Dem Bauboom zum Trotz: 13 Fledermausarten in München

Münchens Fledermäuse halten sich trotz vieler Bauprojekte erstaunlich gut. Die Arten sind weitgehend stabil. Wie Ehrenamtliche die Nachtjäger schützen – und wie Besucher in Parks informiert werden.
AZ/dpa |
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Der Kleinabendsegler ist eine stark gefährdete Fledermausart. (Archivbild)
Der Kleinabendsegler ist eine stark gefährdete Fledermausart. (Archivbild) © Carolin Scholz/Leibniz-IZW/dpa

Mitten in München leben weiter viele, teils seltene oder bedrohte Fledermausarten. Gezielte Schutzmaßnahmen zeigten Wirkung, teilte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mit. In der Stadt hielten sich stabil 13 Fledermausarten. Das sei angesichts des zunehmenden Verlusts von Lebensräumen in einem dicht besiedelten Ballungsraum ein positives Signal.

Fledermäuse willkommen: Zwei Parks in der Au und in Johanneskirchen

Im vergangenen Jahr wurden laut LBV mit Unterstützung der Stadt zwei "Fledermaus-freundliche" Parks in den Stadtteilen Au und Johanneskirchen eröffnet. Dort konnten bereits neun Arten nachgewiesen werden, darunter der in Bayern stark gefährdete Kleinabendsegler.

Diese Art sei im Sommer über Fledermaus-Detektoren, die Rufe der Tiere analysieren, in der Au entdeckt worden.

Schutzräume zwischen Wohnblocks und Grünflächen

Fledermauskästen bieten den Tieren in den Parks oder an anderen geeigneten Stellen Unterschlupf, etwa wo es nicht genug Baumlöcher oder andere Quartiere gibt. Außerdem gebe es Überwinterungs- und Wochenstubenkästen.

Infotafeln machen die Menschen aufmerksam. Mit Bauberatung werde dafür gesorgt, dass schon beim Neubau oder bei der Sanierung und Modernisierung von Gebäuden auf Rückzugsmöglichkeiten für Fledermäuse geachtet werde.

Fledermäuse und ihre Quartiere stehen unter Schutz

Teils würden extra Blühwiesen mit nachts blühenden Pflanzen angelegt – diese lockten nachtaktive Insekten an, die wiederum den Fledermäusen als Nahrung dienten. Mit einer Kartierung werde dafür gesorgt, dass Quartiere der Tiere erfasst würden – um die schützen zu können.

Fledermäuse stehen genau wie ihre Quartiere unter Schutz. Allein bei der ersten Sommerquartiersuche wurden zehn noch unbekannte Quartiere mit bis zu 99 Tieren pro Unterschlupf entdeckt, wie der LBV mitteilte.

Hilfe für die Schwächsten der Nacht

Auch die Versorgung verletzter und verwaister Tiere in ehrenamtlichen Auffangstationen spielt eine wichtige Rolle. "Mehr als 400 Fledermäuse, davon fast 300 Jungtiere, konnten wir im letzten Jahr aufpäppeln und größtenteils schon wieder auswildern", berichtet Christina Schneider, Vorstandsvorsitzende des LBV München, die selbst solche Fledermäuse betreut. Die meisten konnten demnach wieder ausgewildert werden.

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  • FRUSTI13 vor 28 Minuten / Bewertung:

    Kann man auch bei uns in Laim hin und wieder sehen!

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  • Smb vor einer Stunde / Bewertung:

    Und welche Arten sind das?

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