CSU fordert: Der Viktualienmarkt soll endlich barrierefrei werden

Der Viktualienmarkt soll ein "Markt für alle sein". Im Stadtrat wird nun aufgrund von fehlender Barrierefreiheit über Umbauten des Markts diskutiert.
| Felix Müller
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Das Kopfsteinpflaster am Viktualienmarkt ist für Menschen, die schlecht zu Fuß sind, ein Hindernis.
Das Kopfsteinpflaster am Viktualienmarkt ist für Menschen, die schlecht zu Fuß sind, ein Hindernis. © Bernd Wackerbauer

München - Die CSU hat ein Faible für den Viktualienmarkt. Kommunalreferentin Kristina Frank ist bei der Stadt zuständig, der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Stefinger sucht die Öffentlichkeit, wann immer es einen Anlass zu Sorgen um den Markt gibt - und nun macht CSU-Stadtrat Hans Theiss den Markt wieder offiziell zum Rathaus-Thema.

CSU bringt Antrag zur Barrierefreiheit im Stadtrat ein

Sein Anliegen: Der Markt soll barrierefrei werden! Am Donnerstag wird Theiss einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat einbringen. Die anstehenden Sanierungen seien ein guter Anlass, "alte Sünden zu beheben, ohne gleich alte Stände abreißen zu müssen und den Viktualienmarkt endlich in jeder Hinsicht behindertengerecht zu gestalten", heißt es in dem Antrag.

Viktualienmarkt soll "Markt für alle sein"

Der Viktualienmarkt solle "ein Markt für alle sein", sagte Theiss gestern im Gespräch mit der AZ. Immer wieder gebe es aber Beschwerden von Besuchern, die schlecht zu Fuß oder auf den Rollstuhl angewiesen sind - so sei es zuletzt auch wieder im örtlichen Bezirksausschuss gewesen.

"Es wird höchste Zeit, dass der Viktualienmarkt behindertengerecht wird", sagte Theiss. "Vordringlich sind hier Toiletten, die auch behinderte Menschen problemlos nutzen können." Aber auch die Kopftsteinpflaster-Wege müssten "endlich behindertengerecht ausgebaut werden".

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Charme des Marktes soll erhalten bleiben

Ob der Markt mit solchen Umbauten nicht drohe, seinen Charakter zu verlieren? Das glaubt der CSU-Stadtrat nicht. "Ich bin überzeugt, dass das im Rahmen der Renovierung möglich ist, ohne den Charme des Marktes mit seinen schönen Ständen zu gefährden", sagte Theiss. Der Viktualienmarkt müsse und werde "im Zeitalter der Inklusion ankommen".

Nun soll das Kommunalreferat Vorschläge vorlegen, was genau zu tun ist - dann entscheidet letztlich der Stadtrat darüber.

 

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