Update

Coronavirus-News: Spahn will "epidemische Lage" beenden - kommt der Freedom Day?

Das Coronavirus beschäftigt München, Bayern und Deutschland weiterhin. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
von  AZ
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). © Kay Nietfeld/dpa

Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für teils drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.

Corona-News vom 18.10.2021

+++ Spahn will "epidemische Lage" beenden: Kommt der Freedom Day? +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für ein Auslaufen der sogenannten "epidemischen Lage nationaler Tragweite" ausgesprochen. Wie ein Ministeriumssprecher bestätigte, äußerte sich der CDU-Politiker entsprechend am Montag bei Corona-Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) stufe "das Risiko für geimpfte Personen als moderat ein", somit könne angesichts der aktuellen Impfquote die epidemische Lage am 25. November 2021 als bundesweite Ausnahmeregelung auslaufen und beendet werden, wurde Spahn der "Bild"-Zeitung zufolge von Teilnehmern zitiert. "Damit wird ein seit dem 28. März 2020 und damit mithin seit fast 19 Monaten bestehender Ausnahmezustand beendet."

Die Entscheidung über ein Ende der "epidemischen Lage nationaler Tragweite" liegt beim Bundestag. Das Parlament hatte sie erstmals im März 2020 zu Beginn der Pandemie festgestellt und danach immer wieder verlängert, zuletzt Ende August für drei Monate. Sie läuft aus, wenn sie vom Parlament nicht verlängert wird. Die "epidemische Lage" gibt Bundes- und Landesregierungen Befugnisse, um Verordnungen zu Corona-Maßnahmen oder zur Impfstoffbeschaffung zu erlassen.

Unklar ist, ob mit einem Auslaufen der "epidemischen Lage" automatisch eine Art "Freedom Day" mit einem Ende aller Beschränkungen käme, wie zuletzt immer wieder diskutiert wurde. Denn für Corona-Maßnahmen sind die Bundesländer selbst zuständig. Sie legen Abstands-, Veranstaltungs- und Maskenregeln jeweils in eigenen Verordnungen fest und schreiben diese regelmäßig fort.

+++ Corona macht mehr Stress +++

Die Corona-Pandemie ist vielen Menschen in Deutschland offensichtlich auf das Gemüt geschlagen. Nach einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage sank die Zahl der Optimisten in Deutschland bis zum Sommer stark, während das Stressempfinden ebenso deutlich zunahm.

Die Ergebnisse liegen allerdings schon etwas zurück: Das Umfrageinstitut Bilendi befragte im Juli im Auftrag der Versicherung Swiss Life gut 1.000 Erwachsene im Alter von 18 bis 79 Jahren. Demnach sagten 24 Prozent der Befragten, dass sie vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft blickten. In der Anfangsphase der Pandemie im Frühjahr 2020 war deren Zahl mit 44 Prozent sogar außerordentlich hoch gewesen, im Vorkrisenjahr 2019 waren es 37 Prozent. 


Corona-News vom 17.10.2021

+++ Urlauber kehren zurück: RKI-Chef Wieler warnt +++  

Lothar Wieler rechnet mit einem Anstieg der Infektionszahlen nach den Herbstferien. "Wir haben einerseits durch die geschlossenen Schulen kurzzeitig weniger Infektionen", sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts der Funke Mediengruppe. "Durch den Urlaubsverkehr wird es aber wieder zu mehr Infektionseinträgen aus dem Ausland kommen."

Im Sommer hätten bis zu 20 Prozent der gemeldeten Infektionen ihren Ursprung im Ausland gehabt. "Es wird auch jetzt wieder einen deutlichen Anstieg der Zahlen geben", mahnte Wieler. Je mehr sich das Leben in den kommenden Wochen in die Innenräume verlege, desto größer werde dieser Anstieg sein. "Wie hoch die Welle wird, hängt dann vor allem von der Impfquote ab."

+++ Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 72,7 +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Samstag 8.682 neue Positiv-Tests gemeldet, das sind 1.070 Fälle mehr als am Samstag vor einer Woche (7.612). Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland stieg am fünften Tag in Folge - von 70,8 am Freitag auf 72,7. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 17 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 94.618. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,37 Millionen Corona-Tests positiv aus.

+++ Münchner Virologe prognostiziert neue Welle +++

Der in diesem Herbst bislang milde Anstieg der Corona-Infektionen wird sich in den nächsten Monaten voraussichtlich erheblich beschleunigen. Das prognostiziert Oliver Keppler, Leiter der Virologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. "Im vor uns liegenden Herbst und Winter müssen wir von einer deutlichen Verschärfung des Infektionsgeschehens ausgehen. Unser Leben verlagert sich nach innen", sagte der Wissenschaftler der Deutschen Presse-Agentur.

Zu einer neuerlichen Verschärfung der Corona-Maßnahmen rät der Virologe nicht: "Grundsätzlich müssen wir in dieser Phase der Pandemie in verschiedenen Bereichen Lockerungen versuchen, um zu sehen, was gut vertretbar ist und wo man noch Hygienemaßnahmen oder Testungen zur Absicherung beibehalten muss."

Entgegen mancher Befürchtungen steht Deutschland nach Einschätzung des Virologen keine große gleichzeitige Grippewelle bevor. "Ich erwarte keine schwere Grippesaison", sagte Keppler. Weltweit seien Influenzaviren in der Bevölkerung durch die Corona-Hygienemaßnahmen weit zurückgedrängt worden. 


Corona-News vom 16.10.2021

+++ Arbeitgeberpräsident Dulger fordert rasches Ende der Corona-Hilfen +++

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat sich für ein rasches Ende der Wirtschaftshilfen in der Pandemie ausgesprochen. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag sagte er: "Die Corona-Hilfen sollten zum Jahresende auslaufen". Deutschland müsse zurück zur Normalität. Die Kurzarbeit allerdings würden einige Branchen "noch eine Weile brauchen - vielleicht auch über den Jahreswechsel hinaus. Sie ist ein gutes Instrument, um den Arbeitsmarkt stabil zu halten“, so Dulger weiter.

Insgesamt zeigte sich der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände zuversichtlich: "Wenn wir weiter gewissenhaft impfen, kommen wir auch gut durch den Winter. Was die konjunkturelle Lage angeht, ist Corona schon jetzt nicht mehr unser größtes Problem", so Dulger.

+++ Kinderärzte fordern Kinder und Jugendliche zu Corona-Impfung auf +++

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren eindringlich aufgefordert, sich gegen Corona impfen zu lassen. "Nachdem Daten von über zehn Millionen Kindern und Jugendlichen erhoben wurden, empfehle ich die Impfung den über 12-Jährigen heute allgemein und uneingeschränkt, ich werbe dafür so dringlich wie bei Erwachsenen", sagte Verbandspräsident Jörg Dötsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Die Risiko-Nutzen-Abwägung falle eindeutig zugunsten der Impfung aus.

Mit Blick auf die Corona-Situation in Schulen sagte Dötsch: "Wir wollen weiterhin keine Durchseuchung der Kinder - aber wir wollen auch unbedingt vermeiden, dass die Jüngsten nochmal unter den Folgen der Schulschließungen und der Isolationsmaßnahmen leiden müssen." Die Infektionszahlen seien "nicht mehr das Entscheidende, auch nicht dann, wenn sie regional sehr hoch sind."


Corona-News vom 15.10.2021

+++Umfrage: Mehrheit der Bundesbürger für 2G im Freizeitbereich +++

Einer aktuellen Umfrage zufolge ist die Mehrheit der Bundesbürger für eine Einführung der 2G-Regel (Geimpft oder Genesen) im Freizeitbereich. 61 Prozent Befragten gaben an, dass sie dafür seien, den Zutritt zu einer Veranstaltung, einem Restaurant oder einer kulturellen Einrichtung nur noch für Geimpfte und Genesene zu ermöglichen.

Wie aus der am Freitag in Köln veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Sender RTL und ntv hervorgeht, sind 34 Prozent der Befragten gegen eine 2G-Regel. In dieser Gruppe sind überdurchschnittlich viele Bürger die im Osten Deutschlands leben (46 Prozent) und Menschen zwischen 45 und 59 Jahren (43 Prozent). Zudem ist ein sehr großer Anteil der 2G-Gegner Anhänger der AfD (85 Prozent).

Für die Umfrage wurden im Zeitraum 12. und 13. Oktober 1.005 Menschen befragt.

+++ Kinderärzte rechnen schon bald mit Impfstoff für unter Zwölfjährige +++

Kinder- und Jugendärzte rechnen damit, dass es schon bald einen Corona-Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren geben wird. Jörg Dötsch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, sagte gegenüber der "Rheinischen Post", dass er noch in diesem Jahr eine Zulassung erwarte.

Allerdings werde die Ständige Impfkommission (Stiko) das Vakzin zunächst wohl nicht für alle unter Zwölfjährigen uneingeschränkt empfehlen, sondern zu Beginn nur für Risikopatienten mit schweren chronischen Vorerkrankungen wie z.B. Adipositas, eine angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression oder Trisomie 21.

Eine solche eingeschränkte Zulassung wäre "eine sehr gute und wichtige Verbesserung für die betroffenen Kinder und deren Familien", so der Direktor der Kinderklinik an der Uni-Klinik Köln.

Das Pharma-Unternehmen Biontech aus Mainz und US-Partner Pfizer haben nun auch in Europa eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder von fünf bis elf Jahren beantragt. Beide Unternehmen teilten am Freitag mit, dass sie der EU-Arzneimittelbehörde EMA die entsprechenden Daten zu den klinischen Untersuchungen übermittelt hätten.

+++ Flughafen München appelliert an Passagiere, mehr Zeit einzuplanen +++

Der Flughafen München hat an Reisende appelliert, aktuell mehr Zeit für den Check-In einzuplanen. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen aufwendigeren Kontrollen seien längere Schlangen zu erwarten, so Ingo Anspach, Sprecher des Flughafen München, am Freitag.

An diesem Wochenende werde sich das Passagier-Aufkommen in München voraussichtlich noch in Grenzen halten. In Bayern beginnen die Herbstferien erst am 30. Oktober, in anderen Bundesländern haben diese bereits begonnen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Geänderte Öffnungszeiten im Impfzentrum Riem +++

Wie die Stadt München am Freitag mitteilte, gelten im Impfzentrum Riem ab sofort geänderte Öffnungszeiten. Donnerstags, freitags und samstags bleibt das Impfzentrum geschlossen, an allen anderen Tagen ist von 9 bis 17.45 Uhr geöffnet, mittwochs sogar bis 21 Uhr. 

+++ Manche Bereiche: Pflicht zur Kontaktdatenerfassung entfällt +++

In Gastronomie und Kultur und auch in vielen weiteren Bereichen in Bayern entfällt ab sofort die bisherige coronabedingte Pflicht zur Kontaktdatenerfassung. Von diesem Freitag an müssen Kunden und Besucher keine persönlichen Daten mehr angeben.

Kontaktdaten müssen laut Kabinettsbeschluss vom Dienstag nur noch in Schwerpunktbereichen "mit hohem Risiko von Mehrfachansteckungen (Spreading)" erfasst werden. Dazu zählen demnach alle geschlossenen Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen, Clubs, Diskotheken, Bordelle "und vergleichbare Freizeiteinrichtungen" sowie gastronomische Angebote mit Tanzmusik.

Corona-News vom 14.10.2021

+++ RKI: Teils sehr hohe Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. In acht Landkreisen liege die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen bei mehr als 500, twitterte das RKI am Donnerstagabend zu einer Auswertung im neuen Corona-Wochenbericht. Nähere Angaben zu den Landkreisen und deren jeweiligen Zahlen wurden nicht gemacht, auf einer Karte waren Kreise aber entsprechend eingefärbt.

+++ Dauerhafte Impf-Station auf der Theresienwiese +++

Auf der Theresienwiese gibt es ab Montag, 18. Oktober, eine neue dauerhafte Station, bei der man sich gegen Corona impfen lassen kann. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Sie befindet sich im Behördenhof, also der Wiesn-Wache, neben dem Schnelltestzelt. Dort können bis zu 500 Impfungen am Tag durchgeführt werden.

+++ Wegen Corona? 2020 zogen weniger junge Menschen in die Stadt +++

Ende vergangenen Jahres lebten in Deutschland knapp 24,5 Millionen Menschen in kreisfreien Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das waren rund 29,4 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete. Dabei setzte sich das seit 2011 festgestellte Wachstum der Stadtbevölkerung von 0,7 Prozent pro Jahr nicht fort. Sowohl bei Umzügen innerhalb Deutschlands - der sogenannten Binnenwanderung - als auch bei Zu- und Fortzügen aus dem beziehungsweise in das Ausland waren Rückgänge zu beobachten.

Besonders deutlich fällt die Veränderung in gewissen Altersgruppen aus. So nahm bei der Binnenwanderung vor allem der Zuzug der 18- bis 22-Jährigen, also junger Erwachsener im typischen Alter von Ausbildung und Studienstart, in die Großstädte ab. Angesichts der Corona-Maßnahmen und geschlossener Hörsäle hatten sie offenbar ihren Umzug in WG oder Studierendenwohnheim ausgesetzt.


Corona-News vom 13.10.2021

+++ Lehrerverband: Zahlreiche Quarantänefälle im neuen Schuljahr +++

Zu Beginn des neuen Schuljahres in Bayern hat es nach Angaben des Bayerischen Philologenverbands (bpv) in zahlreichen Klassen Corona-Quarantänefälle gegeben. Wie der Verband am Mittwoch berichtete, ergab dies eine Befragung von rund 1700 Lehrkräften an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen. Knapp zwei Drittel der befragten bpv-Mitglieder aus ganz Bayern hätten angegeben, dass in ihren Klassen bereits Quarantänefälle unter den Schülerinnen und Schülern auftraten.

Dies sei eine enorme Belastung für den Schulbetrieb, der ab diesem Schuljahr wieder auf Präsenzunterricht ausgerichtet sei. "Das Infektionsgeschehen muss genau beobachtet und notfalls gehandelt werden, damit es nicht zu einer schleichenden Ausbreitung des Virus in den Klassen kommt", sagte der bpv-Vorsitzende Michael Schwägerl.

Er warb auch für gegenseitige Rücksichtnahme. "Bei leichten Erkältungssymptomen, die einen Schulbesuch noch erlauben, macht es in den nächsten Monaten Sinn, freiwillig eine Maske zu tragen", sagte Schwägerl.

+++ Christkindlmärkte: Keine großen Einschränkungen +++

Jetzt ist es offiziell: Die Christkindlmärkte in Bayern werden ohne große Corona-Einschränkungen stattfinden. Demnach wird es weder eine 3G-Regelung, noch eine Maskenpflicht oder ein Alkoholverbot geben. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sowie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) haben am Mittwoch ein entsprechendes Konzept vereinbart. Ein detailliertes Hygienekonzept soll zeitnah veröffentlicht werden, wie es heißt.

"Der zunehmende Impffortschritt erlaubt es uns, in diesem Jahr wieder mehr Freiheiten auch für Weihnachtsmärkte einzuräumen. Deshalb machen wir Weihnachtsmärkte dieses Jahr wieder möglich. Auch Kontaktdaten müssen nicht erfasst werden. Ebenso gibt es im Freien keine Maskenpflicht. Die 3G-Regelung gilt nicht auf dem Außengelände", wird Holetschek in einer Mitteilung vom Wirtschaftsministerium zitiert.

+++ RKI weist Vorwürfe wegen zu niedriger Impfquote von sich +++

Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) Anfang Oktober in einem Bericht mitgeteilt hatte, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft seien, als die offiziellen Daten nahelegen, gab es viel Kritik.

Nun weist das Institut die Verantwortung für offenbar zu niedrige Werte in der offiziellen Corona-Impfstatistik von sich. "Das RKI kann nur die Impfdaten veröffentlichen, die ihm entsprechend übermittelt worden sind", sagte Präsident Lothar Wieler laut einer Mitteilung vom Mittwoch.

Eine zu niedrige Erfassung stelle "keinen Fehler und kein Versäumnis des RKI dar", sondern gehe auf unterbliebene Meldungen einiger impfender Stellen zurück, hieß es. Man sei bei der Ermittlung der Impfquote auf das sogenannte Digitale Impfquotenmonitoring (DIM) angewiesen, schreibt das RKI. Die Anwendung und Zuverlässigkeit dieses Meldesystems liege "ausschließlich in der Hand der impfenden Stellen (Impfzentren, Impfteams, Krankenhäuser, Arztpraxen, Betriebsärzte)".

+++ Bayernweite Inzidenz bei Ungeimpften über 200 +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt in Bayern 91,4, Doch der Unterschied bei Geimpften und Ungeimpften ist gravierend, wie das Landesamts für Gesundheit meldet. Bei Geimpften liegt der Wert bei 22,8; bei Ungeimpften bei 201,1.

Corona-News vom 12.10.2021

+++ Aiwanger: Weihnachtsmärkte weitgehend ohne Corona-Beschränkungen +++

Ende November sollen die ersten Christkindlmärkte starten - und wenn es nach Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) geht, sollen sie weitgehend ohne Corona-Beschränkungen stattfinden. Nach einer Sitzung des Kabinetts sagte Aiwanger am Dienstag: "Wir wollen weder die Weihnachtsmärkte umzäunt haben, noch wollen wir dort die 3G-Regel haben."

Erst wenn Veranstaltungen im Innenraum stattfänden, müssten die Gastronomie-Regeln angewandt werden. Er hoffe, dass die Corona-Zahlen bis zur Vorweihnachtszeit beherrschbar blieben, so der Politiker.

+++ Pandemie drückt die Lebenserwartung in Bayern +++

Während der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in Bayern stärker zurückgegangen als in fast allen anderen westdeutschen Bundesländern. Wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung am Dienstag in Wiesbaden berichtete, sank die Lebenserwartung in Bayern bei Männern um 0,46 Jahre und bei Frauen um 0,24 Jahre. Somit haben laut dem Institut die Männer im Freistaat nun eine Lebenswartung von 79,28 Jahren und Frauen von 83,79 Jahren.

Der Rückgang beim Vergleich der Jahre 2019 und 2020 war nach den Angaben in Bayern fast doppelt so groß wie im Bundesdurchschnitt. Im Bereich der alten Bundesländer hatte nur der Stadtstaat Bremen noch schlechtere Werte. Bremen unterliege aufgrund der geringen Bevölkerungszahl aber generell höheren Schwankungen, erklärte das Institut.

+++ PCR-Pflicht für Aiwanger im Kabinett - "Lasse mich regelmäßig testen" +++

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) muss zu Kabinettssitzungen in Ermangelung einer Corona-Impfung neuerdings einen negativen PCR-Test haben. Grund: Die Staatskanzlei setzt, auch bei Kabinettssitzungen, inzwischen auf die sogenannte 3G+-Regel. Zugang haben also nur vollständig Geimpfte und Genesene – oder man muss alternativ einen PCR-Test vorlegen, ein Schnelltest reicht nicht aus.

Aiwanger sagte dazu am Dienstag auf Nachfrage: "Ich lasse mich regelmäßig PCR-testen, gerade auch zum Kabinett." Und noch eines betonte der Vize-Ministerpräsident auf weitere Nachfrage: Er zahle die Corona-Tests aus eigener Tasche.

+++ Pflicht zur Kontaktdatenerfassung entfällt größtenteils +++

In Bayern entfällt von diesem Freitag (15. Oktober) an auf breiter Front die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung. Insbesondere in der Gastronomie und bei kulturellen Veranstaltungen müssen Kunden und Besucher also dann wegen Corona keine persönlichen Daten mehr angeben. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen.

Kontaktdaten müssen demnach nur noch in Schwerpunktbereichen "mit hohem Risiko von Mehrfachansteckungen (Spreading)" erfasst werden. Dazu zählen laut Kabinettsbeschluss alle geschlossenen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen, Clubs, Diskotheken, Bordelle "und vergleichbare Freizeiteinrichtungen" sowie gastronomische Angebote mit Tanzmusik. Auch bei körpernahen Dienstleistungen und in Gemeinschaftsunterkünften (etwa Schlafsäle in Jugendherbergen oder Berghütten) müssen Kontakte noch erfasst werden.

+++ 3G-Regel gilt künftig auch für Mitarbeiter mit Kundenkontakt +++

In sämtlichen Bereichen in Bayern, in denen die 3G-Regel gilt, müssen sich von Dienstag (19. Oktober) an neben Besuchern auch alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt an die Regel halten. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Auch Betreiber, Beschäftigte und Ehrenamtliche, die Kontakt zu Kunden und Besuchern haben, müssen also geimpft oder von einer Corona-Infektion genesen sein, oder sie müssen regelmäßig einen negativen Test vorweisen. Je nach Bereich muss das ein PCR-Test sein, oder es reicht ein Schnelltest. Den Testnachweis müssen die betreffenden Mitarbeiter an mindestens zwei Tagen pro Woche vorlegen.

Die 3G-Regel gilt unter anderem bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen, in Sportstätten, Fitnessstudios, Theatern, Opern, Konzerthäusern, Kinos, Museen, Ausstellungen, in der Gastronomie, in Hotels, Hochschulen, bei Tagungen und Kongressen, Bibliotheken und in verschiedensten Freizeiteinrichtungen, etwa in Bädern und Seilbahnen. Künftig müssen sich überall dort neben den Besuchern also auch alle Mitarbeiter daran halten, wenn sie Kontakt zu den Kunden haben.

Sollten Betreiber und Veranstalter nur Geimpften und Getesteten Zutritt gewähren (2G) oder einen PCR-Test verlangen (3G plus), dann gilt für die Mitarbeiter künftig ebenfalls die verschärfte Regel.

+++ Immer mehr Impfdurchbrüche - jeder zehnte Intensivpatient geimpft +++

Ungefähr jeder zehnte der im August und September wegen Corona auf Intensivstationen behandelten Patienten war vollständig geimpft. Das geht aus einer Ende September übermittelten Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht hervor. Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe hatten zuerst darüber berichtet. Im Zeitraum von Februar bis Mitte September war von 1,84 Prozent ausgegangen worden. 

Dass im Laufe der zeit mehr Impfdurchbrüche zu erwarten sind, sei erwartbar, sagte das Robert-Koch-Institut (RKI) auf Anfrage der Funke-Zeitungen: "Da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich Sars-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen."

Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Gernot Marx, sagte, Patienten mit schweren und tödlichen Corona-Verläufen seien in fast allen Fällen ungeimpft. Zudem treffe der Impfdurchbruch meist Menschen, deren "Immunsystem etwa durch eine Chemotherapie oder eine dauerhafte Kortisonbehandlung geschwächt ist, oder die älter als 80 Jahre sind".

+++ Bund hat mehr als fünf Milliarden für Coronatests ausgegeben +++

Seit Montag gibt es nur noch in Ausnahmefällen kostenlose Coronatests für Bürger, die der Bund bezahlte. Die Kosten 5,2 Milliarden Euro beliefen sich auf 5,2 Milliarden Euro, wie die "Rheinische Post" berichtet und sich auf Daten des Bundesamts für Soziale Sicherung bezieht. 1,4 Milliarden Euro kosteten demnach Antigen-Tests, 1,1 Milliarden die Labor-Diagnostik. 

Wie viel nun in München für einen Coronatest bezahlt werden muss, können Sie hier nachlesen. 

+++ Bayerische Staatsregierung setzt auf 3G+ +++

Die Bayerische Staatsregierung setzt bei ihren Veranstaltungen künftig auf die 3G+-Regelung – das berichtet die "tz". Die Regel soll demnach auch im Landtag gelten.

Ungeimpfte Politikerinnen und Politiker wie beispielsweise Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) müssen künftig also einen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die 3G+-Regel gilt wohl schon bei der Kabinettssitzung am Dienstag (12. Oktober).

Bei 3G+ entfallen Maskenpflicht, Personenobergrenzen sowie das Abstandsgebot.


Corona-News vom 11.10.2021

+++ Korrigierte Impfzahlen: Holetschek fordert RKI-Bericht +++

Angesichts korrigierter Impfzahlen fordert Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) in der nächsten Schalte der Gesundheitsminister einen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI). Nach einer neuen RKI-Auswertung sind die Corona-Impfungen in Deutschland wohl schon weiter als bislang in der Meldestatistik erfasst. Es sei anzunehmen, dass unter den Erwachsenen bereits bis zu 84 Prozent mindestens einmal und bis zu 80 Prozent vollständig geimpft sind, hieß es in einem aktuellen RKI-Bericht mit Stichtag 5. Oktober. Das entspräche jeweils um fünf Prozentpunkte höheren Impfquoten als nach offiziellen Meldungen der Impfstellen.

Holetschek will nun vom RKI wissen, wie die Daten ins System gekommen seien, wo es gegebenenfalls welche Defizite gegeben habe, ob es an einer mangelnden Datenlage etwa von Betriebsärzten liege oder woran sonst. Deshalb habe man für die nächste Schalte RKI-Präsident Lothar Wieler eingeladen, um das zu klären. "Das wird sicher auch insgesamt eine Lehre aus der Pandemie sein, dass wir bei den Datengrundlagen bis jetzt aus meiner Sicht nicht sehr erfolgreich waren und da dringend Nachbesserungsbedarf haben", fügte Holetschek hinzu.

+++ Forderung der Landtags-Grünen: Gratis-Test für Impfberatung +++

Die Grünen im Bayerischen Landtag schlagen vor, künftig Impfberatungen mit der Möglichkeit eines einmalig kostenlosen Corona-Tests zu verbinden. Dadurch soll die Impfbereitschaft innerhalb der Bevölkerung gesteigert werden.

"Wer eine ausführliche Impfberatung durch den Hausarzt oder die Hausärztin in Anspruch nimmt, sollte im Gegenzug einmalig einen Gratistest dafür bekommen", fordert Christina Haubrich, gesundheitspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen. "Die vielen Falschinformationen im Internet und anderswo haben viele Menschen verunsichert. Dem müssen wir fundierte, sachliche Aufklärung entgegenbringen und auf Fragen und Zweifel individuell eingehen. Das geht am besten durch ein solches Gespräch beim eigenen Hausarzt oder der eigenen Hausärztin", sagt Haubrich weiter.

+++ Großteil der bayerischen Studenten geimpft +++

Das Wintersemester an bayerischen Hochschulen und Universitäten kann nach Einschätzung von Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) ohne große coronabedingte Einschränkungen starten. Rund 80 Prozent der Studierenden seien bereits geimpft, hinzu kämen etwa zehn Prozent Genesene, sagte Sibler am Montag in München. Das sei ein hoher Wert, der den Betrieb an den Hochschulen stabilisiere.

Stichproben sollen sicherstellen, dass alle die 3G-Regel einhalten, also entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Hier werde man engmaschig kontrollieren, kündigte der Minister an. Bislang habe es aber keine Probleme geben. So hätten an der Technischen Hochschule  Deggendorf von bis zu 4.000 Leuten auf dem Campus nur sieben keinen Nachweis vorlegen können. Kostenlos sind Tests für Studenten nur noch bis zum 30. November. Wo Abstände nicht eingehalten werden können, gilt zudem eine Maskenpflicht. Dies werde im Laufe des Semesters überprüft, sagte Sibler.

An den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und den technischen Hochschulen haben die Vorlesungen bereits am 4. Oktober begonnen. Am 18. Oktober folgen die Universitäten, die Kunsthochschulen starten an verschiedenen Terminen.

+++ Holetschek: "Impfen ist Weg aus der Pandemie, nicht Testen" +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat das Ende der kostenlosen Corona-Tests verteidigt. "Das Impfen ist der Weg aus der Pandemie, nicht das Testen", sagte er dem Bayerischen Rundfunk (BR24). "Wir haben jetzt die Möglichkeit des Impfens, dann glaube ich, ist es konsequent, auch auf der anderen Seite zu sagen, dass wir die Kostenfreiheit von bestimmten Tests zurückfahren und die nicht mehr zu Lasten der Solidargemeinschaft abrechnen."

Mit Blick auf Herbst und Winter betonte Holetschek, die Pandemie sei noch nicht vorbei. Er appellierte an alle Ungeimpften, sich impfen zu lassen, um damit "einen Beitrag für sich selber, aber auch für die gesamte Gesellschaft zu leisten".

+++ Ab heute keine kostenlosen Corona-Tests mehr +++

Für die Mehrheit der Bürger endet ab heute die Möglichkeit zum kostenlosen Corona-Test. Grund ist, dass die Finanzierung durch die Bundesregierung ausgelaufen ist.

Doch gibt es eine ganze Reihe von Ausnahmen, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im Vorfeld deutlich machte. Wer mit Symptomen zum Arzt geht, muss den Test nach wie vor nicht zahlen. Gleiches gilt für Kinder unter zwölf Jahren ebenso wie für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Kostenlose Tests gibt es auch weiterhin für Personal und Besucher in Pflege- und Behinderteneinrichtungen.

Die Tests ab Montag bezahlen müssen somit Bürger, die nicht geimpft oder genesen sind und eine Veranstaltung oder eine Einrichtung besuchen wollen, für die die sogenannten 3G-Regeln gelten. Im Hintergrund steht die Hoffnung, dass die Impfbereitschaft steigen könnte, wenn die Nichtimpfung im Geldbeutel spürbar wird. Gesundheitsminister Holetschek hat in den vergangenen Monaten immer wieder an die Bürger appelliert, sich impfen zu lassen.

+++ Umfrage: Corona stresst Studenten und Auszubildende stark +++

Zwei Fünftel aller Studenten und Auszubildenden fühlen sich durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen stark gestresst. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Fast 40 Prozent der Befragten beider Gruppen berichteten von depressiven Symptomen während der Viruskrise und gaben an, schneller gereizt als üblich und häufiger demotiviert zu sein. 

"Rund ein Viertel der Hochschüler und Lehrlinge berichtet außerdem von körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Verspannungen sowie von Ein- oder Durchschlafproblemen", so die KKH. Mit Blick auf die eigene Ausbildung befürchten 65 Prozent der Befragten, dass sich auch in den kommenden Monaten wichtige Praktika und Auslandssemester schlecht planen lassen. Fast die Hälfte mache sich darüber hinaus Sorgen, Lernstoff nachholen zu müssen, so dass es zu einer Verzögerung von Ausbildung oder Studium komme.


Corona-News vom 10.10.2021

+++ Gesundheitsminister Holetschek wirbt für Grippe-Impfung +++

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Bayerns Ärzte rufen die Bürger zur Grippeimpfung auf. "Neben dem Kampf gegen das Coronavirus dürfen wir die klassische Grippe nicht unterschätzen", sagte Holetschek am Sonntag. "Die Erkältungssaison beginnt jetzt."

Gegen Grippe impfen lassen sollten sich vor allem Menschen ab 60, werdende Mütter ab dem zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft, Menschen mit Grunderkrankungen sowie medizinisches Personal, sagte Holetschek.

Im Herbst und Winter 2020 war eine Grippewelle ausgeblieben. Es gab - wohl auch wegen der Lockdowns - nur 78 Fälle. 2019/2020 waren 55.231 Grippeinfektionen gemeldet worden.

+++ Bayern hält an Ankauf von Sputnik V fest +++

Der Corona-Impfstoff Sputnik V des russischen Pharmakonzerns R-Pharm könnte bald auch in Bayern produziert werden. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte im April erklärt, 2,5 Millionen Dosen des russischen Corona-Impfstoffs ankaufen zu wollen. 

R-Pharm hatte zuvor angekündigt, über 30 Millionen Euro in eine impfstofftaugliche Biotech-Produktion in Schwaben zu investieren.

"Bislang wurde weder ein Kaufvertrag unterzeichnet noch wurden Kaufpreiszahlungen geleistet", betonte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die EU-Zulassung sei wesentliches Kriterium für einen Kauf des Mittels durch den Freistaat, und wann die Europäische Kommission darüber entscheide, sei noch nicht absehbar.  In Deutschland kann Sputnik V derzeit nicht verwendet werden, es gibt in der EU nur nationale Zulassungen in Ungarn und der Slowakei.

+++ Bericht: 3G-Regel auch für Beschäftigte am Arbeitsplatz +++

Gilt für Beschäftigte in Unternehmen mit Publikumsverkehr bald auch die 3G-Regelung. Einem Bericht von "Business Insider" zufolge beraten die Gesundheitsminister von Bund und Länder am Montag über eine bundesweite Testpflicht von Beschäftigten mit Kundenkontakt.

"Die Länder sind sich einig, dass die mittlerweile in vielen Bundesländern geregelte 3G-Nachweispflicht als Voraussetzung zum Zugang zu Betrieben, Einrichtungen oder sonstigen Angeboten mit direktem Kundenkontakt nicht nur für Kundinnen und Kunden, Be­sucherinnen und Besucher oder sonstige externen Personen, sondern auch für Be­schäftigte gelten soll", zitiert das Blatt aus einem Beschlussentwurf.


Corona-News vom 09.10.2021

+++ Lauterbach plädiert für Regel-Verschärfungen +++ 

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine neue Bund-Länder-Runde angeregt, um die Corona-Regeln teilweise zu verschärfen. "Es wäre sinnvoll, dass sich die Ministerpräsidenten zeitnah mit der Kanzlerin noch einmal treffen", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "In der Pandemie stehen sehr viele Entscheidungen an - von den Corona-Regeln bis zu den Booster-Impfungen. Wir dürfen in der Zeit, in der Koalitionsverhandlungen laufen, nicht den Überblick verlieren", sagte er mit Blick auf die Gespräche zur Regierungsbildung.

Zwar werde die Pandemie, wenn keine gefährlichere Virusvariante auftrete, im späten Frühjahr 2022 vorbei sein. "Wir werden aber einen schweren Winter haben, wenn wir nicht die nötige Impfquote erreichen." Daher könnten die Schutzmaßnahmen nicht maßgeblich beendet werden. "Wir sollten die 2G-Regel intensiver nutzen, also nur Geimpften und Genesenen den Zugang zu Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen ermöglichen", erklärte Lauterbach. So schaffe man einen Anreiz, sich doch noch impfen zu lassen.

+++ VdK fordert Maximalpreise, um überteuerte Tests zu verhindern +++

Der Sozialverband VdK plädiert zum Ende der kostenlosen Corona-Bürgertests für eine Begrenzung der Kosten. "Wir befürchten, dass es wieder zu völlig überteuerten Angeboten kommt", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bislang sei für die Tests keine Deckelung der Kosten vorgesehen. "Menschen mit wenig Geld sollten außerdem nur eine geringe Eigenbeteiligung zahlen müssen", forderte Bentele: "Eine Regelung vom Ministerium für Arbeit und Soziales dazu fehlt allerdings auch immer noch."

Ab Montag, 11. Oktober sind Corona-Tests nicht mehr kostenfrei. Ausnahmen gibt es allerdings für alle Gruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen und dies nachweisen können oder für die noch kein Impfstoff zur Verfügung steht.

So viel kosten Corona-Tests ab Montag in München

+++ Tourismus in Deutschland erholt sich von Corona-Pandemie +++

Der Tourismus in Deutschland erholt sich immer mehr von den Folgen der Corona-Pandemie. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, haben Hotels und Pensionen bei den Gästeübernachtungen im Ferienmonat August fast wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Die Übernachtungszahlen lagen nur noch um 3,1 Prozent unter denen vom August 2019 und mit 56,1 Millionen Übernachtungen waren es 13,4 Prozent mehr als im August 2020.

Während der Corona-Pandemie stieg bei den Deutschen der Trend zum Urlaub in der Heimat. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im August dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,7 Prozent auf 51 Millionen. Bei Urlaubern aus dem Ausland hingegen waren es mit 5,1 Millionen trotz eines Zuwachses um zehn Prozent noch 52,7 Prozent weniger als im Jahr vor der Corona-Krise.


Corona-News vom 08.10.2021

+++ Auch wegen Corona: Immer mehr Kinder sind übergewichtig +++

Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden immer häufiger an Übergewicht oder Adipositas. Laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse gab es bei den 6- bis 18-Jährigen von 2010 auf 2020 bundesweit ein Plus von 27 Prozent.

Bei Jungen fällt der Anstieg mit 35 Prozent erheblich höher aus als bei Mädchen (plus 19 Prozent). Vor allem wegen des langen Pandemie-bedingten Lockdowns in diesem Jahr rechnet die KKH mit einer weiteren Zunahme.

Als einer der Hauptgründe für die erschreckende Zunahme nennt die KKH u.a. eine falsche, zu fettreiche, kalorienreiche und zuckerhaltige Ernährung. "Während der Corona-Pandemie mit Homeschooling und Homeoffice waren das schnelle Nudel-Ketchup-Gericht oder der Griff zur Tiefkühlpizza ein willkommener Notnagel in deutschen Küchen", so Dr. Anja, Luci, Ernährungsexpertin der KKH.

Ein weiteres Problem ist mangelnde körperliche Betätigung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Kinder und Jugendliche täglich mindestens 60 Minuten körperliche Aktivität bei moderaten bis hohen Intensitäten. Laut wissenschaftlicher Studien erfüllt weltweit weniger als einer von fünf Heranwachsenden diese Empfehlung. Die Corona-Pandemie hat diese Situation noch verschärft, denn durch den Wegfall von Schulweg, Schul- und Vereinssport gab es weniger Bewegungsmöglichkeiten.

+++ München beginnt mit Auffrischungsimpfungen +++

Ab sofort können sich Senioren ab 70 Jahren zum dritten Mal gegen Corona impfen lassen. Die sogenannten Auffrischungsimpfungen bietet die Stadt München im Impfzentrum Riem sowie bei Aktionen der mobilen Impfteams gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) an, wie sie am Freitag mitteilte. 

Außerdem ist die Auffrischungsimpfung für folgende Personengruppen möglich:

  • Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen
  • Pflegepersonal und andere Personen mit direktem Kontakt zu Pflegebedürftigen in ambulanten, teil- oder vollstationären Einrichtungen der Pflege für alte Menschen oder Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt

Voraussetzung für die Auffrischungsimpfung: Die vollständige Impfung muss mindestens sechs Monate zurückliegen. Außerdem empfiehlt die STIKO auch Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, zur Optimierung ihrer Grundimmunisierung eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech oder Pfizer) frühestens vier Wochen nach der Impfung mit Johnson&Johnson.

+++ Kassenärzte-Chef Gassen: "Freedom-Day rückt näher" +++

Die Impfquoten in Deutschland sind einer neuen Erhebung des Robert-Koch-Instituts nach höher als angenommen. In der Auswertung des neuen Impfquoten-Monitorings (Covimo) vom Donnerstag heißt es, es sei "in der Erwachsenenbevölkerung von einem Anteil mindestens einmal Geimpfter von bis zu 84 Prozent und einem Anteil vollständig Geimpfter von bis zu 80 Prozent auszugehen."

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen rechnet daher mit einer baldigen weiteren Lockerung der Corona-Maßnahmen. 

Er sagte der "Bild": "Schön, dass das RKI diese erfreulichen Zahlen nun liefert. Es wäre freilich wünschenswert, in einer Pandemie dauerhaft mit validen Daten zu arbeiten. Fakt ist aber: Mit einer zu niedrigen Impf-Quote kann man nun nicht mehr für Corona-Maßnahmen argumentieren. Viel mehr als 80% gibt es nirgendwo auf der Welt. Der Freedom-Day rückt näher."

+++ Ausgangsbeschränkungen unzulässig? Bayern geht gegen VGH-Urteil in Revision +++

Bayerns Staatsregierung will das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) zu den Corona-Ausgangsbeschränkungen nicht akzeptieren. "Wir sind davon überzeugt, dass die Ausgangsbeschränkungen Ende März bis Anfang April 2020 zum Wohl und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger Bayerns in der ersten Welle der Pandemie ein wirksames und richtiges Mittel waren", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Daher gehe man jetzt in Revision - zuständig ist dann das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Anfang der Woche hatten die Verwaltungsrichter in Ansbach für viele überraschend die strengen Corona-Maßnahmen im Freistaat im Frühjahr 2020 für unzulässig erklärt. Die Richter bemängelten insbesondere, dass damals Einzelpersonen ohne besonderen Grund nicht ihre Wohnung verlassen durften. "Da hat der Senat gesagt, aus infektiologischer Sicht waren diese Personen nicht gefährdet", erläuterte VGH-Sprecher Andreas Spiegel die Entscheidung.

+++ Zahl der Todesfälle nach Corona-Höhepunkt normalisiert +++

Die Corona-Pandemie hat in Bayern seit dem Spätwinter keine ungewöhnlich hohe Zahl von Toten mehr verursacht. Seit Februar bewegen sich die Sterbefallzahlen wieder auf ähnlichem Niveau wie vor Beginn der Krise. Das teilte das Landesamt für Statistik in Fürth am Donnerstag mit. Im August starben nach vorläufigen Zahlen 10.758 Menschen, gut 100 weniger als ein Jahr zuvor und im Schnitt der Vorjahre. Um neun Prozent höher als üblich war allerdings die Zahl der Todesfälle in der Altersgruppe achtzig und älter.

Von November vergangenen Jahres bis Januar 2021 hatte es in Bayern im Zuge der Corona-Pandemie weit mehr Todesfälle gegeben als üblich, im Dezember waren sogar über ein Drittel mehr Menschen gestorben als im statistischen Schnitt. Seit Februar haben sich die Zahlen normalisiert, lediglich bei den Hochbetagten über 80 zeigt sich laut Landesamt eine tendenziell steigende Zahl von Sterbefällen. Die Behörde führte das aber auf die insgesamt steigende Zahl der Älteren in Bayern zurück.


Corona-News vom 07.10.2021

+++ CSU-Fraktion will effektivere Corona-Impfungen an Schulen +++

Die CSU im Münchner Stadtrat hat in einem Antrag eine effektivere Covid-Impfung in den Schulen gefordert, in dem Schüler auch dann gegen das Coronavirus geimpft werden, wenn nur eine Einwilligung der Eltern vorliegt, sofern diese nicht bei der Impfaktion anwesend sein können.

Die CSU begründet ihren Antrag damit, dass jede einzelne Impfung im Kampf gegen die Corona-Pandemie zählt und es nach aktuellen Vorgaben ausreichend sei, wenn der Schule nur eine Einwilligung der Eltern vorliegt. Da es für Erziehungsberechtigte aufgrund beruflicher Verpflichtungen oft nicht möglich ist, zum Impftermin an der Schule zu erscheinen, wird so das Potential der impfwilligen Eltern durch unnötige Barrieren nicht voll ausgeschöpft.

Derzeit wird in vielen Münchner Schulen bei der Impfung noch die Anwesenheit der Eltern gefordert.

+++ Für wen Corona-Tests weiter kostenlos bleiben +++

Ab Montag müssen Corona-Tests selbst bezahlt werden. Doch es gibt Ausnahmen. Eine Übersicht finden Sie hier.

+++ Corona-Impfung: Stiko empfiehlt Auffrischung für Senioren über 70 +++

 Die Ständige Impfkommission empfiehlt jetzt auch allen Senioren über 70 Jahren eine Corona-Auffrischimpfung. Im höheren Alter falle die Immunantwort nach Impfungen insgesamt geringer aus und Impfdurchbrüche könnten häufiger auch zu einem schweren Krankheitsverlauf führen, hieß es in der Begründung. In Pflegeeinrichtungen könne ein sogenannter Booster wegen eines erhöhten Ausbruchsrisikos auch Senioren unter 70 Jahren gespritzt werden. Die Empfehlung für eine Auffrischimpfung gilt darüber hinaus auch für Pflegepersonal in ambulanten und stationären Einrichtungen für ältere Menschen und andere Covid-Risikogruppen sowie für medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten.

Zuvor gab es eine entsprechende Empfehlung nur für Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Die Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff soll frühestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen - unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde.

+++ Bericht - Jeder Zehnte mit Post-Covid-Syndrom +++ 

Einem Bericht des "Bayerischen Rundfunks" zufolge leidet wohl jeder zehnte Corona-Patient an Post-Covid. Bislang seien in Deutschland rund 140.000 Fälle bei Ärzten, Pflegekräften und Angehörigen von Heilberufen registriert, heißt es. Jeder Zehnte von ihnen habe auch lange nach der Infektion noch Beschwerden. 

+++ Sind doch schon mehr Menschen als angenommen geimpft? +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) geht von mehr Corona-Geimpften als in der offiziellen Statistik aus. Es sei anzunehmen, dass unter Erwachsenen in Deutschland bis zu 84 Prozent mindestens einmal geimpft sind und bis zu 80 Prozent bereits die zweite Dosis erhalten haben (Stichtag 5.10.), heißt es in einem aktuellen RKI-Bericht. Die Schätzung beruht auf Bürgerbefragungen und Meldedaten. Laut offizieller Impfquoten-Statistik haben bislang knapp 80 Prozent der Menschen ab 18 Jahren eine erste Dosis bekommen, gut 75 Prozent bereits die Zweite. Zunächst hatte die Funke-Mediengruppe berichtet.

Es liege nahe, "dass die im Digitalen Impfquoten-Monitoring berichtete Impfquote als Mindest-Impfquote zu verstehen ist und eine Unterschätzung von bis zu fünf Prozentpunkten für den Anteil mindestens einmal Geimpfter beziehungsweise vollständig Geimpfter angenommen werden kann", schreibt das RKI. 

Bereits im August hatte das RKI von "gewisser Unsicherheit" bei der Interpretation von Impfquoten-Daten berichtet.

+++ Krankenhausgesellschaft: Personalmangel nimmt zu +++

Eineinhalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie beklagen die bayerischen Krankenhäuser wachsende Personalprobleme. Abgesehen von Schwestern und Pflegern, die Beruf oder Stelle wechseln, melden sich auch wieder mehr Beschäftigte krank.

"Pflegepersonal war vor Corona schon knapp, es war mit Corona knapp, und es wird auch nach Corona knapp bleiben", sagte Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), am Rande einer Tagung der bayerischen Krankenhausdirektoren in Bad Wörishofen. "Derzeit sehen wir aber in der Tendenz gerade auf den Intensivstationen rückläufige Zahlen der verfügbaren Pflegefachkräfte." In Bayerns Krankenhäusern arbeiten nach BKG-Zahlen über 80.000 Pflegekräfte.

Nach Engehausens Worten spielt die Belastung durch Corona eine Rolle: "Wir müssen sehen, dass sich nach eineinhalb Jahren Pandemie manche Beschäftigte Gedanken gemacht und die Funktion gewechselt haben. Das ist leider so, aber es stimmt uns auch demütig."


Corona-News vom 06.10.2021

+++ VGH: Ausgangsbeschränkungen waren unzulässig +++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Corona-Ausgangsbeschränkungen vom Frühjahr 2020 in Bayern für unzulässig erklärt. Die Richter bemängelten insbesondere, dass damals Einzelpersonen ohne besonderen Grund nicht ihre Wohnung verlassen durften. "Da hat der Senat gesagt, aus infektiologischer Sicht waren diese Personen nicht gefährdet", erläuterte VGH-Sprecher Andreas Spiegel am Mittwoch die Entscheidung der Richter.

In dem Verfahren ging es um die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 27. März 2020. Darin war festgelegt, dass das Haus "nur bei Vorliegen triftiger Gründe" verlassen werden durfte. Als Gründe waren dann beispielsweise die Berufsausübung, Einkäufe, Sport im Freien oder das Gassi gehen mit dem Hund definiert. Dies fanden die Richter allerdings unverhältnismäßig, insbesondere weil Bayern über die damaligen Bund-Länder-Beschlüsse nach Ansicht des Senats zu weit hinausging.

+++ Studie: Junge Menschen fühlen sich von Lockerungen gestresst +++

Etwa ein Drittel der jungen Menschen in Deutschland fühlt sich von den Lockerungen der Corona-Maßnahmen auch mal gestresst. Der Aussage "Ich fühle mich unter Druck gesetzt, viele Dinge zu unternehmen, wenn es wieder möglich ist" stimmten im September 34 Prozent der nach 1995 Geborenen (Generation Z) zu, wie aus einer Sonderauswertung des Instituts für Generationenforschung in Augsburg hervorgeht, die der Nachrichtenagentur dpa exklusiv vorliegt.

Seit Beginn der Pandemie fragt das private Institut alle zwei Wochen mindestens 1.500 repräsentativ ausgewählte Menschen, wie sie die Corona-Pandemie erleben. Damit sind auch Langzeitbeobachtungen möglich. Im Mai hatte die Zustimmung zu der oben genannten Aussage bei der Generation Z noch 54 Prozent betragen. Seither nehmen die Zustimmungswerte in dieser Altersgruppe ab.

Bei Älteren sind die Zustimmungswerte geringer, bleiben dafür aber seit Beginn der Lockerungen relativ konstant. Bei der Generation Y (26 bis 39 Jahre) pendelt der Wert um 30 Prozent. Je älter die Gruppe, desto geringer die Zustimmung. Bei den sogenannten Babyboomern ab 56 Jahren stieg der Wert zuletzt wieder an: 11 Prozent fühlen sich demnach unter Druck, etwas unternehmen zu müssen.

+++ Spahn und Wieler appellieren für Corona- und Grippeimpfung für "sicheren Winter"  +++

Auf einer Pressekonferenz haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler an die noch Ungeimpften apelliert, sich gegen Corona impfen zu lassen. Zudem hat der Politiker die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, sich in diesem Herbst auch besonders zahlreich gegen Grippe impfen zu lassen. Weil es in Deutschland im vergangenen Jahr infolge des teilweisen Lockdowns so gut wie keine Grippe gegeben hatte, sei das Risiko einer Grippewelle in diesem Jahr umso höher, sagte Spahn am Mittwoch in Berlin. "Bitte lassen Sie sich gegen Grippe impfen", sagte der Minister. "Genug Grippeimpfstoff ist vorhanden."

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 

+++ Spahn und Wieler bereiten auf Herbst vor - Ärzte warnen vor Grippewelle +++

Der befürchtete Anstieg an Corona- und Grippe-Infektionen im Herbst und Winter rückt an diesem Mittwoch in Berlin in den Blick. Dazu treten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Vormittag gemeinsam vor die Öffentlichkeit. Im Zentrum soll das Thema Impfen stehen.

Das RKI hatte in seinem jüngsten Wochenbericht eine Zunahme bei den Corona-Zahlen vorhergesagt. Als Gründe nannte das RKI, dass es noch immer eine große Zahl ungeimpfter Menschen gebe und Kontakte in Innenräumen im Herbst zunähmen. Zudem fürchten Ärzte eine Grippewelle. Derzeit gibt es bereits eine Häufung an Atemwegsinfekten bei Minderjährigen. Ärzte berichten davon, dass nun Infekte nachgeholt würden, die es wegen des teilweisen Lockdowns im vergangenen Winter und Frühjahr nicht gegeben habe.


Corona-News vom 05.10.2021

+++ FDP-Fraktionschef Hagen kritisiert neue Corona-Regeln in Bayern +++

Der Fraktionschef der FDP im bayerischen Landtag, Martin Hagen, ist mit den angekündigten neuen Corona-Regeln im Freistaat nicht einverstanden. "Die neuen Regeln sollen den Druck auf Ungeimpfte weiter erhöhen", sagte Hagen am Dienstag dem Radiosender "Antenne Bayern". "Wir sehen aber, dass der politische Druck zunehmend zu Trotzreaktionen führt und nicht zu höheren Quoten." Deshalb müssten die Einschränkungen jetzt für alle aufgehoben werden, sagte Hagen. "Jeder, der sich schützen möchte, kann das eigenverantwortlich durch eine Impfung tun."

+++ Corona-Infizierter feiert in Diskothek im Bayerischen Wald +++

Ein Corona-Infizierter hat am Wochenende in einer Diskothek in Patersdorf im Landkreis Regengefeiert. Wie das Landratsamt Regen am Dienstag berichtete, hatte der Mann zuvor zwar einen PCR-Test gemacht. Als er aber am Samstagabend in das gut besuchte Lokal ging, habe das Ergebnis noch nicht vorgelegen. "Wir wissen noch nicht, ob es eine fehlerhafte Kontrolle war oder ob sich der Mann irgendwie reingemogelt hat", sagte der Behördensprecher. Beides werde ermittelt und sowohl der Mann als auch die Lokalbetreiber müssten mit erheblichen Strafen rechnen.

Nach Auskunft der Behörde war der Mann weder geimpft noch genesen und hätte deshalb nur mit einem negativen Test eingelassen werden dürfen. Der Betreiber hätte zudem entsprechend der für Clubs geltenden 3G-plus-Regel sicherstellen müssen, dass kein Gast ohne ausreichenden Nachweis eingelassen werde. Als das Testergebnis am Sonntag endlich vorlag, wurde bei dem Mann eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Das Landratsamt rief daraufhin alle Besucher auf, auf Krankheitszeichen zu achten und sich testen zu lassen, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.

+++ Dehoga begrüßt "Neuregelungen ausdrücklich" +++

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Bayern hat die von der Landesregierung beschlossene Neuregelung zur Öffnung von Veranstaltungen für Geimpfte und Genesene begrüßt. "Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität", so Landesgeschäftsführer Thomas Geppert zur Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Er gehe davon aus, dass eine Reihe von Gastwirten von den neuen Möglichkeiten Gebrauch machen werde.

Für Speiselokale bedeute dies im Wesentlichen, dass die Maske nun auch beim Toilettengang nicht mehr aufgesetzt werden müsse, sagte Geppert. Größere Vorteile sieht er dagegen für Lokale, die auch Unterhaltung anbieten, etwa Musik und Tanz oder für die bevorstehenden Weihnachtsfeiern. "Wir begrüßen die Neuregelung ausdrücklich."

+++ Virologe fordert Ende aller Maßnahmen für Kinder +++

Der Virologe Klaus Stöhr unterstützt die Forderung nach Lockerungen an Schulen. Der Wissenschaftler sprach sich in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) für das Ende aller Corona-Maßnahmen - den "Freedom Day" - für Minderjährige aus. "Sie sollten alle als geimpft oder genesen gelten und Masken in den Schulen und die Testpflicht für diese Gruppe verschwinden." Mit den Massentests von Kindern werde "einfach nur sinnlos Geld verbrannt".

Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag), Kinder seien "unter anderem als Folge der Corona-Maßnahmen inzwischen in erhöhtem Maße zu einer leichten Beute für Viren geworden, die ihnen früher kaum etwas anhaben konnten". Eine Maskenpflicht in Schulen halte er nicht für nötig, wenn parallel getestet werde.

Corona-News vom 04.10.2021

+++ Weitere Lockerungen in Bayern beschlossen +++

Das bayerische Kabinett hat am Montag weitere Corona-Lockerungen beschlossen. Demnach entfallen Maskenpflicht, Obergrenzen bei der Personenzahl, Alkoholverbot und Mindestabstandsgebot bei Sport- und Kulturveranstaltungen. Fußballvereine dürfen also auch ihre Stadien wieder komplett auslasten.

Voraussetzung dafür: Es muss 2G (geimpft/genesen) oder 3G plus gelten. Bei 3G plus ist als Test lediglich ein PCR-Test zugelassen. Die Entscheidung, ob 2G oder 3G plus angewendet wird, ist für die Betreiber vollkommen freiwillig. Die Regelungen werden laut Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) streng kontrolliert, der Veranstalter muss dafür Sorge tragen.

Bei Verstößen drohen dem Veranstalter bis zu 5.000 Euro Strafe, für die Personen, dies sich nicht daran halten, 250 Euro. Die Lockerungen gelten ab Mittwoch, 6.10.

+++ EMA empfiehlt Booster-Impfung für Menschen mit schwachem Immunsystem +++

Für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem empfiehlt die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) eine Corona-Auffrischungsimpfung mit Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Moderna. Zu diesem Schluss seien die Experten des EMA-Ausschusses für Humanarzneimittel nach der Auswertung von Studien gekommen, teilte die Behörde am Montag in Amsterdam mit.

Es habe sich gezeigt, dass eine dritte Dosis dieser Impfstoffe bei Patienten, die eine Organtransplantation erhalten hatten, die Fähigkeit zur Bildung von Antikörpern gegen das Virus Covid-19 verstärkt. Bis zur Booster-Impfung sollte laut EMA mindestens 28 Tage nach der zweiten Corona-Impfung gewartet werden.

+++ Bayerischer Hausarzt unter Impf-Manipulations-Verdacht +++

Nach möglicherweise falsch bescheinigten Corona-Impfungen in Nordschwaben haben am Montag erste Patienten das Testangebot des Landratsamtes Donau-Ries angenommen. Es gebe ein reges Interesse an den Tests, sagte ein Sprecher der Kreisbehörde in Donauwörth. Am Dienstag will das Landratsamt zusammen mit der Polizei weitere Informationen zu dem Fall bekanntgeben.

Ein Hausarzt aus dem Landkreis steht im Verdacht, seinen Patienten Impfausweise über Corona-Schutzimpfungen ausgestellt zu haben, ohne tatsächlich einen Impfstoff gespritzt zu haben. Alle Patienten der Praxis sind deswegen nun aufgerufen, eine Antikörperbestimmung durchführen zu lassen. Von der Praxis selbst war am Montag keine Stellungnahme zu den Vorwürfen zu erhalten.

+++ Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen +++

Viele Schüler, Lehrer und Eltern haben auf diesen Tag gewartet: Von Montag an greifen in Bayern Lockerungen bei der Maskenpflicht in Schulen. Das Kabinett hatte diese am Donnerstag beschlossen. Bereits am Mittwoch waren die Änderungen von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) angekündigt worden.

Im Unterricht müssen Schülerinnen und Schüler im Unterricht keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Das gilt auch bei sonstigen Schulveranstaltungen und in der Mittagsbetreuung - und zwar auch dann, wenn am Platz der Mindestabstand zum Nachbarn nicht eingehalten wird. Ansonsten müssen die Schüler im Schulgebäude weiterhin Maske tragen. Diese Neuauflage der Corona-Verordnung gilt zunächst bis zum 29. Oktober - sie muss alle vier Wochen verlängert werden.

+++ Corona führt zu mehr illegaler Prostitution +++

Die Corona-Zeit hat viele Prostituierte in Deutschland in die Illegalität abwandern lassen. Hedwig Christ von der Beratungsstelle Kassandra in Nürnberg betrachtet das mit Sorge: "Wir hören von Frauen, die illegal arbeiten, dass die Kunden mehr verlangen." Andere Prostituierte wollten sich nach den Erfahrungen in den vergangenen beiden Jahren jetzt beruflich verändern und einen krisenfesten Job suchen.

Trotz der Lockerungen der Corona-Maßnahmen in allen Bundesländern sind viele Prostitutionsstätten nach Angaben des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen nach wie vor geschlossen, weil die Geschäfte zu schlecht liefen oder Prostituierte fehlten.


Corona-News vom 03.10.2021

+++ Biontech-Chef hält Impfstoff-Anpassung 2022 für möglich +++

Die Corona-Impfstoffe müssen Biontech-Chef Ugur Sahin zufolge 2022 womöglich an neuen Virusvarianten angepasst werden.

Im laufenden Jahr sei dies unnötig, denn die Impfstoffe wirkten auch gegen die bisherigen Varianten, auch wenn diese ansteckender seien, sagt Sahin der "Financial Times".

"Aber Mitte nächsten Jahres könnte die Situation schon anders aussehen", fügt er hinzu. Gegenwärtig schienen Auffrischungsimpfungen in der Lage zu sein, die Hauptvarianten zu bekämpfen. Das Virus werde jedoch mit der Zeit weitere Mutationen entwickeln.

+++ Nachholeffekte: Viel mehr Kinder als üblich mit Atemwegsinfekten +++

Laufende Nase, Husten und Fieber: Auffallend viele Kinder machen seit einigen Wochen Atemwegsinfekte durch, die eigentlich erst in den Wintermonaten zu erwarten wären.

Betroffen seien vor allem unter Sechsjährige, sagte Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, der Deutschen Presse-Agentur.

Aufgrund von Kita-Schließungen und anderen Corona-Maßnahmen im vergangenen Winter und Frühjahr seien sie bisher nicht in Kontakt mit bestimmten Erregern gekommen. "Die Infekte werden jetzt nachgeholt."

+++ Lufthansa will Mitarbeiter verpflichtend impfen lassen +++

Während in Deutschland derzeit keine Impfpflicht gilt, hat sich die Lufthansa jetzt für eine verpflichtende Impfung ihres Flugpersonals ausgesprochen.

Dies teilte Lufthansa-Vorstand Detlef Kayser gegenüber der "Bild am Sonntag" mit. Die Fluggesellschaft befürworte demnach eine Impfpflicht für alle Crews sowie eine Erhebung der Impfdaten.


Corona-News vom 02.10.2021

+++ Weltweit mehr als fünf Millionen Corona-Tote +++

Die Zahl der Corona-Toten weltweit ist auf über fünf Millionen gestiegen, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur Reuters ergab. Demnach hat die Delta-Variante für einen sprunghaften Anstieg gesorgt. 

+++ Deutschland hat über 17 Millionen Impfstoffe abgegeben +++

 Deutschland hat inzwischen mehr als 17 Millionen Corona-Impfdosen für andere Staaten abgegeben. Davon wurden zehn Millionen Dosen des Präparats von Astrazeneca über die internationale Initiative Covax verteilt, wie aus einer neuen Aufstellung des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Gut sieben Millionen Dosen gingen direkt an Länder mit akutem Bedarf - nämlich an die Ukraine, Namibia, Vietnam, Ägypten und Ghana. Außerdem steht demnach noch eine direkte Auslieferung nach Thailand an.

Minister Jens Spahn sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur: "Wir impfen die Welt, um anderen und uns selbst zu helfen. Denn erst wenn alle geschützt sind, hat diese Pandemie endlich ein Ende."

+++ Corona-Tests für Studierende in Bayern kostenpflichtig ab November +++

An den Hochschulen gilt ab einer Inzidenz von 35 die 3G-Regelung: Zutritt haben nur Geimpfte, Genesene und Getestete. Wer sich daher testen lassen muss, kann das im Gegensatz zur Normalbevölkerung zwar unter Vorlage des Studierendenausweises nicht nur bis zum 11. Oktober, sondern noch bis zum 30. November kostenlos tun. Danach ist allerdings auch für Studis Schluss mit den Gratistests.

"Geld für Testungen von Studierenden zu verlangen, die es sich nicht leisten können, ist de facto eine Impfpflicht", kritisiert Johanna Weidlich, eine der Sprecherinnen der Landesstudierendenvertretung. Auch Alexander Fehr, Geschäftsführer der bayerischen Universitätenkonferenz, wünscht sich eine Verlängerung der Kostenübernahme mindestens bis zur Winterpause. "Uns als Verband der Universitäten wäre gelegen, dass man da noch in Gespräche tritt."

+++ Nachtleben in Bayern nimmt wieder Fahrt auf +++

Die erste Partynacht in Bayern war offenbar ein voller Erfolg für die Veranstalter, melden Agenturen.

Seit Freitagnacht (01.10.) darf in Clubs und Diskotheken nach fast eineinhalb Jahren wieder ohne Abstand und Maske gefeiert werden.  Das Ergebnis seien bereits am ersten Abend "prall gefüllte Tanzflächen" gewesen.

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

Für Besucher und Beschäftigte mit Kundenkontakt gilt dabei eine verschärfte 3G-Regel: Einlass bekommen nur Geimpfte, Genesene oder Besucher mit negativem PCR-Test.

Ein Antigen-Schnelltest oder ein Selbsttest genügen nicht. 

+++ Kinder- und Jugendärzteverband: Maskenpflicht an Schulen unangemessen +++

In der Debatte um eine Maskenpflicht an Schulen hat sich der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, gegen eine allgemeine Fortführung der Maßnahme ausgesprochen. "Ich halte eine generelle Fortsetzung einer Maskenpflicht in Schulen für unangemessen", sagte Fischbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). 

Er sehe etwa keinen Grund, warum Grundschüler im Unterricht grundsätzlich weiterhin Maske tragen sollten, zumal sie erheblich weniger zum Infektionsgeschehen beitrügen als Jugendliche und Erwachsene. Die Entscheidung müsse sich jeweils an den Inzidenzwerten und am Lebensalter der Kinder ausrichten. Fischbach kritisierte, es könne nicht sein, dass den Jüngsten das Maskentragen "weiterhin von der Gesellschaft zugemutet wird, um auf diejenigen Rücksicht zu nehmen, die sich einer Impfung verweigern".

+++ Corona-Infektionen steigen den vierten Tag infolge +++

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am vierten Tag in Folge etwas gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 64,4 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 64,3 gelegen, vor einer Woche bei 60,6 (Vormonat: 76,9).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8.517 Corona-Neuinfektionen (Stand: 04.14 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert bei 7.211 Ansteckungen gelegen.

In München liegt die Inzidenz bei 87,0, wie das RKI am Samstagmorgen mitteilte.


Corona-News vom 01.10.2021

+++ Impfnachweise gefälscht? Kripo ermittelt +++

Ein Hausarzt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries steht im Verdacht, seinen Patienten fälschlicherweise Impfausweise über Corona-Schutzimpfungen ausgestellt zu haben. Nachdem die Kriminalpolizei am Donnerstag mitgeteilt hatte, die Praxis des Mediziners sei durchsucht worden, warnte am Freitag das Landratsamt Donau-Ries die Patienten davor, die Impfnachweise zu verwenden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg war am Freitagabend nicht zu erreichen.

"Es besteht der Verdacht, dass es zu Unregelmäßigkeiten im Rahmen von Impfungen gegen das Covid-19-Virus durch den Mediziner gekommen ist", heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. Unklar blieb zunächst, ob den Patienten falsche Spritzen verabreicht wurden oder ob Impfungen - dann wohl mit Wissen der Patienten - gänzlich unterblieben und nur vorgetäuscht wurden. Es bestehe jedenfalls die Gefahr, dass bei Patienten, die einen in der Praxis ausgestellten Impfnachweis erhalten haben, kein ausreichender Impfschutz bestehe.

"Patienten, die sich in dieser Praxis einer Covid-19-Schutzimpfung unterzogen haben, benötigen zur Abklärung des Impfschutzes einen Antikörper-Test", heißt es in der Mitteilung weiter. 

+++ Amtsärzte fordern 3G-Regel für Berufe mit Kundenkontakt +++

Die deutschen Amtsärzte fordern angesichts des beginnenden Herbstes eine Ausweitung der 3G-Regel sowie von Corona-Informationspflichten auf alle Berufe mit Kundenkontakt. Notwendig sei, die 3G-Regel - geimpft, getestet oder genesen - flächendeckend für alle Bereiche mit Kundenkontakt einzuführen, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Verbunden werden müsse dies mit einer Auskunftspflicht für die Beschäftigten oder einem Informationsrecht für Arbeitgeber. Es nutze wenig, wenn beispielsweise Restaurantgäste eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test nachweisen müssten, "aber der Arbeitgeber sein Gaststättenpersonal nicht danach fragen darf", sagte Teichert.

+++ Airlines erstatten Tickets für stornierte Flüge +++

Kunden von Lufthansa, Ryanair, Eurowings und 13 weiteren Fluggesellschaften können künftig einfacher Erstattungen für zu Beginn der Corona-Pandemie annullierte Flüge bekommen. Zudem wollen die Airlines ihre Gäste besser über ihre Rechte informieren. Wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte, wurde dies im Dialog zwischen Verbraucherschutzbehörden, den Airlines und der Kommission vereinbart. 

Hintergrund der Gespräche ist, dass viele Fluggesellschaften vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie massenhaft die Rechte ihrer Kunden missachtet hatten. So wurden Fluggäste unter anderem dazu gedrängt, Gutscheine für gestrichene Flüge anzunehmen, obwohl diese hätten erstattet werden müssen. Die meisten Fluggesellschaften stimmten nun zu, dass solche Gutscheine, die bislang nicht genutzt wurden, ausgezahlt werden können. Nationale Behörden müssten noch entscheiden, wie mit den Fällen umgegangen werden soll, in denen Gutscheine nicht erstattet werden.

Corona-News vom 30.09.2021

+++ Arzt soll falsche Impfnachweise ausgestellt haben +++

In Nordschwaben hat ein Arzt möglicherweise Impfbescheinigungen ausgestellt, ohne wirklich die Patienten geimpft zu haben. Die Kriminalpolizei hat seine Praxis im Landkreis Donau-Ries durchsucht.

"Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wird überprüft, ob dokumentierte Impfungen gegen das Covid-19-Virus tatsächlich stattgefunden haben", berichteten die Ermittler. Die Untersuchung befinde sich noch im Anfangsstadium. 

+++ Volksfeste in Bayern wieder erlaubt +++

Nach langer Corona-Pause sind in Bayern nun auch Volksfeste und andere öffentliche Festivitäten wieder erlaubt. Unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz gilt die 3G-Regel, wonach nur Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete Zutritt haben. Das teilte die Staatskanzlei am Donnerstag nach einem Kabinettsbeschluss im Umlaufverfahren mit.

+++ Weniger Impfzentren in Bayern - Mobile Impfteams im Einsatz +++

Die Zahl der Impfzentren im Freistaat wird ab 1. Oktober reduziert. Der Fokus bei den Impfungen gegen das Coronavirus soll künftig auf den niedergelassenen Ärzten und den Betriebsärzten liegen, teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch mit. Staatlicherseits stünden ab Oktober die mobilen Impfteams im Vordergrund, die für Auffrischungsimpfungen in Alten- und Pflegeheimen sowie für Sonderimpfaktionen im Einsatz seien.

Pro Landkreis und kreisfreier Stadt soll Holetschek zufolge bis Ende April 2022 in der Regel maximal noch ein verkleinertes, stationäres Impfzentrum betrieben werden – finanziert wie bisher vom Freistaat beziehungsweise vom Bund. Die Impfzentren fungierten zudem als Basisstation und koordinierende Stelle für die mobilen Impfteams. Außerdem soll es dort einmal wöchentlich Impfsprechstunden geben. Bei Bedarf könne die Kapazität der Impfzentren hochgefahren werden.

+++ Clubs dürfen öffnen +++

Nach knapp eineinhalb Jahren coronabedingter Zwangspause darf ab diesen Freitag (1. Oktober) in den Clubs und Diskotheken Bayerns wieder getanzt werden, und zwar ohne Abstand und Maske. Das teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Für Besucher sowie Beschäftigte mit Kundenkontakt gilt eine verschärfte 3G-Regel: Einlass bekommen nur Geimpfte und Genesene, oder man muss einen negativen PCR-Test vorweisen. Ein Antigen-Schnelltest oder ein Selbsttest reichen also nicht aus. Beschäftigte mit Kundenkontakt müssen mindestens zweimal wöchentlich einen PCR-Test machen.

Laute Musik, Tanz ohne Abstand sowie die Abgabe von Getränken am Tresen seien wie branchenüblich zulässig, hieß es. Die Staatsregierung dringt jedoch auf "konsequente Kontrollen". Verstöße sollen mit einem Bußgeld bestraft werden.

+++ Kabinett: Maskenpflicht an Schulen lockern und Clubs öffnen +++

Das Kabinett will am Donnerstag wie angekündigt das Ende der Maskenpflicht im Unterricht beschließen sowie die Öffnung von Clubs und Diskotheken zum Oktober erlauben. Dies soll im Umlaufverfahren geschehen, also ohne Kabinettssitzung oder -schalte.

Seit dem Beginn des Schuljahres mussten Schülerinnen und Schüler auch am Platz wieder Mund- und Nasenschutz tragen - an weiterführenden Schulen eine medizinische Maske, an Grundschulen sind auch Mund-Nasen-Bedeckungen aus Stoff erlaubt. Dies soll laut Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) nun enden, und zwar schon ab Montag. Außerhalb des Klassenzimmers müssen im Schulhaus weiter Masken getragen werden.

Clubs und Diskotheken dürfen nun nach langer Corona-Zwangspause wieder öffnen, wohl schon zum Wochenende. Einlass bekommen nur Geimpfte und Genesene, oder man muss einen negativen PCR-Test vorweisen. Ein Antigen-Schnelltest reicht dafür nicht aus.


Corona-News vom 29.09.2021

+++ Städte fordern Ausdehnung von 2G-Zugangsregeln +++

Die Städte fordern mehr Corona-Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene bei Freizeiteinrichtungen im Herbst und Winter. "Wir müssen alles tun, um noch mehr Menschen fürs Impfen zu motivieren und die Impfquote zu steigern", sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, der Deutschen Presse-Agentur. Er appelliere an alle Länder, 2G-Regelungen für den Freizeitbereich zu treffen. Mehrere Bundesländer haben für Veranstalter eine 2G-Regel als Option eingeführt - ergänzend zum generellen 3G-Modell.

Der Städtetag forderte außerdem 2G-Regeln für bestimmte Beschäftigte. "Wir begrüßen, dass Arbeitgeber den Impfstatus in sensiblen Berufen, in denen besonders schutzbedürftige Menschen betreut werden, abfragen dürfen", sagte Jung. Die Städte gingen aber noch einen Schritt weiter. "Wir erwarten, dass sich die Beschäftigten im pädagogischen Bereich, zum Beispiel in Kitas, Schulen und Wohngruppen, aber auch in Krankenhäusern und in der Pflege impfen lassen." Die Länder sollten dort 2G für das Personal zur Voraussetzung machen, um hineinzukommen.

Der SPD-Politiker mahnte, alles zu tun, "um durch eine höhere Impfquote und 2G vor allem Kinder und kranke oder pflegebedürftige Menschen zu schützen." So komme man gut durch den Winter. "Dann können wir uns wieder mehr Normalität erlauben und auch Weihnachtsmärkte besuchen. Und dann können wir wahrscheinlich im nächsten Frühjahr die Pandemie weitgehend hinter uns lassen."

+++ Schüler müssen im Unterricht wohl bald keine Masken mehr tragen +++

Schülerinnen und Schüler in Bayern sollen in Kürze am Platz keine Masken mehr tragen müssen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach Teilnehmerangaben in einer CSU-Fraktionssitzung im Landtag in München an. Demnach soll dies in der Kabinettssitzung an diesem Donnerstag beschlossen werden. Ab wann genau die Maskenpflicht am Platz entfallen soll, blieb aber zunächst offen. Diese hatte seit dem Start des neuen Schuljahres wieder gegolten, um nach den Sommerferien die Corona-Gefahr an den Schulen einzudämmen - bis auf weiteres, hatte es geheißen, ein konkretes Enddatum war bisher nicht genannt worden.

+++Virologe Drosten erwartet Herbstwelle +++

Virologe Christian Drosten hält die derzeitige Beruhigung der bundesweiten Corona-Infektionszahlen für ein vorübergehendes Phänomen. Es sei schon zu sehen, dass in ostdeutschen Bundesländern die Inzidenz offenbar unabhängig vom Ferienende wieder Fahrt aufnehme. "Ich denke, da deutet sich jetzt die Herbst- und Winterwelle an, die wir im Oktober wohl wieder sehen werden", sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Dienstagabend in einem Auszug aus dem Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info.

Der vorherige Anstieg der Inzidenz sei insbesondere auf das Testen an Schulen nach Ende der Sommerferien und eingeschleppte Fälle zurückzuführen gewesen - und war nach Drostens Einschätzung noch nicht unbedingt der Beginn der Winterwelle. Angesichts der gegenwärtigen Quote von rund 64 Prozent vollständig Geimpften in der Bevölkerung gehe er in diesem Jahr von deren Losrollen zu einem Zeitpunkt wie im Vorjahr aus, sagte der Corona-Experte dem Sender. Damals sei es in der zweiten Oktoberhälfte eindeutig gewesen, "dass wir wieder in einen exponentiellen Anstieg gehen".


Corona-News vom 28.09.2021

+++ Österreich: Ende der Ausreisekontrollen aus Braunau +++

Für die Ausreise aus dem oberösterreichischen Bezirk Braunau ist ab Mittwoch kein Corona-Nachweis mehr nötig. Die Kontrolle von Impfung, Test oder Genesung war am 18. September wegen zu hoher Corona-Zahlen und einer zu niedrigen Impfquote eingeführt worden. Am Dienstag gab die oberösterreichische Landesregierung die Lockerung für die Region an der bayerischen Grenze bekannt: Die Sieben-Tage-Inzidenz sei unter den Schwellenwert von 300 gefallen, und die Impfrate habe 50 Prozent überschritten.

+++ AfD scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht im Landtag +++

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat einen Eilantrag von AfD-Landtagsabgeordneten auf vorzeitige Aufhebung der Maskenpflicht im Maximilianeum auch am Sitzplatz abgelehnt. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei "unzulässig und wäre auch unbegründet", entschied der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, der in besonderen Eilfällen zur Entscheidung berufen ist, am Dienstag in München.

Die derzeitige Regelung mit einer grundsätzlichen Pflicht zum Tragen einer Maske im Maximilianeum, die auch am Platz der Abgeordneten im Plenum gilt, endet am 30. September. Die Anschlussregelung ab 1. Oktober sieht vor, dass auf eine Maskenpflicht verzichtet werden kann, wenn der Infektionsschutz etwa durch Mindestabstand gewährleistet ist und die Krankenhausampel auf Grün steht. Die beiden Kläger wollten aber erreichen, dass die Maskenpflicht schon bei der Plenarsitzung an diesem Mittwoch, dem 29. September, außer Vollzug gesetzt wird.

Neben juristischen Gründen führte der Gerichtspräsident an, dass "der Umstand, dass die beiden Abgeordneten in der anstehenden Plenarsitzung ein weiteres Mal der bisherigen grundsätzlichen Maskenpflicht am Platz nachkommen müssen, ersichtlich keinen schweren Nachteil" begründe. Auch würden die Abgeordnetenrechte durch die Maßnahmen nicht offenkundig verletzt. Der Verfassungsgerichtshof hatte bereits im September 2020 und im Mai 2021 Anträge der AfD-Fraktion und einzelner ihrer Abgeordneten gegen die Maskenpflicht im Landtag abgelehnt.

+++ Fast drei Viertel der Erwachsenen in Deutschland vollständig geimpft +++

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind nun fast drei Viertel der Erwachsenen und ein Drittel der Kinder zwischen 12 und 17 Jahren vollständig geimpft. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag inzwischen 74,7 Prozent aller Menschen ab 18 Jahren bekommen - und 33,2 Prozent derjenigen von 12 bis 17 Jahren. 

Die Münchner Impfquote liegt, bezogen auf die impffähige Bevölkerung ab 12 Jahren, bei den Erstimpfungen bei 71,4 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 66,8 Prozent (Stand 27.09.).

+++ Kinderärzte: Über Impfpflicht bei Lehrern und Pflegekräften nachdenken +++

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen ins Gespräch gebracht. "Wenn viele Beschäftigte in Kitas, Schulen und Kliniken Impfungen weiter verweigern, sollte der Gesetzgeber ernsthaft über eine Impfpflicht in diesen sensiblen Bereichen nachdenken", sagte Fischbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). "Wer mit vulnerablen Gruppen zu tun hat und die eigene Immunisierung ablehnt, hat seinen Verstand ausgeschaltet."

+++ Inzidenz in München sinkt wieder unter 100 +++

Wie das Robert Koch-Insttut (RKI) am Dienstagmorgen mitteilte, beträgt die Inzidenz in der Stadt München 93,6. Somit ist sie im Vergleich zum Vortag gesunken (101,1).


Corona-News vom 27.09.2021

+++ RKI registriert 3.022 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 61,7 +++

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat es im Vergleich zum Vortag kaum Dynamik gegeben. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 61,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 61,4 gelegen, vor einer Woche bei 71,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3.022 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.36 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3.736 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 13 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.199.400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

+++ Impfaktionen in München gehen weiter +++

Auch in dieser Woche können sich Impfwillige in München wieder impfen lassen - ohne Termin und Anmeldung. Hierist es in den kommenden Tagen möglich. 

+++ Studie: Corona drückt Lebenserwartung ähnlich wie Zweiter Weltkrieg +++

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in vielen Ländern einer Studie zufolge so stark gesunken wie seit dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa nicht mehr. In einigen Ländern sei der Fortschritt der vergangenen Jahre in kurzer Zeit zunichtegemacht worden, berichten Forscher des Leverhulme Centre for Demographic Science an der Universität Oxford im "International Journal of Epidemiology". Bei Männern war der Rückgang demnach größer als bei Frauen.

Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler Daten aus 29 Staaten, die meisten aus Europa, darunter Deutschland, sowie Chile und die USA. In 27 dieser Staaten sank demnach 2020 die Lebenserwartung, in 22 Ländern um mindestens ein halbes Jahr. "In westeuropäischen Ländern wie Spanien, England und Wales, Italien, Belgien wurde ein solcher Rückgang der Lebenserwartung in einem einzigen Jahr zum Zeitpunkt der Geburt zuletzt während des Zweiten Weltkriegs beobachtet", sagte Co-Autor José Manuel Aburto. Am meisten sank die Lebenserwartung von Männern in den USA - um 2,2 Jahre im Vergleich zu 2019. 

+++ Inzidenz in München über 100 +++

Die Inzidenz in München beträgt derzeit 101, 1, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen mitteilte. Sie ist damit leicht gesunken. 

Corona-News vom 26.09.2021

+++ Corona-Infektionen auf Plateau +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erstmals in dieser Woche wieder leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 61,4 an. Am Vortag hatte der Wert bei 60,6 gelegen (Vorwoche: 70,5). Die Inzidenz war seit dem Sommer bis etwa Anfang September stetig gestiegen, erreichte dann ein Plateau und sank seit Mitte des Monats in der Tendenz wieder.

Die derzeitige Entwicklung könne auf einen Rückgang des Sommerreiseverkehrs, eine Abnahme der festgestellten Infektionen beim Schulanfang sowie auf die Impfquote und die Einführung der 2G- und 3G-Regeln in vielen Bereichen zurückzuführen sein, hieß es im Wochenbericht des RKI zu dem rückläufigen Trend. Experten verweisen auf ein ähnliches Plateau im vergangenen Jahr und befürchten einen erneuten Anstieg der Zahlen in den nächsten Wochen. Grundsätzlich sei es noch zu früh, um von einer Entwarnung oder einem anhaltenden Trend zu sprechen, hatte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag gesagt.

+++ Computer-Software in allen Impfzentren ausgefallen +++

In allen bayerischen Impfzentren ist am Sonntagmorgen das Computersystem ausgefallen. Das bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Ein "Netzwerkproblem im BayIMCO-Rechenzentrum" sei die Ursache gewesen, sagte sie in München. "Es konnte vorübergehend nicht auf das System zugegriffen werden." Am Sonntagmittag seien das Programm und damit auch die Impfzentren wieder im Normalbetrieb gelaufen.

Zuvor hatte die Stadt Rosenheim mitgeteilt, "im gesamten Freistaat" sei die Software ausgefallen, "in allen Impfzentren". Zeitweise galt: "Alles muss händisch vorgenommen werden. Das bedeutet, dass im Impfablauf mit Wartezeiten zu rechnen ist."

Corona-News vom 25.09.2021

+++ Freie Wähler: Maskenpflicht in Schule am Platz abschaffen +++

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger will die Maskenpflicht für Schüler am Sitzplatz und beim Sportunterricht nicht verlängern. "Die aktuell erfreulich niedrigen Fälle von positiv Getesteten an den Schulen rechtfertigen die Maskenpflicht nicht mehr", sagte Aiwanger am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Demzufolge waren am Mittwoch an den weiterführenden Schulen in Bayern nur 189 von 639.000 auf Corona getesteten Kindern und Jugendlichen positiv gewesen. "Das sind 0,03 Prozent. Das zeigt, unsere Schulen sind derzeit sehr sicher und es ist höchste Zeit, dass die Schülerinnen und Schüler vom stundenlangen Maskentragen am Sitzplatz und im Sport befreit werden", erläuterte Aiwanger.

Die Freien Wähler würden deshalb einer Verlängerung der jetzigen Masken-Regelung nicht mehr zustimmen, betonte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident

+++ Ministerium will Mitnahme von Schutzmasken im Auto zur Pflicht machen +++

Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll künftig zur Pflicht werden. Zuerst hatte die "Rheinische Post" über die Pläne berichtet. 

Demnach müssen Fahrzeugführer auch nach der Corona-Pandemie stets zwei Mund-Nase-Bedeckungen im Auto dabei haben. Geplant sei, dass die Masken künftig dem vorgeschriebenen Inhalt des Verbandkastens in Pkw, Lkw und Bussen hinzugefügt werden. Dies hatte nach Angaben des Ministeriums der Bundesverband Medizintechnologie vorgeschlagen.

+++ Angriffe auf Impfzentren vor allem in Bayern +++

Sachbeschädigungen, Drohungen, Beleidigungen, Diebstähle, körperliche Angriffe: In Bayern und Sachsen  gab es nach Agenturangaben bundesweit die meisten Angriffe auf Impfzentren.

In Bayern gab es nach Auskunft des dortigen Innenministeriums seit Dezember 2020 insgesamt 56 Straftaten im Zusammenhang mit Impfzentren, in Sachsen allein in diesem Jahr 54.

Manche Bundesländer können keine konkreten Zahlen nennen; insgesamt wurden bundesweit mindestens 190 polizeilich relevante Fälle erfasst. 


Corona-News vom 24.09.2021

+++ Immer mehr Corona-Intensivpatienten in München +++

Der Chef des Corona-Krisenstabs, Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble hat am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Stadtrats die aktuelle Corona-Situation geschildert. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" . Demnach gibt es bayernweit 269 Patienten, die wegen Corona in Intensivbetten liegen, Anfang September waren es noch 100 Patienten weniger.

Laut Schäuble liegen allein in den Münchner Krankenhäusern 25 Prozent aller Covid-Intensivpatienten Bayerns: "Das bringt die Münchner Kapazitäten der Kliniken durchaus in Wallung." Der reguläre OP-Betrieb müsse dort eingeschränkt werden und es sei wieder mit finanziellen Einbußen zu rechnen. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) erklärte, sie sei in Gesprächen mit Klinik-Verantwortlichen darauf hingewiesen worden, dass "eigentlich jetzt schon die rote Ampel steht". 

+++ Klare Mehrheit gegen Ende aller Corona-Auflagen +++

Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen. Bei einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wandten sich 61 Prozent der Befragten gegen eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. 33 Prozent wären hingegen dafür.

+++ Über 90 Prozent des Krankenhauspersonals geimpft +++

Die Impfskepsis in der bayerischen Bevölkerung ist hoch, die Impfquote niedriger als in Norddeutschland. Doch das gilt nicht für Bayerns Krankenhäuser – die ganz große Mehrheit der Belegschaften hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Corona-News vom 23.09.2021

+++ Moderna-Chef: Corona Mitte 2022 "wie normale Grippe" +++

Der Chef des Impfstoffherstellers Moderna, Stephane Bancel, geht von einem Ende der Pandemie in einem Jahr aus. Bis Mitte 2022 seien genügend Dosen vorhanden, um alle Menschen impfen zu können, sagte er der "Neuen Zürcher Zeitung". Ab dann werde aus Covid-19 eine normale Grippe. "In einem Jahr ist die Pandemie vorbei." Die Corona-Impfung könne dann Bestandteil einer kombinierten Immunisierung gegen Atemwegsviren sein. Moderna habe eine solche Impfung bereits entwickelt, sie soll ab 2023 bereit sein.

+++ Holetschek warnt vor Corona-Infektionen im Herbst +++

Das Ende des Sommers erhöht nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) das Corona-Infektionsrisiko für alle Nicht-Geimpften. "Jetzt ist höchste Zeit, sich impfen zu lassen, denn der Herbst ist Erkältungszeit und damit auch Nährboden für Corona", sagte er am Donnerstag in München.

Weiter: "Wir haben es selbst in der Hand, Verantwortung für uns selbst und für andere zu übernehmen und mit der Impfung einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen die Pandemie zu leisten." Nur mit der Impfung könne der Weg aus der Pandemie gelingen. "Nur mit der Impfung können wir unser Gesundheitswesen und alle dort Beschäftigen entlasten. Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns: Lassen Sie sich jetzt impfen, Impfen ist der beste Schutz."

Corona-News vom 22.09.2021

+++ Spahn erwartet im Frühjahr Ende der Corona-Pandemie +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet im kommenden Frühjahr mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus und damit mit einem Ende der Pandemie. "Wenn keine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr unwahrscheinlich ist, dann haben wir die Pandemie im Frühjahr überwunden und können zur Normalität zurückkehren", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Herdenimmunität wird immer erreicht. Die Frage ist ja nur wie: ob durch Impfung oder Ansteckung. Die Impfung ist definitiv der sicherere Weg dorthin", sagte Spahn.

+++ Ab November keine Entschädigung mehr für Ungeimpfte bei Quarantäne +++

Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen die meisten Nicht-Geimpften spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern mehrheitlich in einem Beschluss am Mittwoch, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

+++ 63,4 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft +++

63,4 Prozent der Menschen in Deutschland sind nun vollständig gegen Corona geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor (Stand: 9.21 Uhr). Demnach wurden am Dienstag 222.988 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 56 Millionen Menschen (67,4 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 52,7 Millionen sind vollständig geimpft.


Corona-News vom 21.09.2021

+++ Bericht: Kein Krankengeld mehr für Ungeimpfte bei Quarantäne +++

Am Mittwoch beraten die Gesundheitsminister der Bundesländer über bundesweit einheitliche Regeln, nach Informationen der "Bild"-Zeitung gibt es aber schon im Vorfeld eine gesonderte Einigung, verweist die Zeitung auf ein entsprechendes Beschlusspapier. 

Die Bundesländer beschließen gemeinsam, was zum Beispiel Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bereits planten: Demnach bekommen Arbeitnehmer, die in behördlich angeordnete Quarantäne müssen und nicht geimpft sind, keine Entschädigung, also kein Krankengeld. Auch der Arbeitgeber müsse für diese Zeit nichts zahlen. Das Ganze soll bereits ab dem 11. Oktober gelten.

+++ Holetschek hält nichts von Diskussion über Ende von Corona-Auflagen +++

"Wer jetzt einen 'Freedom Day' fordert, der hat den Ernst der Lage nicht begriffen", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag und erteilte damit Überlegungen zu einem sogenannten Freedom Day zur Beendigung der Corona-Beschränkungen auch in Deutschland. 

Ziel müsse es weiterhin sein, möglichst viele Menschen vor Infektionen und lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen zu schützen. "So etwas wie einen 'Tag der Freiheit' kann man für sich persönlich bereits jetzt erreichen: indem man sich impfen lässt", betonte der Minister. So würden auch Mitmenschen geschützt, die sich selbst nicht impfen lassen können. Die Diskussion um ein Ende aller Corona-Beschränkungen hatte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, ausgelöst. Er hatte dies zum 30. Oktober gefordert.

+++ Ende der Corona-Beschränkungen im März 2022? +++

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestags, Erwin Rüddel (CDU), erwartet ein Ende der Corona-Beschränkungen ab dem kommenden Frühjahr. "Ich rechne mit vollständiger Normalität ab März 2022", sagte Rüddel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). "Bis dahin müssen die Ungeimpften abwägen, was ihnen wichtig ist", betonte er.

+++ Inzidenz bei schulpflichtigen Kindern steigt stark +++

Durch die Corona-Tests in den Schulen sind möglicherweise deutlich mehr Infektionen bei Kindern und Jugendlichen entdeckt worden. Dies lassen die aktuellen Infektionszahlen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vermuten. Demnach ist die Inzidenz in der Altersgruppe der 6- bis 15-Jährigen in der zurückliegenden Woche deutlich gestiegen, während bei fast allen anderen Altersgruppen die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat rückläufig war.

In der Gruppe der 6 bis 11 Jahre alten Kinder gab es in der ersten Schulwoche ein Anstieg der Inzidenz von 149 auf 191, während es bei jüngeren Kindern einen leichten Rückgang auf 87 gab (minus 3). Ähnlich deutlich war der Anstieg bei den 12- bis 15-Jährigen von 175 auf 202. Auch hier gab es bei den älteren Jugendlichen (16 bis 19 Jahre) einen Rückgang von 194 auf 173. Mehr dazu lesen Sie hier.


Corona-News vom 20.09.2021

+++ Mobile Impfungen und Luftfilter an Münchner Schulen +++

Mit dem neuen Schuljahr weitet die Stadt München ihre Impfkampagne erneut aus. Von heute an werden mobile Teams neben den Aktionen an ausgewählten Standorten im Stadtgebiet auch an den Münchner Schulen im Einsatz sein und Impfungen für Schüler ab 12 Jahren und deren Angehörige sowie Lehrern durchführen. Die Münchner Schulen haben seit Beginn des Schuljahres die Möglichkeit, Termine für mobile Impfteams an ihren Einrichtungen zu vereinbaren. Sie müssen dafür mindestens 20 impfwillige Personen melden. Aktuelle Informationen zu allen Impfangeboten bietet die Landeshauptstadt München unter muenchen.de/corona

Zum Ende der ersten Schulwoche hat außerdem wie geplant die Ausstattung der Münchner Schulen mit mobilen Luftreinigungsgeräten begonnen. Stadtschulrat Florian Kraus: "Die mobilen Luftreinigungsgeräte ergänzen die bestehenden AHA-L Regeln, die natürlich weiterhin die Grundlage für den Schulalltag sind. Durch die nun erfolgte Änderung der Rahmenbedingungen für den Unterrichtsbetrieb an den bayerischen Schulen können die Luftreinigungsgeräte vor allem dazu beitragen, dass beim Auftreten eines positiven Falles nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne geschickt wird. Daher erhöhen sie die Chance, dass die Schulen im Herbst und Winter immer geöffnet bleiben. Das Referat für Bildung und Sport wird auch weiterhin alles dafür tun, die Gesundheit der Kinder optimal zu schützen."

+++ Impf-Aktionswoche bringt nur leichten Anstieg bei Erstimpfungen +++

Während der siebentägigen Aktion "HierWirdGeimpft" ist die Zahl der Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Bayern im Vergleich zur Vorwoche nur leicht gestiegen. Teils animiert durch Attraktionen wie einer Gratisrunde auf dem Riesenrad bekamen in der vergangenen Woche 78.065 Menschen ihre erste Dosis, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Das waren etwas mehr als in den sieben Tagen vorher , aber weniger als in den beiden Wochen zuvor.

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche sollten von vergangenem Montag an Ungeimpfte von unkomplizierten und niedrigschwelligen Angeboten überzeugt werden. Mehr als 400 der 1.400 Aktionen fanden laut dem Ministerium im Freistaat statt. Neben der Aktion mit einem Riesenrad in München gab es Angebote auf bayerischen Marktplätzen, in Einkaufszentren oder am Fußballplatz.

Die Impfquote reiche für einen unbeschwerten Herbst noch nicht aus, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Im Freistaat sind 63,9 Prozent mindestens einmal und 60,9 Prozent vollständig geimpft. Im Ländervergleich hat Bayern damit die fünftniedrigste Impfquote.

+++ Wintersaison mit 3G-Regeln +++

Die Seilbahnbetreiber in Deutschland und Österreich stellen sich auf eine Wintersaison mit sogenannten 3G-Regeln ein. Die österreichische Regierung in Wien gab am Montag bekannt, dass Seilbahnbetreiber nur gegen Covid-19 Geimpfte, Getestete oder Genesene befördern dürfen. Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen wird es für die Skilifte dort nicht geben, eine FFP2-Maskenpflicht jedoch schon. Sollte die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Kranken steigen, werden die Regeln für ungeimpfte Wintersportler verschärft. "Ich bin überzeugt, dass mit diesen Rahmenbedingungen eine unbeschwerte, sichere Wintersaison in unserem Land möglich sein wird", sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger bei einer Pressekonferenz in Wien.

Man unterstütze diese Regeln; sie garantierten einen sicheren Wintersport und die Gäste fühlten sich besser, teilte auch der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte am Montag auf Anfrage mit. Die Kontrollpflicht sei allerdings zu strikt geregelt und in der alleinigen Verantwortung der Betreiber, kritisierte der Verband. Hier müsse nachgebessert werden.

"Wir freuen uns natürlich über das Versprechen der bayerischen Staatsregierung, dass es keinen Lockdown geben wird und die Seilbahnen mit 3G die Wintersaison gesichert planen können", sagte Verbandspräsident Matthias Stauch der Deutschen Presse-Agentur. 

+++ Sibler setzt auf Stichproben zum Start des Wintersemesters

Mit Stichproben soll an Bayerns Hochschulen sichergestellt werden, dass ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete in den Gebäuden unterwegs sind. "Im Regelfall werden es strukturierte und engmaschige Stichproben sein", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag im Bayerischen Rundfunk. Ideal wäre es, wenn sich möglichst viele Studierende gegen Corona impfen ließen. Das Wintersemester beginnt im Oktober.

Eine Lehre in Präsenz soll Sibler zufolge wieder die Regel sein, nicht die Ausnahme. Es solle aber auch weiter digitale Angebote als Ergänzung geben, etwa bei großen Vorlesungen.

+++ Testnachweispflicht für Kita-Beschäftigte gilt ab heute +++

Ungeimpfte Beschäftigte in Kindertagesstätten in Bayern müssen seit diesem Montag nachweisen, dass sie negativ auf Corona getestet sind. Die Tests müssen drei Mal pro Woche durchgeführt werden, wie das Familienministerium erklärte. Ohne Nachweis, dass keine Corona-Infektion vorliegt, dürfen die Mitarbeiter nicht in die Einrichtung.

Die Regel hatte das Kabinett vergangene Woche beschlossen. Neben den eigenen Beschäftigten gilt die Pflicht auch für Mitarbeiter von außen, also zum Beispiel Reinigungskräfte oder Musiklehrer. Der Freistaat stellt den Kitas Selbsttests bereit. So könnten sich auch geimpfte oder genesene Beschäftigte freiwillig testen.


Corona-News vom 19.09.2021

+++ Lauterbach sieht Après-Ski in der kommenden Wintersaison kritisch +++

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hat kritisch auf den Vorstoß von Sebastian Kurz reagiert, der eine sichere Wintersaison in dem Alpenland versprochen und Après-Ski nur für Geimpfte in Aussicht gestellt hatte. "In Innenräumen haben wir jetzt schon viele Ansteckungen auch unter Geimpften. Diese Fälle werden noch zunehmen, wenn der Impfschutz nachlässt", sagte er der Funke Mediengruppe.

Ob Après-Ski überhaupt möglich sein werde, hänge nicht zuletzt von Booster-Impfungen oder von weiterentwickelten Impfstoffen ab, merkte der Gesundheitsexperte an.

+++Weitere Lockerungen für Kulturbranche +++

Für die Kulturbranche in Bayern gibt es in der Corona-Pandemie weitere Lockerungen. So dürfen kulturelle Einrichtungen nun selbst entscheiden, ob sie Gäste im Abstand von 1,5 Meter platzieren - dann ohne Maskenpflicht für die Besucher - oder ob auf Mindestabstände verzichtet wird - dann jedoch mit Maskenpflicht. Das geht aus dem neuen Rahmenkonzept hervor, dass das Kunstministerium am Sonntag vorstellte.

Bei kulturellen Veranstaltungen gilt ab einer Inzidenz von 35 die 3G-Regel, Besucher müssen also geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Bei mehr als 1.000 Besuchern gilt die Regel draußen und drinnen unabhängig davon, wie hoch die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist. Draußen gilt auch bei größeren Veranstaltungen nun keine Maskenpflicht mehr.


Corona-News vom 18.09.2021

+++ Lockerungen der Corona-Auflagen für Laienmusiker und -theater ++++

Kunstminister Bernd Sibler und Marcel Huber, Präsident des Bayerischen Musikrats e.V., haben am Samstag in Gersthofen im Rahmen der Verleihung der Zelter- / Pro Musica-Plaketten an Chöre und Musikkapellen ein neues Rahmenkonzept vorgestellt. 

Dieses enthält weitreichende Lockerungen für Laienmusiker und Amateurtheater. Bei Proben von Chören und Laienmusikensembles sind Mindestabstände nun nicht mehr zwingend vorgeschrieben. 

Für Proben in den Bereichen Laienmusik und Amateurtheater gelten folgende Regelungen: 

  • Wird in einem Landkreis/einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten, dürfen zu den Proben in geschlossenen Räumen nur noch Personen zugelassen werden, die geimpft, genesen oder getestet sind. Davon ausgenommen sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag, Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Tests im Rahmen des Schulbesuchs bekommen, und noch nicht eingeschulte Kinder. 
  • In Gebäuden und geschlossenen Räumen haben Besucher eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. 
  • Wenn am festen Sitz-/Stehplatz ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, entfällt für Probenteilnehmer, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, die Maskenpflicht. Selbiges gilt, wenn das Tragen einer Maske das aktive Musizieren bzw. die künstlerische Konzeption des Schauspiels nicht zulässt, insbesondere beim Spielen von Blasinstrumenten oder bei Gesang. 

+++ Ab Montag Testnachweispflicht für Kita-Beschäftigte +++

Ab Montag müssen ungeimpfte Beschäftigte in Kindertagesstätten in Bayern nachweisen, dass sie negativ auf Corona getestet sind. Daran erinnerte Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Samstag. So solle die Sicherheit für Kinder, Eltern und die Mitarbeiter erhöht werden, teilte das Ministerium mit. Die Beschäftigten müssen sich ab kommender Woche dreimal pro Woche testen. Ohne Nachweis dürfen sie nicht in die Einrichtung.Die Regel hatte das Kabinett vergangene Woche beschlossen. Neben den eigenen Beschäftigten gilt die Pflicht auch für Mitarbeiter von außen, also zum Beispiel Reinigungskräfte oder Musiklehrer. Der Freistaat stellt den Kitas Selbsttests bereit. So könnten sich auch geimpfte oder genesene Beschäftigte freiwillig testen.

Eltern müssen sich nicht testen lassen, wenn sie ihre Kinder bringen und abholen oder kurz mit den Erziehern reden wollen. Für Kinder soll es sogenannte Lollitests geben, zudem bekommen Eltern Berechtigungsscheine für kostenlose Selbsttests - verpflichtend ist das allerdings nicht. Masken müssen Erwachsene weiter tragen. Trautner sagte, derzeit seien sehr wenige Kitas wegen Corona geschlossen.

+++ Kurz: Bei steigenden Zahlen Apres-Ski nur für Geimpfte +++

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verspricht eine sichere Skisaison. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Apres-Ski-Lokalen erhalten, kündigte er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe an. Sowohl 70 Prozent der über 12-Jährigen in Österreich als auch die überwiegende Masse der Touristen seien geimpft. "Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege."

Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden. Am Freitag wurde in Wien ein Schadenersatz-Prozess gegen den Staat Österreich verhandelt. Die Kläger sind Hinterbliebene eines Corona-Toten, der in Ischgl geurlaubt hatte. Ihr Anwalt argumentierte, dass Kurz mit seiner unvorbereiteten Ankündigung der Quarantäne für Ischgl für ein Ausreise-Chaos mit weiteren Infektionen verantwortlich war. Die Republik weist die Vorwürfe von sich.

Kurz sagte im Interview, dass auch die sogenannte 3G-Regel für einen sicheren Winter sorgen werde - also der Zutritt zu Gastronomie und Hotels nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Der konservative Kanzler räumte ein, dass die Kampagne der rechten FPÖ mit ein Grund für Österreichs niedrigere Impfrate im Vergleich zu Deutschland ist.


Corona-News vom 17.09.2021

+++ Gesundheitsminister Spahn: Mit Antikörpertest genügt Infizierten eine Impfung +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Bürgern nach einer unbemerkten Corona-Infektion ermöglichen, dass ein Antikörpertest und eine Impfung bereits als Nachweis für einen vollständigen Impfschutz ausreichen. "Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken", sagte der Politiker der "Bild"-Zeitung (Samstag). "Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen."

Die Impfverordnungen müssten dafür nicht angepasst werden, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die neue Regel solle in Kürze auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts bekannt gegeben werden. Bezahlt werden muss der Antikörpertest (circa 20 bis 25 Euro) allerdings selbst. Für den Status "Genesen", für den keine Impfung erforderlich ist, sei nach wie vor ein positiver PCR-Test als Nachweis erforderlich. Der Status gilt für sechs Monate nach der Infektion - danach ist auch für diese Menschen eine Impfung nötig, um als geschützt zu gelten.

+++ München-Inzidenz eigentlich bei rund 120 +++

Die Sieben-Tages-Inzidenz in München würde aufgrund der vielen Infektions-Nachmeldungen, die es derzeit gibt, aktuell eigentlich bei rund 120 liegen. Das teilte das Gesundheitsreferat München auf AZ-Nachfrage mit. Wegen kurzfristigen Personalmangels sei es zu Meldeverzögerungen gekommen, die nun Hunderte Nachmeldungen pro Tag zur Folge haben. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Geld für die Corona-Impfung? Spahn lehnt Impfprämie ab +++

Geld für die Corona-Impfung? Dafür hatte sich zuletzt Linksfraktionschef Dietmar Bartsch ausgesprochen und einen Betrag von 50 Euro für die Impfung genannt. Auch Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. "Ich würde auch eine Geldprämie begrüßen – alles, was hilft, ist richtig, um in die Normalität zurückzukehren", sagte er der "Wirtschaftswoche".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wandte sich jedoch erneut gegen staatliche Impfprämien. "Ich finde die Frage spannend, was denn die 55 Millionen dazu sagen, die schon geimpft sind, die sich einen Termin besorgt haben, die mögliche Impfreaktionen in Kauf genommen haben, um sich und andere zu schützen", sagte er bei RTL/ntv.

+++ Quarantäne-Regeln in Bayern werden stark gelockert +++

Bayern verkürzt die Corona-Quarantänezeiten und stellt die Kontaktnachverfolgung neu auf. Enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen nun zehn Tage in Isolation oder können sich nach fünf Tagen mit einem PCR- oder nach sieben Tagen mit einem Antigenschnelltest freitesten, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag in München sagte. Für vollständig Geimpfte und Genesene ist keine Quarantäne vorgeschrieben.

Bei der Kontaktnachverfolgung wird künftig priorisiert: Situationen mit einem hohen Übertragungsrisiko, wie etwa Feiern, werden zuerst behandelt. Auch Fälle, bei denen Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf involviert sind wie in Altersheimen, sollen schneller bearbeitet werden. Die Änderungen sind seit vergangenem Donnerstag (16. September) in Kraft.

+++ Tickets für den FC Bayern: Arbeitgeberpräsident kann sich Impfprämie vorstellen +++

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. Im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" sagte er zu neuen Anreizen für eine Corona-Impfung: "Das kann man ja auch regional unterschiedlich gestalten: In München zum Beispiel mit Tickets für den FC Bayern, da würde sich wahrscheinlich die halbe Stadt piksen lassen. Und ja: Ich würde auch eine Geldprämie begrüßen - alles, was hilft, ist richtig, um in die Normalität zurückzukehren." Die Corona-Impfkampagne stockt bereits seit einiger Zeit, Grund ist die mangelnde Nachfrage in der Bevölkerung.

+++ Wie angekündigt: München-Inzidenz steigt stark an +++

Wie die Stadt am gestrigen Donnerstag schon angekündigt hat, meldet das RKI in der Nacht auf Freitag einen sprunghaften Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz für München. Sie liegt jetzt bei 88,2 (Vortag: 62,1). Derzeit registriert die Stadt ungewöhnlich viele Nachmeldungen bei den Neuinfektionen. 

Corona-News vom 16.09.2021

+++ Bayerische Kreise haben höchste Inzidenz in Deutschland +++

Der Landkreis Berchtesgadener Land (221,0), Landkreis Traunstein (219,7) und die Stadt Rosenheim (202,9) haben die höchsten Corona-Inzidenzen in ganz Deutschland. Sie sind, laut RKI, bundesweit die einzigen Kreise mit Werten über 200. Auf Bundeslandebene liegt Bayern mit einer Inzidenz von 84,3 dagegen eher im oberen Mittelfeld. Der bundesweite Durchschnitt wurde am Donnerstagmorgen mit 76,3 angegeben.

+++ 20 Prozent sind gegen Privilegien für Geimpfte und Genesene +++

20 Prozent der Deutschen sind nach einer neuen Umfrage des Hamburger Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ) gegen Privilegien für Geimpfte und von Corona Genesene. Sie finden es nicht gut, wenn immunisierte Menschen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen befreit werden und ihre alten Freiheiten in Restaurants und Hotels, Sport- und Kultureinrichtungen zurückerhalten.

Demnach sind besonders Jüngere und Singles gegen eine Besserstellung Geimpfter und Genesener. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen betrug die Ablehnung 25 Prozent, bei den Singles im Alter von 25 bis 49 Jahren sogar 28 Prozent. Unter Familien mit Jugendlichen und Landbewohnern ist die Ablehnung mit 15 beziehungsweise 14 Prozent dagegen deutlich niedriger.

+++ München-Inzidenz sinkt +++

Das RKI meldet in der Nacht auf Donnerstag für München eine Sieben-Tage-Inzidenz von 62,1 (Vortag: 64,3).

Corona-News vom 15.09.2021

+++ Demonstration gegen Impfaktion in Kösching eskaliert +++

Bei einer Demonstration von Impfgegnern gegen eine Impfaktion an einer Realschule in Kösching bei Ingolstadt ist es am Mittwoch zu Handgreiflichkeiten gekommen. Wie eine Polizeisprecherin sagte, hatten sich am Morgen etwa 15 Demonstranten vor der Schule versammelt.

Sie seien "das mobile Impfteam angegangen, und es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen". Darauf seien mehrere Streifenwagen angerückt. Die Beamten hätten die Lage beruhigt, die Impfaktion sei dann fortgesetzt worden.

+++ Ärger bei Lehrerverbänden: Lolli-Tests zu kurzfristig +++

Die Ruhe währte nur kurz: Unmittelbar nach Beginn des neuen Schuljahrs haben sich Lehrervertreter am Mittwoch zornig zu Wort gemeldet. Grund für den Unmut ist einmal mehr das Vorgehen des Kultusministeriums - speziell die Vorgaben zu den kurzfristig einzuführenden Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen sowie die Organisation von Impfangeboten.

"Das Schuljahr beginnt, wie das alte geendet hat: Hektik, Stress und großer Druck. Musste das so sein?", so die Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, in München. Erst am Freitag habe das Ministerium die Schulen über die neuen PCR-Pooltests informiert, bemängelte auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Mit den kindgerechten Lolli-Tests zum Lutschen soll es bereits am nächsten Montag flächendeckend losgehen.

Binnen weniger Tage sollten die Eltern informiert, Einverständniserklärungen eingeholt, Elternabende abgehalten, Zugänge zu einer digitalen Schnittstelle erstellt und die Logistik geklärt sein. Fleischmann kritisierte zudem, dass die Schulleitungen obendrein noch Impfangebote direkt an den Schulen zu organisieren hätten. Die Verbände forderten, den Zeitdruck rauszunehmen und Schulen von nicht-pädagogischen Aufgaben zu entlasten.

+++ Söder sieht trotz Corona keine Probleme für nächsten Fasching +++

Trotz der andauernden Corona-Krise rechnet CSU-Chef Markus Söder nicht mit Problemen für die kommende Faschingszeit. "Wir gehen davon aus, dass es stattfinden wird", sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch im Presseclub in München. Auflagen wie 3G - also: geimpft, getest oder genesen - seien auch dann sicher zu beachten, auch der allgemeine Impfstatus. Er sei aber "sehr optimistisch", dass die Zahl der Geimpften steige.

+++ Söder: Höhere Impfbereitschaft durch drohende Einkommenseinbußen +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht davon aus, dass sich Ungeimpfte eher impfen lassen, wenn sie im Falle einer Quarantäne keine Lohnfortzahlung mehr bekommen. Der CSU-Chef glaubt, dass sowohl die nicht mehr kostenlosen Corona-Tests als auch die neuen Quarantäneregeln "dem einen oder anderen noch mal ein zusätzliches Argument geben", in der Frage neu zu überlegen, sagte der am Mittwoch im Münchner Presseclub. Hinzu komme ja weiterhin die wissenschaftlich-medizinische Begründung und die emanzipatorische Frage, wie viel Freiheiten Geimpfte bekämen - "nämlich alle".

+++ München-Inzidenz bleibt stabil +++

In der Nacht auf Mittwoch hat das RKI für München einen Inzidenz-Wert von 64,3 gemeldet. Am Vortag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 64,4.


Zum Zwecke der Übersichtlichkeit und besserer Ladezeiten unseres Newsblogs haben wir alte Beiträge ab dieser Stelle gelöscht. Der erste Eintrag stammt vom 15. September.