Demo! Das Klinik-Personal geht auf die Straße

Am Donnerstag wollen sich Mitarbeiter der städtischen Krankenhäuser zu einer Kundgebung treffen. Verdi sagt, die seien „an ihren physischen und psychischen Grenzen angelangt“
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Ähnliche Bilder wie dieses hier aus dem Jahr 2006 können morgen wohl vorm Schwabinger Krankenhaus entstehen.
Imago Ähnliche Bilder wie dieses hier aus dem Jahr 2006 können morgen wohl vorm Schwabinger Krankenhaus entstehen.

Am Donnerstag wollen sich Mitarbeiter der städtischen Krankenhäuser zu einer Kundgebung treffen. Verdi sagt, die seien „an ihren physischen und psychischen Grenzen angelangt“

München - Die städtischen Kliniken sind bekanntermaßen schwer angeschlagen. Unter den Therapieversuchen haben offenkundig auch die Beschäftigten der Krankenhäuser zu leiden. Jetzt ruft Verdi zu einer Kundgebung auf: Am morgigen Donnerstag um 16 Uhr sollen die Mitarbeiter sich vorm Klinikum Schwabing treffen – zu einer Art öffentlichem Hilfeschrei.

„Die unzureichende Finanzierung der Krankenhäuser und die bisherigen Sanierungsmaßnahmen des Städtischen Klinikums führen zu einer nicht mehr zu tolerierenden Belastung der Beschäftigten“, heißt es bei der Gewerkschaft. Viele Beschäftigten seien an ihren physischen und psychischen Grenzen angelangt, Schlafstörungen keine Seltenheit mehr. „Wenn 200 Beschäftigte kommen, wäre es ein erstes, wichtiges Zeichen“, findet der Münchner Verdi-Chef Heinrich Birner. Wer teilnimmt, hätte sonst eigentlich frei.

Der Personalabbau in den vergangenen zwei Jahren sei „planlos“ verlaufen, kritisierte Verdi gestern via Pressemitteilung. „Statt Ablaufprozesse zu optimieren und Synergieeffekte zu nutzen, wurden frei werdende Stellen einfach nicht mehr besetzt.“

Die Klinikums-Geschäftsführung wies den „pauschalen Vorwurf“ zurück. Richtig sei zwar, dass zur Abwendung einer Insolvenz die Notbremse bei Personal- und Sachkosten gezogen worden sei. Ein Blick in aktuelle Stellenangebote des Unternehmens belege aber, dass die Notwendigkeit, Personal aufzubauen, gesehen werde. Und was ist mit der Verdi-Forderung, einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen über 2014 hinaus zu erklären? „Dieser Forderung kann die Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachkommen.“

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