Decken herabgestürzt - Schul-Pavillons gesperrt

Am Dienstag krachten im Schulzentrum in der Gerastraße Deckenplatten runter. Unterricht kann dort derzeit nicht stattfinden. Auch die baugleichen Container des Wilhelmsgymnasiums wurden vom Baureferat vorsorglich gesperrt.
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Viele Schulen müssen zurzeit wegen der Schulbau-Offensive in solche Container-Pavillions umziehen. Wegen Sicherheitsmängeln wurden am Donnerstag zwei Gebäude vom Baureferat gesperrt.
Daniel von Loeper Viele Schulen müssen zurzeit wegen der Schulbau-Offensive in solche Container-Pavillions umziehen. Wegen Sicherheitsmängeln wurden am Donnerstag zwei Gebäude vom Baureferat gesperrt.

München - Die Schüler dürfte es freuen - an Unterricht ist im Mittwoch im Schulzentrum an der Gerastraße nicht zu denken. In einem Klassenzimmer des Ausweichquartiers der Schule haben sich am Dienstag mehrere Akustikplatten aus der Decke gelöst. Wie die "SZ" berichtete, geschah der Vorfall in der Mittagspause, so dass glücklicherweise niemand verletzt wurde. Dennoch hat das Baureferat den Container-Bau vorsorglich gesperrt. Betroffen ist ebenfalls das Wilhelmsgymnasium, dessen Ausweichquartier eine baugleiche Anlage ist. Auch dieses Gebäude darf nicht mehr betreten werden. Inzwischen steht die Schadensursache fest.

Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, haben Belastungstests in mehreren Klassenräumen haben, dass die Verschraubung der Aufhängekonstruktion, in der die Akustikplatten eingehängt sind, zu schwach ist. Um die Aufhängekonstruktion zu entlasten, hat das Baureferat in Abstimmung mit dem Sachverständigen veranlasst, die zirka 9.000 Akustikplatten in sämtlichen Schulräumen der beiden betroffenen Pavillonanlagen zu entfernen.

Die arbeiten sollen spätestens am Montag abgeschlossen sein. Zusätzlich will das Baureferat alle vergleichbaren Konstruktionen von Akustikdecken auch anderer Lieferfirmen in den städtischen Schulpavillons gutachterlich überprüfen lassen

Wegen Generalsanierungen im Zuge der Schulbau-Offensive müssen zurzeit einige Schulen in Container ausweichen. 42 Schulen mit mehr als 300 Klassenzimmer und 80 Aufenthaltsräume sind ab 2016 in mobilen Pavillons untergebracht. Insgesamt über 6000 Schüler werden dann davon betroffen sein. Die Sicherheitsmängel in den mobilen Pavillons sollten spätestens bis dahin behoben worden sein.

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