Elektroauto laden in München: So steht Bayerns Landeshauptstadt im Ranking

Umsteigen auf ein Elektroauto? Klingt gut, wenn da nicht das Problem mit den wenigen Ladesäulen wäre. Laut einer Studie von Here Technologies und SBD Automotive aus dem September ist das für Deutsche nach der Reichweite der größte Nachteil der E-Mobilität.
Doch (Ober-)Bayern holt auf – ganz vorne mit dabei: München. Die Stadt ist auf Rang drei der kreisfreien Städte mit der höchsten Dichte an Ladepunkten – nur Stuttgart und Regensburg liegen hier weiter vorne. Das hat 1Komma5°, ein Anbieter für Erneuerbare Energien, berechnet.
Demnach gibt es in München knapp 1180 Ladepunkte je 100 Quadratkilometer, rund 160 sind sogar Schnellladesäulen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von knapp 20 Prozent.
Ladesäulen: Landkreis Freising wächst am stärksten
Innerhalb des Freistaats geht es besonders in Oberbayern spürbar voran. Am stärksten wuchsen die Landkreise Freising (plus 67 Prozent), Ebersberg (plus 39 Prozent); Pfaffenhofen an der Ilm (plus 37 Prozent), Garmisch-Partenkirchen (plus 33 Prozent), Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach (beide plus 29 Prozent). Auf mehr als 100 Ladepunkte je 100 Quadratkilometern kommen abseits vom Landkreis München (rund 220) auch Fürstenfeldbruck (rund 112) und Freising (rund 110).

Jannik Schall, Mitgründer von 1Komma5°, gibt aber zu bedenken: "Die Ladeinfrastruktur wächst ungleichmäßig. Während Metropolen dicht versorgt werden, sieht es in kleinen Städten und ländlichen Regionen weniger gut aus." So ein Fall ist etwa der Landkreis Weilheim-Schongau mit mageren 36 Ladesäulen je 100 Quadratkilometer – und obendrein geht der Ausbau mit acht Prozent Zuwachs nur schleppend voran.
E-Auto-Prämie: Bereits 100.000 Antragsteller
Ein weiterer Knackpunkt an E-Autos sind die hohen Anschaffungskosten. Dementsprechend beliebt ist die im Mai freigeschaltete Prämie, die laut Regierungsangaben bisher an 100.000 Antragsteller ausgezahlt wurde. Die Höhe des staatlichen Zuschusses hängt von Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße ab und kann bei bis zu 6000 Euro liegen. Die vorhandenen Fördermittel von insgesamt drei Milliarden Euro reichen nach Regierungsangaben für geschätzt 800.000 geförderte Fahrzeuge im Zeitraum von 2026 bis 2029.