77 neue Bäume für den Arnulfpark – so wappnet sich München gegen die Hitze 

Schluss mit verdorrtem Rasen: Das Baureferat pflanzt im Arnulfpark in diesem Frühjahr 48 neue Bäume und ersetzt 29 weitere. So soll die Schattenfläche mittelfristig mehr als verdoppelt werden. 
von  AZ
Der Arnulfpark ist eines der jüngeren Quartiere der Stadt, trotzdem gibt es hier nicht genug Bäume, wie dieses ältere Bild zeigt.
Der Arnulfpark ist eines der jüngeren Quartiere der Stadt, trotzdem gibt es hier nicht genug Bäume, wie dieses ältere Bild zeigt. © Imago

Die Stadt fit machen für den Klimawandel, für immer heißere Sommer – das ist schon lange Thema in der Stadtpolitik. Ein Mittel dazu: Mehr Bäume.

Nicht nur in der Innenstadt, auch in anderen Stadtbezirken pflanzt die Stadt daher neues Grün. In diesem Frühjahr zum Beispiel im Arnulfpark. Wie das Baureferat mitteilt, werden dort von Anfang März bis Ende Mai 48 neue Bäume gepflanzt werden. Weitere 29 Bäume kommen als Ersatzpflanzung für die gleiche Anzahl von Bestandsbäumen hinzu, die wegen geringer Vitalität gefällt werden müssen. Bei diesen Standorten wird auch die Bodenqualität des Wurzelraums verbessert und große Neupflanzungen vorgenommen.

Besonders viel gescholten: Diese Fläche vor der Freiheizhalle, der Rainer-Werner-Fassbinder-Platz.
Besonders viel gescholten: Diese Fläche vor der Freiheizhalle, der Rainer-Werner-Fassbinder-Platz. © Klaus Wagenhäuser/imago

Durch die insgesamt 77 Neu- und Ersatzpflanzungen gibt es im Park zukünftig mehr Schatten und Abkühlung. Durch das Wachstum der Bäume erhöht sich in den nächsten 15 Jahren die Verschattung der Parkfläche durch die Baumkronen von aktuell 22 auf voraussichtlich über 40 Prozent.

Ausgewählte Arten für mehr Biodiversität

Im Sinne der Biodiversität pflanzt das Baureferat sechs unterschiedliche Baumarten: Feldahorn, Spitzahorn, Weißesche, Tulpenbaum, Wildbirne und Zerreiche. Sie bieten wertvolle Nahrungs- und Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten, erfüllen alle Kriterien klimawandelangepasster Gehölze und bieten durch ihre dichte Kronenstruktur viel Schatten.

Auch am Rasen wird gearbeitet werden. Alle Arbeiten werden voraussichtlich noch vor den Sommerferien abgeschlossen sein. Die Maßnahme wird im Programm „Förderung des natürlichen Klimaschutzes in Kommunen“ durch die KfW-Förderbank bezuschusst.

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