Demo für mehr Klimaschutz: Riesige Wasserschlacht am Stachus geplant

Am Samstag soll am Stachus die größte Wasserschlacht Münchens stattfinden. Was nach Spaß klingt, hat allerdings einen ernsten Hintergrund.
von  André Wagner
Am Münchner Stachus soll am Samstag eine riesige Wasserschlacht stattfinden.
Am Münchner Stachus soll am Samstag eine riesige Wasserschlacht stattfinden. © iStock/manfredxy

Wer am Samstagnachmittag (15. August) zu Fuß am Stachus unterwegs ist, könnte unter Umständen nass werden. Von 13 bis 14 Uhr soll dort, im Herzen der Stadt, Münchens oder vielleicht sogar Deutschlands größte Wasserschlacht stattfinden, so sagt es zumindest der Initiator. Bei zu erwartenden Temperaturen über der 30-Grad-Marke sicherlich keine schlechte Idee. 

Die Idee dazu entspringt unter anderem dem Kopf des Münchner Content-Creators Daniel Tonnar Leyva, der unter seinem Pseudonym "dailydaniel0" im vergangenen Winter von sich reden machte, als er zu einer spontanen Schneeballschlacht vor den Pinakotheken aufrief. Aufgrund fehlender Anmeldung und Erlaubnis zog diese Aktion damals juristische Folgen nach sich.

Große Wasserschlacht am Stachus geplant

Die nun geplante Wasserschlacht am Stachus hat allerdings auch einen ernsten Hintergrund. Denn sie ist Teil einer Demo für mehr Klimaschutz unter dem Motto "Munich Splash gegen den Klima-Crash: Ihr grillt uns – wir kühlen uns ab!"

"Die extremen Temperaturen dieses Sommers sind das Ergebnis einer Klimapolitik, die lieber fossile Konzerne schützt als Menschenleben. Wir spüren gerade alle, wie große Öl-, Gas- und Kohlekonzerne die Sommer mehr und mehr zur unerträglichen Hitzehölle machen, gleichzeitig tanzt die deutsche Politik nach ihrer Pfeife", erklärt Daniel Tonnar Leyva den Anlass für die Demo und die Wasserschlacht, für die er auf Instagram schon reichlich Werbung macht.

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Klimaschutz-Demo am Stachus: 500 Teilnehmer werden erwartet

Angemeldet wurde die Demo beim KVR von der Stadtratsfraktion der Münchner Linken, insgesamt werden rund 500 Teilnehmer erwartet. 

Mit der Demonstration möchten die Organisatorinnen und Organisatoren nicht nur Gemeinschaft stiften, sondern auch zu mehr Beistand und Solidarität in der gesamten Gesellschaft aufrufen. Als Beispiel werden ältere, vorerkrankte Menschen genannt, die in ihrer zu heißen Wohnung gefährdet sind. Für Daniel Tonnar Leyva und die anderen Organisatoren ist dies ein Weckruf für alle, nach ihren Nachbarinnen und Nachbarn zu sehen, Hilfe anzubieten und eine aktive, rücksichtsvolle Nachbarschaft aufzubauen. 

Bei der Kundgebung am Stachus werden unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Klima- und Sozialinitiativen sprechen, so auch Saadat Amiri-Sharistani von der Initiative "Ein Herz für Afghanistan".

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