Demo geplant: Streit um die Eisbachwelle geht auf die Straße

Bei der verschwundenen Eisbachwelle im Englischen Garten will einfach keine Ruhe einkehren. Erst letzte Woche hat die Stadt München mit einer Allgemeinverfügung das Surfen total verboten, was beim Surf Club München und der Surf-Community alles andere als gut aufgenommen wurde.
In einem offenen Brief reagierten die Surfer mit Unverständnis auf das Surfverbot und stellten klar, dass die Surfer und Surferinnen bei einem gemeinsamen Treffen mit Vertretern der Stadt niemals darum gebeten hätten, das Surfen auf der Eisbachwelle einzustellen. Es wurde die unverzügliche Aussetzung der Allgemeinverfügung vom 10. Februar 2026 gefordert. Die Stadt zeigte sich verwundert, ob der getroffenen Aussagen. "Sie widersprechen den Aussagen, die die Vertreter*innen der Surf-Community im gemeinsamen Gespräch im Rathaus am vergangenen Freitag, 6. Februar, getätigt haben", heißt es in einer Mitteilung des Referats für Klima- und Umweltschutz (RKU).
Eisbachwellen-Demo am 1. März geplant
Die Debatte um die Wiederherstellung der Eisbachwelle geht nun in die nächste Runde und dabei vom Wasser auf die Straße. So ist am Sonntag, 1. März 2026 von 14 bis 18 Uhr eine Demo an der Brücke der Eisbachwelle geplant. Das Thema der Versammlung, die von einer Privatperson veranstaltet wird, lautet „Wir wollen wieder surfen dürfen!“ Die Veranstalterin erwartet 500 bis 1000 Teilnehmende, so das Kreisverwaltungsreferat (KVR) auf AZ-Anfrage. Die Versammlungsanzeige selbst befindet sich noch in Prüfung.

In einer Mail teilt der Surf Club München mit, dass er zwar nicht Veranstalter der Protestaktion sei, diese aber zu 100 Prozent unterstütze. "Es wird langsam klar, dass nicht nur Rebellen-Surfer wie wir genannt wurden, gegen dieses Verhalten der städtischen Verwaltung vorgehen, sondern immer mehr normale Bürger dieses kafkaeske Behördenvorgehen im Sinne des Verbots und Verwaltungsirrsinns nicht mehr hinnehmen wollen. Die Politiker allen voran Herr Reiter versprechen viel und Ihre Referate speziell das RKU machen das Gegenteil, bis zum aktuellen Surfverbot. Kurioserweise wird noch unterstellt wir wären mit einem Surfverbot einverstanden", heißt es in dem Schreiben weiter. "Langsam machen wir uns als München ähnlich lächerlich wie Berlin. Wir zerstören ein Münchner Wahrzeichen und das Besondere in dieser Stadt mit Vorschriften und Bürokratie."

Eisbachwelle schon Thema bei Faschingsumzügen
Mittlerweile schlägt das Thema auch über die Grenzen Münchens hinaus Wellen. So war die Eisbachwelle bei verschiedenen Faschingsumzügen, z. B. in Bichl (Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen) oder Pforzen (Lkr. Ostallgäu) ein Thema, wie Bilder eines Umzugswagens zeigen.