Das bietet die neue Schrannenhalle

Nicht überkandidelt, nicht laut, nicht unmünchnerisch: Besitzer Hans Hammer erklärt, was er zusammen mit Michael Käfer mit der Schrannenhalle vorhat.
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Die Schrannenhalle, unten der Pschorr und der angrenzende Viktualienmarkt. Nach dem Umbau soll der Bau für Fußgänger möglichst durchlässig sein
Mike Schmalz / Ronald Zimmermann Die Schrannenhalle, unten der Pschorr und der angrenzende Viktualienmarkt. Nach dem Umbau soll der Bau für Fußgänger möglichst durchlässig sein

MÜNCHEN - Nicht überkandidelt, nicht laut, nicht unmünchnerisch: Besitzer Hans Hammer erklärt, was er zusammen mit Michael Käfer mit der Schrannenhalle vorhat.

Hans Hammer war gekommen, um zu beruhigen. Keine Angst, so lautete die Botschaft des neuen Besitzers der Schrannenhalle, was wir planen, wird weder überkandidelt noch laut noch unmünchnerisch. Im Bezirksausschuss Altstadt-Lehel berichtete Hammer, was er – zusammen mit Michael Käfer – vorhat.

Bei Hammers Aufzählung, was man alles nicht machen will, fielen die Worte Disco, Event, Wiesn-Outlet, Großveranstaltung. Es soll zwar auch Kultur geben, aber überschaubar. Schwerpunkt ist die Markthalle, die der normale Münchner zum Einkaufen nutzen soll. „Es wird keine Hummer- und Champagnerhalle.“

In der Mitte der Halle soll es acht bis zehn Standareale geben, die maximal aus vier Teilen bestehen. Das bedeutet, höchstens 40 Mieter. Hammer beruhigte damit die Marktleute vom Viktualienmarkt. „Wir werden keine Konkurrenz machen, es wird weder den 15. Gemüsestand geben, noch eine Metzgerei.“ Statt dessen sollen es spezialisierte Lebensmittelangebote sein. „Zum Beispiel einen Stand, in dem es nur Essig gibt.“

Die Produkte sollen aus der Region kommen, „im weitesten Sinne“, erläuterte Hammer und erntete einige Lacher, als er bayerisch-imperialistisch von Parmaschinken und österreichischem Öl sprach.

Schon vorher wurden die Marktleute informiert, einige von ihnen meldeten Interesse an, selbst in die Schranne zu wechseln.

Am 1l. April beginnt der Umbau, Eröffnung ist im September 2011. Bis dahin soll die Halle „so transparent wie möglich“ sein, große Türen sollen den jetzigen Riegel in der City durchlässig machen.

Wichtig ist Hammer: Alle Märkte machen um 20 Uhr dicht. Ausnahme Michael Käfer: Zu den Ladenöffnungszeiten will er entsprechend dem Konzept Delikatessen verkaufen und zum Essen nur Kleinigkeiten im Stehen anbieten – wie frisch gebackenes Brot.

Nach 20 Uhr macht er dann ein „Marktrestaurant“ auf und stellt extra Tische auf. Allerdings, so Hammer, nur zwei bis dreimal pro Woche. Sonntag ist die Schranne zu – außer Käfer lädt vormittags im Marktrestaurant bei Jazz zum Brunchen. Wie andere kulturelle Angebote aussehen, ist noch unklar. Standlfrau und Marktvertreterin Elke Fett war zufrieden. „Wir sehen das positiv. Eine Schranne, die nicht läuft, bringt uns auch nichts.“ Tina Angerer

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