhäuser vom Bogenhausener Tor, auch „Bavaria Towers“ genannt, glänzen im Sonnenlicht.
Bauarbeiten mit Blick auf den Mond in der Riedenburger Straße.
sigi mueller 9 Bauarbeiten mit Blick auf den Mond in der Riedenburger Straße.
Wildes und Buntes an der Truderinger Straße: Im Hintergrund sind die ehemaligen Telekom Towers in Berg am Laim zu erkennen.
sigi mueller 9 Wildes und Buntes an der Truderinger Straße: Im Hintergrund sind die ehemaligen Telekom Towers in Berg am Laim zu erkennen.
Wohn- und Ladenstraße am Ende der Einsteinstraße: Kurz danach geht’s auf die Riemer Autobahn A94.
sigi mueller 9 Wohn- und Ladenstraße am Ende der Einsteinstraße: Kurz danach geht’s auf die Riemer Autobahn A94.
Direkt an der schmucklosen Truderinger Straße nach dem Bogenhausener Tor: ein kleiner eingezäunter Bereich mit kleiner Bank und Marterl.
sigi mueller 9 Direkt an der schmucklosen Truderinger Straße nach dem Bogenhausener Tor: ein kleiner eingezäunter Bereich mit kleiner Bank und Marterl.
AZ-Stadtspaziergänger Sigi Müller.
Sigi Müller 9 AZ-Stadtspaziergänger Sigi Müller.

Vor Jahren bin ich mal mit dem Heißluftballon über die Wolkenkratzer, damals noch im Bau, des Bogenhausener Tors (Bavaria Towers) gefahren und konnte den großen neuen Komplex von oben anschauen. Wie eine Insel im Osten der Stadt – ein Mini-Manhattan. Nun wollte ich mal schauen, wie es heute dort aussieht.

Oft fährt man da ja mit dem Auto vorbei, auf der Einsteinstraße stadtauswärts, kurz vor der Autobahn nach Riem. Vor den Hochhäusern teilt sich ja die Strecke – und es geht rechts in die Truderinger Straße, links auf die A94. Wenig Zeit zum Anschauen. Also eigentlich nicht der klassische Spazierweg.

Früher Luxus-Taschen, heute Hotel

Zunächst durch den Leuchtenbergtunnel zur Einsteinstraße. Die Autos rauschen auf dem Ring vorbei und im Tunnel ist es laut. Vor dem Tunnel, auf der rechten Seite, sieht man noch die bunten Farben der Künstlerin Janine Mackenroth an der Mauer. Im Tunnel geht es – auf beiden Seiten – dann auch die Treppen hoch, zur S-Bahnhaltestelle Leuchtenbergring.

Nach dem Tunnel das ehemalige Gebäude von MCM. Noble Taschen kamen von hier. Mittlerweile ist es in ein Hotel umgebaut. Danach "Das Einstein", das ehemalige Stahlgruber Center. Rechts in die Einsteinstraße. Auf der linken Seite stehen mehrstöckige Wohnhäuser, im Erdgeschoss allerlei Geschäfte. Zur Rechten beginnt das lang gezogene Gelände des Straßenbahnbetriebshofs. Am Ende der Straße kann man schon die Gebäude des Bogenhausener Tors sehen. Busse und Straßenbahnen rumpeln vorbei und bald bin ich am Ziel angelangt. Zunächst gehe ich links vorbei, neben mir beginnt die Autobahn, bis zu einer Treppe hinunter zur Riedenhofer Straße. Gebaut wird noch im Industriegebiet gegenüber. Neben der Straße blühen die ersten Frühlingsblumen und auch die Haselnusssträucher.

Eine kleine Insel im Nichts: Ein Marterl

Ich schlendere noch ein Stück links die Truderinger Straße entlang, oben auf dem Damm rauscht gerade eine S-Bahn vorbei und unten wird es eher fad. Gerade als ich umkehren will, entdecke ich direkt an der Straße ein Marterl, in einem Gärtchen mit einer kleinen Bank. Eine kleine Insel im Nichts. Warum es genau hier steht, konnte ich leider nicht feststellen.

Ich mache mich auf den Rückweg, fotografiere die Glaspaläste von dieser Seite. Nicht der übliche Spaziergang, man kann mal vorbeischauen, aber für die nächsten Jahre habe ich diese Ecke für einen Stadtspaziergang ganz sicher nicht mehr auf dem Zettel.

In diesem Sinne eine schöne Woche,

Ihr Sigi Müller

 

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