CSU fordert: Radwege sollen besser geräumt werden

Im Winter ist Radeln gefährlich. Die CSU fordert deshalb, dass die Stadt mehr räumt und ein Radweg-Netz veröffentlicht.
| Christina Hertel
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Lieber absteigen: Im Winter kann Radfahren gefährlich sein.
Lieber absteigen: Im Winter kann Radfahren gefährlich sein. © Sven Hoppe/dpa

Das Fahrrad ist der Gewinner der Pandemie: Dieses Frühjahr waren in München ein Fünftel mehr Radfahrer unterwegs. Das zeigte eine Analyse des Bayerischen Rundfunks. Und auch im Winter steigen viele lieber aufs Rad statt in die U-Bahn. Doch sobald es schneit, kann das gefährlich werden.

Die CSU will das nun ändern und fordert, dass die Radwege auch im Winter besser geräumt werden. "München gilt als schneereichste Großstadt Deutschlands", schreibt die CSU in einer Pressemitteilung. Doch für Winterradler sei es leider noch nicht selbstverständlich, dass ihre Wege morgens und abends auf dem Arbeitsweg auch befahrbar sind.

Die Parallele zur Max-Born-Straße in Moosach. Unradelbar.
Die Parallele zur Max-Born-Straße in Moosach. Unradelbar. © Andreas Jakob/CSU

Radwege sollen zweimal täglich geräumt werden

Die CSU beantragt deshalb, dass die Stadt Radwege mindestens zweimal am Tag räumt. Außerdem soll die Stadt das Winter-Radwege-Netz auf muenchen.de so darstellen, dass der Fahrradfahrer schnell sieht, wo er fahren kann.

Andreas Schön, der Vorsitzende des ADFC, begrüßt diese Ideen. "Allerdings sind sie nicht neu", sagt er. Denn eigentlich habe der Stadtrat das alles bereits beschlossen. Nur an der Umsetzung hapere es. Grund ist aus Schöns Sicht, dass bei der Stadt das Personal fehlt, um die Radwege im Winter ordentlich zu räumen.

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Ähnlich sieht das die ÖDP: In den vergangenen Wochen habe die Partei einige Beschwerden über nicht geräumte Radwege erhalten, so steht es in einer aktuellen Anfrage der Partei. Deshalb will die ÖDP nun wissen, wie viel Personal dafür nötig wäre.

Eigentlich, so heißt es von der Stadt, geht in München der Standard für den Winterdienst auf Radwegen über die rechtlichen Anforderungen hinaus. Auf allen Radwegen wird laut Stadt innerhalb von drei Stunden nach dem Beginn des Schneefalls, ab einer Schneehöhe von drei Zentimetern, geräumt und gestreut.

Stadt München nutzt aus Umweltschutzgründen kein Streusalz

Alle baulichen Radwege sind in München zwei Kategorien zugeordnet. In der ersten befinden sich zirka 155 Kilometer hochfrequentierte Radverkehrsanlagen, die innerhalb von zwei Stunden geräumt werden. In der zweiten Kategorie sind zirka 775 Kilometer Radwege in Parkanlagen enthalten. Diese werden innerhalb von drei Stunden von Schnee befreit.

"Doch vor allem nahe den Stadtteil-Grenzen wird derzeit noch nicht zuverlässig geräumt", sagt CSU-Stadträtin Ulrike Grimm. Ähnlich sieht das Gudrun Lux von den Grünen: In den vergangenen Wochen habe es viele Radunfälle gegeben, weil es glatt war und "da und dort unzureichend geräumt wurde".

Auch in Allach, bei den Gleisen ist Radfahren schwer.
Auch in Allach, bei den Gleisen ist Radfahren schwer. © Andreas Jakob/CSU

Zumindest auf manchen Strecken könnte aus Sicht des ADFC Streusalz die Lösung sein. Dieses verwendet die Stadt wegen des Umweltschutzes nicht - anders als der Landkreis München. "Aber auf manchen Strecken wie auf der Donnersbergerbrücke wäre das kein Problem", sagt Schön.

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