Darum wird es Freitagnacht in München vielerorts dunkel

München beteiligt sich erneut an der Earth Night. In der Nacht von Freitag auf Samstag wird bei zahlreichen Gebäuden und Denkmälern in der Stadt die Beleuchtung abgeschaltet.
von  André Wagner
Auch in diesem Jahr wird sich die Stadt München an der Earth-Night-Aktion beteiligen. (Archivbild)
Auch in diesem Jahr wird sich die Stadt München an der Earth-Night-Aktion beteiligen. (Archivbild) © Sven Hoppe (dpa)

Am Freitag, 11. September, findet die 7. Earth Night statt und auch die Stadt München wird sich erneut an dieser Aktion beteiligen und ein Zeichen gegen die Lichtverschmutzung setzen.

Zum Einbruch der Dunkelheit bleiben in der Nacht auf Samstag die öffentlichen Anstrahlungen von zahlreichen Gebäuden und Denkmälern in der Stadt ausgeschaltet, darunter unter anderem am Friedensengel, dem Siegestor, der Bavaria oder am Isartor.

Stadt ruft Bevölkerung und Unternehmen zur Teilnahme auf

Christine Kugler, Referentin für Klima- und Umweltschutz, ruft zudem die Münchner Bevölkerung und die zahlreichen Unternehmen in der Stadt dazu auf, sich an der Earth Night zu beteiligen. Kugler empfiehlt dazu, nicht dringend notwendige Außenbeleuchtungen auszuschalten und Jalousien zu schließen. "Mit der Earth Night setzen wir ein starkes Zeichen gegen Lichtverschmutzung und für den Schutz unserer biologischen Vielfalt. Zu viel künstliches Licht gefährdet Vögel und Insekten – das können wir gemeinsam ändern", so Kugler. 

Münchens zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs befürwortet die Teilnahme und erklärt die Wichtigkeit der Earth Night. "Wer nachts in München in den Himmel schaut, merkt schnell: Wirklich dunkel wird es bei uns kaum noch. Genau deshalb finde ich die Earth Night eine großartige Aktion. Sie macht auf die zunehmende Lichtverschmutzung in unseren Städten aufmerksam und darauf, welche Folgen zu viel künstliches Licht für Mensch und Natur haben kann", so die Grünen-Politikerin. Die künstliche Lichtverschmutzung verändere den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus und störe dadurch Tiere sowie Insekten.

"Die Stadt nimmt ihre Vorbildfunktion ernst"

Schon seit Jahrzehnten versucht die Stadt die Straßenbeleuchtung unter wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zu optimieren, erklärt Münchens Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer. Dabei werde, auch mit Blick auf Umwelt- und Insektenverträglichkeit, der stadtweite LED-Austausch vorangetrieben. "Die Stadt nimmt ihre Vorbildfunktion ernst", so Ehbauer.

München nahm schon an der Earth Hour 2026 teil

Bereits am 28. März beteiligte sich die Stadt München an der 20. Ausgabe der weltweiten Earth Hour. Damals wurde von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr für eine Stunde die abendliche Anstrahlung von elf Gebäuden und Statuen – darunter die Frauenkirche, der Friedensengel, das Rathaus sowie die Ruhmeshalle und die Bavaria – abgeschaltet. Auch der FC Bayern beteiligte sich an der Earth Hour und pausierte für eine Stunde die Beleuchtung der Allianz Arena.

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