Das große Aufreißen

Anwohner sind genervt, Autofahrer stehen im Stau – und Touristen wundern sich: Es ist unglaublich, wieviel in dieser Stadt derzeit gebaut wird. Und es kommen noch ein paar richtige Brummer dazu
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Der Klassiker: Auch am Stachus wird natürlich weiter gebaut.
Petra Schramek Der Klassiker: Auch am Stachus wird natürlich weiter gebaut.

MÜNCHEN - Anwohner sind genervt, Autofahrer stehen im Stau – und Touristen wundern sich: Es ist unglaublich, wieviel in dieser Stadt derzeit gebaut wird. Und es kommen noch ein paar richtige Brummer dazu

Im Sommer wird aufgerissen, gegraben, gebohrt: In ganz München geben in diesen Wochen die Bauarbeiter den Ton an. Ob in der Innenstadt, in Haidhausen, Harlaching, Schwabing oder Sendling: Überall ertönt der Lärm von Kieslastern, Dampframmen und Presslufthämmern. Der städtische Baustellenbericht, der alle größeren Maßnahmen im öffentlichen Raum auflistet, erreicht derzeit Rekord-Umfänge.

In den nächsten Wochen und Monaten werden die Bautrupps sogar noch einen Zahn zulegen. Denn während der Sommerferien wird in der Stadt traditionell am eifrigsten gebuddelt und saniert. Ganz einfach, weil in dieser Zeit am wenigsten Verkehr herrscht.

Im August kommen noch richtige Brummer dazu: Im Rahmen des Konjunkturprogramms bekommen zunächst die Chiemgau-, Fürstenrieder- und Moosacher Straße einen neuen, lärmminderndem Asphalt. Und der Ring-Tunnel Südwest steht auch an.

Vier Brennpunkte hat die AZ zusammengestellt – aber es gibt natürlich noch viel mehr Staufallen: Frauenstraße, Gebsattelberg, Albert-Roßhaupter-Straße, Plinganser- und Pelkovenstraße sind nur ein paar Beispiele.

Der Baustellen-Hotspot dieses Sommers

Für Münchens Baustellen-Koordinator Richard Bartl (siehe Seite 2) ist der Stachus „die absolute Stauzone“ dieses Sommers. Die Fugen des Stachus-Bauwerks müssen saniert werden, mit erheblichen Auswirkungen auf den Verkehr. Seit gestern geht’s in Richtung Norden nur noch auf zwei Spuren, in Richtung Süden sind in die linke der zwei verbliebenen Fahrspuren massiver Rampen eingebaut. Umfahren am besten über Lindwurm- und Goethe- oder Herzog-Heinrich-Straße Richtung Hauptbahnhof – und zurück.

Am Marienhof geht derzeit gar nichts mehr

Die Innenstadt-Kaufleute, ihre Kundschaft und Gäste aus alle Welt stöhnen über diese Baustelle im Herzen der Stadt: Weil die Stadtwerke wegen des Umbaus der ehemaligen Residenzpost Fernwärmeleitungen umlegen müssen, ist das Gebiet zwischen Rathaus/Marienhof und Oper eine einzige Buddelei. Noch bis Ende August bleibt in der Residenzstraße zwischen Schrammerstraße und Maximilianstraße aber immerhin ein fünf Meter breiter gemeinsamer Rad- und Gehweg frei. Im Hofgraben ist zwischen Residenzstraße und Pfisterstraße eine Wechselverkehrsregelung mit Baustellenampel eingerichtet. Ausweichen ist hier extrem schwierig. Der beste Tipp: Wenn möglich das Gebiet meiden.

Neue Gleise in Haidhausen

Auch die Haidhauser hat’s heuer mit einer Großbaustelle erwischt. Im Bereich Einsteinstraße, Max-Weber-Platz, Innere Wiener Straße, Max-Planck-Straße, Kirchen-, Schloßstraße und Johannisplatz werden die Trambahn-Gleise erneuert. Bis Mitte September wird in mehreren Bauphasen gearbeitet, bis 12. Juli ist die Kirchenstraße zwischen Innere Wiener Straße und Johannisplatz dicht. Aus Richtung Berg-am-Laim am besten über Orleans- und Rosenheimer Straße ausweichen.

Dieser Berg bleibt bis August dicht

Am Harlachinger Berg setzt das Baureferat die Stützmauer instand, saniert in einem Aufwasch die Fahrbahn und baut den Geh- und Radweg aus. Bis Anfang August sind der Harlachinger Berg und die Siebenbrunner Straße deshalb für Autos gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können die Strecke auch während der Bauzeit benutzen. Umleitung: Über die Grünwalder und Candidstraße zur Brudermühlbrücke oder ab Candidplatz über die Schönstraße zur Thalkirchner Brücke.

Rudolf Huber

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