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Coronavirus-News: Berufsverband lehnt Impfpflicht für Pflegekräfte ab

Das Coronavirus beschäftigt München, Bayern und Deutschland weiterhin. Alle Neuigkeiten, Maßnahmen und Hinweise zum Erreger Sars-CoV-2 lesen Sie im AZ-Newsblog.
von  AZ
Mobile Impfteams sind Ende der Woche in den Stadtbezirken Moosach und Feldmoching-Hasenbergl vor Ort. (Archivbild)
Mobile Impfteams sind Ende der Woche in den Stadtbezirken Moosach und Feldmoching-Hasenbergl vor Ort. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

Der Erreger Sars-CoV-2, der die Krankheit Covid-19 auslösen kann, sorgt in München, Bayern und Deutschland seit Monaten für teils drastische Maßnahmen. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die aktuellen Corona-Entwicklungen in München und Bayern.


Corona-News vom 24.07.2021

+++ Berufsverband lehnt Impfpflicht für Pflegekräfte ab +++

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern hat eine Impfpflicht für Pflegekräfte erneut abgelehnt. "Ich glaube allerdings sehr wohl, dass es eine moralische Pflicht gibt, sich impfen zu lassen, gerade für alle Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten", sagte Verbandspräsident Georg Sigl-Lehner der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Aber diese moralische Pflicht gilt auch für die Gesamtbevölkerung."

Zum einen könne man so andere Menschen schützen. "Ich trage das Virus oft ohne, dass ich es merke, in ein Altenheim, eine Klinik, eine Einrichtung für behinderte Menschen hinein." Zum anderen sei der Selbstschutz ein wichtiges Argument, sich impfen zu lassen. "Diese moralische Pflicht, sich impfen zu lassen, habe ich meines Erachtens aber auch, weil ich ja selbst Kinder habe, einen Partner, eine Familie, für die ich Verantwortung trage."

+++ Wegen Corona: Antragsflut bei gefördertem Wohnraum und Wohngeld in München +++

Das Sozialreferat registriert dieses Jahr eine deutlich erhöhte Nachfrage nach geförderten Wohnungen und Wohngeld. Im Jahr 2020 gingen rund 82 Prozent mehr Anträge für Wohngeld beim Amt für Wohnen und Migration ein als im Jahr zuvor. Seit Juli 2020 verzeichnet die Stadt zudem monatlich eine durchschnittliche Steigerung von rund 800 Anträgen für eine geförderte Wohnung. Weil die Bearbeitung der Anträge sehr lange dauert, fordert Sozialreferentin Dorothee Schiwy Erleichterungen vom Gesetzgeber. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Bayern droht vierte Welle im Herbst +++

Bayern und Deutschland droht eine vierte Corona-Welle im Herbst. Trotz niedriger absoluter Fallzahlen steigen die Infektionsraten derzeit wieder exponentiell an. Für die nähere Zukunft rechnet das Gesundheitsministerium in München zunächst damit, dass die Urlaubssaison mit ihrem erhöhten Reisesverkehr auch zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann. 

Was die weitere Entwicklung betrifft, so rechnet das Robert Koch-Institut in Modellszenarien mit einem neuerlichen starken Anstieg der deutschlandweiten Fallzahlen ab Ende Oktober. Eine große Rolle bei der Ausbreitung des Virus spielt die Delta-Variante, die mutmaßlich ansteckender ist als andere Varianten. Nach Angaben des RKI vom 14. Juli lag der Anteil der Delta-Variante an sämtlichen Neuinfektionen in Deutschland bis dahin bei knapp drei Viertel.

Die große Hoffnung: Dank Impfungen und einer steigenden Zahl von Genesenen schreitet die Immunisierung voran - deswegen geht die Staatsregierung "von einer durchschnittlich niedrigeren Morbiditäts- und Mortalitätsrate" aus als im Jahr 2020.

Corona-News vom 23.07.2021

+++ Apotheken können bald wieder Impfzertifikate ausstellen +++

Schrittweise sollen Apotheken ab nächster Woche wieder Impfzertifikate ausstellen können. Nach und nach sollen sie dann wieder Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Freitag mit.

Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Ministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab.

+++ Spanien und Niederlande als Hochinzidenzgebiete eingestuft +++

Wegen hoher Infektionszahlen hat die Bundesregierung die Urlaubsländer Spanien und Niederlande als Hochinzidenzgebiete eingestuft. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag bekannt. Wer ab Dienstag aus den beiden Ländern zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test auf fünf Tage verkürzen.

+++ Söder kündigt Gespräche über neue Maßstäbe für Auflagen an +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder strebt neue Bewertungsmaßstäbe für künftige Corona-Auflagen an. "Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, um die Frage zu klären: ab wann greift man ein", sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern bei der Klausur des Parteivorstands am Freitag in Gmund am Tegernsee. Für die Entscheidungen müssten neben der Inzidenz auch die erfolgten Impfungen und die Krankenhauszahlen zugrunde gelegt werden. "Wir wollen keinen weiteren Lockdown, aber wir müssen die Denkaufgabe für den Herbst lösen", so Söder.

+++ VGH: Reine Bars und Kneipen dürfen wieder öffnen +++

Der Verwaltungsgerichtshof hat das Verbot, reine Bars und Kneipen zu öffnen, vorläufig gekippt. Das teilte das Gericht am Freitag mit. Für die Schankbetriebe gelten somit die gleichen Regeln wie für Restaurants. Nach der Entscheidung schaltete sich sofort Ministerpräsident Söder in die öffentliche Diskussion ein und gab an, eine generelle Öffnung nicht zulassen zu wollen. Das Kabinett wolle in der kommenden Woche das weitere Vorgehen besprechen. Hier mehr zum Thema lesen.

+++ RKI: Inzidenzanstieg vor allem bei 15- bis 34-Jährigen +++

Der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher vor allem bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren zu beobachten. Während sich die Werte in den Gruppen ab 60 Jahren in den vergangenen Wochen nur minimal und auf sehr niedrigem Niveau veränderten, verzeichnet das RKI für Jüngere relativ starke Zuwächse.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz von 32 in der vergangenen Woche verzeichnen laut RKI die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren. In dem Alter sind schwere Krankheitsverläufe von Covid-19 relativ selten. Die Impfquoten bei den Menschen unter 60 sind zudem auch deutlich geringer als bei den über 60-Jährigen. In diesen Gruppen sind weniger als 5 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst.

+++ Inzidenz in München steigt auf 21,4 +++

Die Inzidenzzahl für München steigt weiter an. Am Dienstag lag der Wert bei 19,3, am Donnerstagmorgen meldet das Robert Koch-Institut (RKI) eine Inzidenz von 21,4.


Corona-News vom 22.07.2021

+++ RKI: Herdenimmunität ist nicht realistisch +++

Wenig ermutigende Aussagen aus dem aktuellen Strategiepapier des Robert Koch-Instituts: "Die Vorstellung des Erreichens einer Herdenimmunität im Sinne einer Elimination oder sogar Eradikation des Virus" - also ein weitgehendes Zurückdrängen oder Ausrotten - sei nicht realistisch. Ziel der Impfungen sei daher, "in der Bevölkerung eine breite Grundimmunität zu erreichen". Diese vermittle einen weitgehenden individuellen "Schutz vor (schweren) Erkrankungen" und verringere zudem die Viruszirkulation. Eine breite Grundimmunität werde jedoch vermutlich diesen Herbst und Winter noch nicht erreicht sein, weil die erwartbare Impfquote von circa 70 bis 80 Prozent unter Erwachsenen noch nicht ausreiche.

Das RKI dringt daher wegen des als wahrscheinlich eingeschätzten Anstiegs der Corona-Fälle im Herbst und Winter darauf, schon jetzt vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. So sollten schwere Krankheitsverläufe, Todesfälle und die Belastung für das Gesundheitswesen klein gehalten "und bevölkerungsbezogene Maßnahmen minimiert werden können."

+++ Sicherheitslücke: Apotheken können aktuell keine digitalen Impfnachweise ausstellen +++

Apotheken in ganz Deutschland können seit Mittwoch keine Corona-Impfzertifikate mehr ausstellen. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) teilte am Donnerstag mit, dass die Ausstellung von Zertifikaten in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt worden sei.

Dem "Handelsblatt" in Zusammenarbeit mit IT-Spezialisten war es demnach gelungen "mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten" auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate ausgestellt worden seien. Aktuell würden deshalb die angemeldeten Betriebsstätten einer Überprüfung unterzogen. Doch gebe es bislang keine Hinweise auf andere unberechtigte Zugänge.

Wann die Apotheken wieder Impfzertifikate ausstellen können, steht nach Angaben des DAV noch nicht fest. Es sei aber davon auszugehen, dass die über 25 Millionen Impfzertifikate, die bisher ausgestellt worden seien, alle von rechtmäßig registrierten Apotheken stammen.

+++ Merkel mahnt Bevölkerung weiter zur Vorsicht +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bevölkerung mit Blick auf steigende Infektionszahlen auf eine weiterhin schwierige Zeit eingestimmt. Deutschland habe es "mit einer deutlichen, und wie ich finde auch besorgniserregenden Dynamik" zu tun, sagte die Bundeskanzlerin am Donnerstag bei ihrer voraussichtlich letzten Sommerpressekonferenz in Berlin. Angesichts steigender Infektionszahlen rief sie zu verstärkten Impfbemühungen auf. "Je mehr geimpft sind, umso freier werden wir wieder sein."

+++ München startet Impfaktion in Moscheen +++

Die Stadt ädt am morgigen Freitag, 23. Juli, zu einem Impftag in vier Moscheen im Stadtgebiet ein. Bei allen Terminen ist keine Anmeldung notwendig. Für Impfwillige gilt ein Mindestalter von 18 Jahren. Die mobilen Impfteams werden jeweils von 14 bis 16.30 Uhr an folgenden Orten sein:
- Türkisch-Islamisches Gemeindezentrum zu München, Schanzenbachstraße 1
- Türkisch-Islamische Gemeinde zu München, Mehmet Akif Moschee, Moosacher Straße 22
- Türkisch-Islamische Gemeinde zu München-Allach, Vesaliusstraße 24
- Kurtuba Moschee Moosach, Baubergerstraße 32

Es werden alle Impfstoffe verimpft, auch auch Zweitimpfungen sind möglich, sofern der Mindestabstand zur Erstimpfung eingehalten wird. Auch Menschen, die ihren Erstwohnsitz nicht in München haben, können sich impfen lassen.  Zur Impfung ist ein gültiges Ausweisdokument mitzubringen (Personalausweis oder Reisepass) sowie, falls vorhanden, der gelbe Impfpass.

+++ Impfmüdigkeit? - Kampagne kommt in Bayern nicht recht voran +++

Die Impfkampagne in Bayern kommt weiter nur schleppend voran. Rund 360.000 Impfungen wurden in der vergangenen Woche in den bayerischen Arztpraxen verabreicht, wie die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) mitteilte. Das ist zwar etwas mehr als in der Vorwoche (rund 353.000). Anfang Juni waren es aber noch rund 524.000 pro Woche gewesen. In den Impfzentren werden die Kapazitäten heruntergefahren.

Impfdosen sind dort laut bayerischem Gesundheitsministerium ausreichend vorhanden. Bislang sei der Verfall von 1.751 Impfdosen gemeldet worden. Mittlerweile sei es in den meisten Zentren möglich, auch ohne Termin eine Impfung zu erhalten, teilte das Ministerium mit.

Bereits vergangene Woche hatten erste Impfzentren geschlossen. Aufgrund der aktuell relativ geringen Auslastung seien auch die verbliebenen Zentren zum Teil nicht mehr im bisherigen Umfang geöffnet. Das Herunterfahren weiterer fester Standorte werde vorbereitet.

+++ Inzidenz in Bayern steigt weiter +++

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter. Am Donnerstag (Stand: 3.15 Uhr) meldete das Robert Koch-Institut 11,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das sind 0,7 mehr als am Mittwoch und 3,0 mehr als vor Wochenfrist.

Innerhalb des Freistaats gibt es große Unterschiede. Die höchsten Inzidenzen gibt es mit 33,6 und 33,2 in den Städten Bamberg und Amberg. Dagegen liegt der Wert in der Stadt Hof und dem Landkreis Bayreuth bei 0. Vor einer Woche hatte es allerdings noch sechs Landkreise und kreisfreie Städte mit einer Nullinzidenz gegeben.

+++ Umfrage: Jeder Zweite bei Impfangebot für Ende der Corona-Maßnahmen +++

Jeder Zweite in Bayern ist einer Umfrage im Auftrag der FDP zufolge für ein Ende aller Anti-Corona-Maßnahmen, sobald jeder Erwachsene ein vollständiges Impfangebot bekommen hat. 50 Prozent sind dafür oder eher dafür, 35 Prozent sind dagegen oder eher dagegen. Elf Prozent antworteten in der Erhebung mit "weiß nicht", vier Prozent machten auf die entsprechende Frage keine Angaben.

Die Umfrage wurde vom Institut Insa Consulere im Auftrag der Landtags-FDP zwischen dem 12. und 19. Juli als Online-Befragung durchgeführt. 1.000 Personen aus Bayern ab 18 Jahren nahmen teil.

+++ München-Inzidenz steigt weiter leicht an ++++

Die Inzidenz in München ist erneut angestiegen. Lag der Wert am Mittwoch noch bei 19,0, meldet das Robert Koch-Institut am Donnerstagmorgen einen Wert von 19,3 (Stand 3.15 Uhr).


Corona-News vom 21.07.2021

+++ Lehrerverband rechnet mit erneuten Einschränkungen im neuen Schuljahr +++

Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Lehrerverbandes, rechnet auch im neuen Schuljahr mit Einschränkungen in Folge von Corona. In der "Welt" erklärte er, es sei wahrscheinlich, dass wegen der Delta-Variante Hunderttausende Schüler in Quarantäne müssen. "Niemand kann ausschließen, dass wir wegen der Delta-Variante und der mangelnden Impfquote eine enorme vierte Welle bekommen, in der dann auch wieder Wechselunterricht nötig wird."

Meidinger rief die Politik zu Ehrlichkeit auf. "Wer jetzt verspricht, dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall vollständigen Präsenzunterricht geben wird, begibt sich auf dünnes Eis", sagte der Verbandspräsident. "Präsenzunterricht um jeden Preis bedeutet, die Durchseuchung der Schulen in Kauf zu nehmen. So ehrlich sollte die Politik das schon sagen."

+++ Impfungen im Impfzentrum jetzt auch ohne Termin +++

Die Stadt München scheint nun jedes Mittel nutzen zu wollen, um die fortschreitende Impfmüdigkeit unter den Bürgern einzudämmen.

Ab sofort sind im Impfzentrum in Riem auch Corona-Impfungen ohne Terminvereinbarung oder vorherige Registrierung möglich. Einfach hingehen und sich den Piks abholen!

Die Impfungen in Riem sind von Montag bis Sonntag zwischen 9 Uhr und 17.45 Uhr möglich. Es stehen alle zugelassenen Impfstoffe zur Verfügung, der Impfling kann frei wählen. Auch Zweitimpfungen können vor Ort durchgeführt werden. Erforderlich ist dafür aber ein Nachweis über die erfolgte Erstimpfung.

Nicht nur Münchner können sich im Impfzentrum impfen lassen, alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland werden hier geimpft. Ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) ist Pflicht, falls vorhanden soll der Impfling auch den Impfpass mitbringen.

+++ 550 Corona-Impfungen beim Impfbus am Marienplatz +++

Der Impfbus am Marienplatz.
Der Impfbus am Marienplatz. © Michael Nagy/Presseamt

Am Dienstag stand der Impfbus der Stadt München von 12 bis 20 Uhr am Marienplatz. Insgesamt 550 Personen haben sich in dieser Zeit gegen das Coronavirus impfen lassen. Der Stadt zufolge habe die Maßnahme "sehr guten Anklang gefunden". Die Gesundheitsreferentin ist zufrieden: "Das ist ein schöner Erfolg und ein gutes Zeichen, dass die Impfbereitschaft in der Münchner Bevölkerung wieder zunimmt", wird Beatrix Zurek in einer Mitteilung zitiert.

Nach dem Backstage-Gelände, dem Geschwister-Scholl-Platz und dem Marienplatz steht der Impfbus in den kommenden Tagen nun auch an weiteren Orten:

  • Freitag, 23. Juli, und Samstag, 24. Juli, Forum Schwanthalerhöhe, Theresienhöhe 5, 10 bis 18 Uhr
  • Donnerstag, 29. Juli, bis Samstag, 31. Juli, Pasing-Arcaden, Pasinger Bahnhofsplatz 5, 10 bis 18 Uhr
  • Freitag, 30. Juli, bis Sonntag, 1. August, Tollwood Sommerfestival 2021, Olympiapark Süd, Spiridon-Louis-Ring 100; (Freitag: 15 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 20 Uhr)

Wichtig: Für eine Impfung im Impfbus ist keine Terminvereinbarung nötig. Auch eine vorherige Registrierung in BayIMCO ist nicht verpflichtend, jedoch erwünscht, um den Ablauf vor Ort zu beschleunigen.

+++ Experte: Bedeutung der Inzidenz verschiebt sich +++

Die Bedeutung der Inzidenz hat sich laut Christian Karagiannidis, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin (DGIIN) verschoben. Grund dafür ist die hohe Impfquote bei den Risikogruppen.

Die Inzidenz sei weiterhin wichtig, aber nicht mehr der entscheidende Gradmesser dafür, wie viele Menschen wirklich schwer erkranken, sagte Karagiannidis im ARD-Morgenmagazin. Der Experte schlägt einen Dreiklang aus Inzidenz, Krankenhausauslastung und Intensivbettenbelegung vor.

+++ Ungeeignete Masken wurden an Städte und Landkreise verteilt +++

Die rund zehn Millionen OP-Masken mit mutmaßlich gefälschtem Zertifikat, die im April 2020 an Bayern verkauft wurden, sind an Städte und Landkreise verteilt worden. "Zum Zeitpunkt der Auslieferung galten die MNS auf der Basis der mitgelieferten Unterlagen als verkehrsfähig", erklärte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. MNS steht für Mund-Nasen-Schutz.

Dazu, ob die ungeeigneten OP-Masken vor Ort auch verwendet wurden, machte das LGL keine Angaben. Angesichts des Maskenmangels zu Beginn der Pandemie ist dies aber nicht auszuschließen.

Zu einem nicht näher bezeichneten Zeitpunkt wurden die Masken allerdings wegen Hinweisen der zuständigen Überwachungsbehörde in Hamburg durch ein externes akkreditiertes Labor überprüft, wie das LGL mitteilte. Dies habe ergeben, dass die Masken zwar eine ausreichende Filterleistung hatten, allerdings bei anderen Eigenschaften die Norm nicht erfüllten. Daher seien sie "als nicht verkehrsfähig einzustufen" gewesen.


Corona-News vom 20.07.2021

+++ Bayern plädiert für neues Corona-Messmodell +++

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich für ein neues Messmodell für Corona stark gemacht. Bei zunehmendem Impffortschritt sei es wichtig, auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen mit einzubeziehen, sagte er am Dienstag. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) arbeite gerade an einer Modellierung, wie man Hospitalisierung vor dem Impfen und danach sehen könne und wie man dies ins Verhältnis zur Inzidenz setzen könne. Doch auch die Inzidenz sei nach wie vor ein "wichtiger Vorwarnwert".

Am Samstag hatte bereits Ministerpräsident Markus Söder erklärt: "Wir werden mit höheren Inzidenzwerten arbeiten müssen. Wenn wir eine Situation haben, in der ungefähr die Hälfte geimpft ist, muss es mindestens die doppelte Inzidenz geben, bevor man überlegt, was man macht."

+++ Impfaktion jetzt auch an der TU +++

Nach der Ludwig-Maximilians-Universität bietet nun auch die Technische Universität München Impfungen für ihre Studierenden an, wie sie auf ihrer Homepage mitteilt. An fünf Terminen im Juli können sich diese ohne Voranmeldung am Campus München und am Campus Garching impfen lassen.

Impfangebot am Campus München: 26. und 27. Juli 2021
Zeit: Jeweils von 10 bis 17 Uhr | Ort: Impfbus in der Hochschulstraße am Stammgelände

Impfangebot am Campus Garching: 26., 27. und 28. Juli 2021
Zeit: Jeweils von 9 bis 17 Uhr | Ort: Campus Garching, Magistrale der Fakultät für Maschinenwesen, Boltzmannstraße 15.

Bei beiden Aktionen werden die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Johnson&Johnson angeboten. Wer sich impfen lassen möchte, braucht einen Nachweis des Studierendenstatus an der TUM, einen amtlichen Lichtbildausweis und - falls vorhanden - den Impfpass.

+++ Sonderimpfaktionen in Moosach und Feldmoching-Hasenbergl +++

Ende der Woche können sich Bürger wieder von mobilen Teams in ihren Stadtbezirken impfen lassen. Von Donnerstag bis Samstag (22. bis 24. Juli) gibt es eine Sonderimpfaktion im Nachbarschaftstreff an der Karlingerstraße 30a in Moosach. Am Freitag und Samstag sind Teams auch in der städtischen Gesundheitsberatungsstelle (Wintersteinstraße 14) in Feldmoching-Hasenbergl vor Ort.

Wer sich impfen lassen möchte, muss sich vorher per E-Mail über impfen.gsr@muenchen.de anmelden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass genug Impfstoff vorhanden ist und Wartezeiten vermieden werden. Bei beiden Impfaktionen wird der Impfstoff von Johnson&Johnson verwendet. Er ist ab 18 Jahren zugelassen und muss nur einmal verabreicht werden. 

Weitere wohnortnahe Impfaktionen sind im Juli in Riem und Pasing geplant. 

+++ 136 Schüler nach Abifahrten mit Corona infiziert +++

In Bayern haben sich 136 Schüler bei Abifahrten nach Korfu mit Corona infiziert. Das teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung mit. Die Positiv-Fälle hatten 608 Kontaktpersonen zur Folge, die in Quarantäne mussten. Betroffen waren Schüler aus dem ganzen Freistaat.

+++ Inzidenz in München steigt auf 18,1 +++

In München ist die Inzidenz auch am Dienstag leicht angestiegen. Am Montag lag der Wert bei 17,9. Am Dienstag meldet das RKI eine Steigerung auf 18,1.


Corona-News vom 19.07.2021

+++ Sonderimpfaktion: Nur 1.644 Dosen verabreicht +++

Die erste Sonderimpfaktion für alle ohne Anmeldung ist am Sonntag laut Stadt auf "gute Resonanz "gestoßen. 1.644 Menschen ließen sich am Sonntag in Riem ohne vorherige Terminvereinbarung impfen. Weniger als 2.000 Menschen am Tag sind natürlich deutlich weniger Impflinge, als das Impfzentrum zu leisten fähig wäre – an guten Tagen werden an einem Tag 9.000 Spritzen verabreicht.

Es zeigt sich, auch in München macht sich eine Impfmüdigkeit breit. 65,9 Prozent der Münchner über 18 haben inzwischen die erste Spritze bekommen, 52,1 Prozent auch die zweite. Zehn Tage vorher, am 9. Juli, lag die Erstimpfungsquote allerdings auch schon bei 63,1 Prozent.

+++ Impfen auf dem Campus - Landesweite Aktion für Studierende gestartet +++

Rund zweieinhalb Monate vor Beginn des Wintersemesters hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München die landesweite Corona-Impfkampagne für Studierende begonnen. "Ziel der Kampagne ist, impfwilligen jungen Menschen, die an einer bayerischen Hochschule immatrikuliert sind beziehungsweise zum Wintersemester 2021/2022 im Freistaat ein Studium beginnen, bis zum Start des Lehrbetriebs im Wintersemester Impfungen anzubieten", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag in München.

Für die Rückkehr zu mehr Präsenz an den Hochschulen seien die Impfungen ein entscheidender Baustein und eine wichtige Grundlage. "Mit den Impfaktionen wollen wir es unseren Studentinnen und Studenten – auch den künftigen – erleichtern, ihr Impfangebot wahrzunehmen. Denn das Ziel für das kommende Wintersemester ist klar: Präsenzveranstaltungen sollen an unseren Hochschulen wieder die Regel sein", betonte Sibler. Ein Campus lebe davon, dass sich Menschen direkt begegneten und unmittelbar austauschten.

+++ München-Inzidenz stieg seit Freitag um fast 18 Prozent +++

Das RKI meldet in der Nacht auf Montag für München einen Inzidenz-Wert von 17,9 (Vortag: 17,1). Noch am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Landeshauptstadt bei 15,2. Das bedeutet ein Anstieg der München-Inzidenz seit Freitag um 17,8 Prozent!

Corona-News vom 18.07.2021

+++ Holetschek offen für kostenpflichtige Corona-Tests +++

Vor einer Woche hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) offen über kostenpflichtige Tests für Impfverweigerer nachgedacht, nun tut es auch Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).  So will die bayerische Staatsregierung den Druck auf Impfgegner weiter erhöhen.

"Irgendwann wird der Punkt erreicht werden, wo man der Mehrheit der Menschen in diesem Land die Frage beantworten muss, warum die Solidargemeinschaft 15 Euro jeden Tag für einen Schnelltest bezahlt und verschenkt, damit Impfverweigerer weiter shoppen oder an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können", sagte Holetschek der Bild am Sonntag.

Für Bevölkerungsgruppen, die nicht geimpft werden können - wie Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen - sollen die Kosten aber weiter getragen werden.

+++ Münchner JuLis fordern die Abschaffung der Maskenpflicht in Bibliotheken +++

Die Jungen Liberalen (JuLis) München fordern die Aufhebung der Maskenpflicht am Platz in Bibliotheken, insbesondere Universitätsbibliotheken. 

Bei niedriger Inzidenz und bestehenden Hygienekonzepten sei sie "nicht mehr notwendig und daher nicht mehr sinnvoll”, so der Vorsitzende der JuLis München Felix Meyer, in einem schriftlichen Statement. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Bibliotheken anders als die Innengastronomie behandelt würden. Gerade in der Klausuren- und Hausarbeitenphase sei eine schnelle Aufhebung "absolut notwendig".

+++ Altmaier schließt weiteren Lockdown aus +++

Im Interview mit der Bild-Zeitung hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur aktuellen Corona-Politik geäußert.

Zum einen sei er gegen Lockerungen für Geimpfte. "Wir müssen vielmehr die grausame Realität von Corona deutlicher zum Ausdruck bringen", so der CDU-Politiker zur BAMS. Zum anderen schließt er einen weiteren Lockdown aus. 

+++ Bundespolizei konnte viele Überstunden abbauen +++

Die Beamten der Bundespolizei haben während der Corona-Pandemie rund eine halbe Million Überstunden abbauen können. Die Zahl der Überstunden sank von knapp 2 Millionen Ende 2019 auf knapp 1,5 Millionen am 30. Juni dieses Jahres. Rein rechnerisch entfielen dann auf jeden Beschäftigten knapp 29 Überstunden.

Die einsatzschwächeren Zeiten, unter anderem wegen des geringeren Reiseaufkommens und des Verbots von Zuschauern bei Spielen der Fußballbundesliga, sind dazu genutzt worden, die Überstunden abzubauen.

+++ Schon wieder Anstieg der Inzidenz +++

Die Inzidenz in München liegt bei 17,1. Das berichtet das RKI am Sonntagmorgen. Am Samstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 16,8 - tags zuvor bei 15,2.

Corona-News vom 17.07.2021

+++ Impfzentrum München-Riem ermöglicht frühere Zweitimpfung +++

Wer im Impfzentrum München-Riem seine Erstimpfung erhalten hat, kann unter der Zentral-Nummer 089-90 42 92 222 derzeit seinen Termin für die zweite Impfung problemlos vorziehen (im Rahmen der notwendigen Impfabstände). Dazu sind nur die vorherige Registrierung beim Bayerischen Impfzentrum, der Impfpass, der Personalausweis und die Informationen über die Erstimpfung notwendig.

+++ Maskenpflicht an Bamberger Schulen kommt zurück +++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern steigt weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 10,2 - am Vortag hatte der Wert noch bei 9,4 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gelegen.

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter im Freistaat 307 Neuinfektionen und zwei Todesfälle, wie aus den Zahlen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 10.45 Uhr wiedergeben. In absoluten Zahlen ist die Zunahme nach wie vor gering, dennoch steigen die Fallzahlen seit einiger Zeit wieder kontinuierlich.

Die höchsten Inzidenzen in Bayern verzeichneten am Samstag die Städte Amberg (33,2) und Bamberg (31) sowie der Landkreis Bamberg (28,5). Das Landratsamt Bamberg teilte am Samstag mit, dass Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse in Stadt und Landkreis ab kommenden Montag wieder mindestens medizinische Masken am Platz im Unterricht tragen müssten. Dies wird notwendig, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz zum dritten Mal in Folge über 25 liegt.

+++ Simulation von Wissenschaftlern: Vierte Welle kommt früher +++

Anhand von Modellierungen erwartet eine Wissenschaftlergruppe der Technischen Universität Berlin (TU) eine vierte Welle, die auch an Krankenhäusern nicht vorbeigehen wird. "Laut unseren Simulationen wird im Oktober ein exponentieller Anstieg bei den Krankenhauszahlen starten. Falls die derzeitige Entwicklung anhält, wird dies sogar früher beginnen, und sich im Oktober dann nochmal verstärken", heißt es im neuen Bericht der Gruppe um den Mobilitätsforscher Kai Nagel an das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Den Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenzen wertet das Team wegen hohen relativen Zunahmen als "beunruhigend". Nur wenn die Impfstoffe gegen die Deltavariante deutlich besser wirkten als derzeit bekannt oder wenn eine Impfquote von 95 Prozent erreicht werde, bleibe eine vierte Welle in den Simulationen aus. Das Modell ergebe "unter allen derzeit realistisch erscheinenden Bedingungen eine vierte Welle bei den Erwachsenen". Diese werde mit der Verlagerung von Aktivitäten in Innenräume im Herbst verstärkt werden.

Die Simulationen zu Schulen zeigen laut dem Bericht, dass Lüftungssysteme und flächendeckender Einsatz von Schnell- und/oder PCR-Tests die Infektionsdynamik verringern könnten. Würden solche Maßnahmen konsequent umgesetzt, seien Schulschließungen oder Wechselunterricht nicht notwendig, hieß es. Die zwei Schnelltests pro Woche, die derzeit typisch seien, halten die Wissenschaftler ohne zusätzliche Maßnahmen allerdings bei weitem nicht für ausreichend.

+++ Arbeitgeber-Präsident Dulger: "Wir müssen weiter impfen, impfen, impfen" +++

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnte vor einem Nachlassen des Impftempos in Deutschland. "Wir müssen aufpassen, dass wir das Erreichte nicht verspielen", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin. "Wir müssen weiter impfen, impfen, impfen, damit sich die Lage weiter stabilisiert." Die Corona-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche, steigt seit knapp zwei Wochen wieder an, zuletzt in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen besonders deutlich. Bei den Impfungen hatten erste Länder zuletzt deutliche Einbrüche gemeldet.

Dulger sagte, Arbeitgeber und Gewerkschaften hätten an die Beschäftigten appelliert, die Impf- und Testangebote weiter anzunehmen und so zu einer hohen Durchimpfungsrate beizutragen. "Wir Sozialpartner sind zuversichtlich, dass wir mit einer gemeinsamen Anstrengung der nationalen Impfkampagne zum Erfolg verhelfen und ein hohes Schutzniveau erreichen können."

+++ Inzidenz in München steigt auf 16,8 +++

Die Zahl der Neuinfektionen steigt, die Zahl der Impfungen geht vielerorts zurück. Die Sorge vor einer vierten Corona-Welle wächst. Für München meldete das Robert Koch-Institut (RKI) Samstagfrüh eine Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 16,8 - tags zuvor lag er bei 15,2.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen stieg bundesweit den zehnten Tag in Folge: Das RKI gab den Wert am Samstagmorgen mit 9,4 an - am Vortag hatte er bei 8,6 gelegen, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli bei 4,9. Insgesamt haben die Gesundheitsämter dem RKI binnen eines Tages 1.608 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den Zahlen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren es 952.


Corona-News vom 16.07.2021

+++ Verdacht auf Maskenbetrug: Verdächtiger ist FW-Politiker +++

Dem bayerischen Landesamt für Gesundheit sind laut Staatsanwaltschaft Millionen OP-Masken mit gefälschter Zertifizierung untergejubelt worden. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Einer der beiden - so wird am Freitag deutlich - ist ein Kommunalpolitiker.

Bei einem der beiden Geschäftsleute aus der Oberpfalz, die wegen Verdachts auf Betrug mit Corona-Schutzmasken festgenommen wurden, handelt es sich um einen Kommunalpolitiker der Freien Wähler. Der Mann sei Mandatsträger auf kommunaler Ebene, teilte der Landesvorstand der Freien Wähler am Freitag mit, ohne nähere Details zur Identität des Mannes zu nennen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ Corona-Fälle bei Abifahrt: 20 Schüler verpassen Zeugnisvergabe +++

Nach einem Corona-Ausbruch bei einer privaten Abschlussfahrt nach Kroatien verpassen 20 Abiturienten im Allgäu ihre Zeugnisübergaben im Oberallgäu. Wegen des unklaren Infektionsgeschehens in der Ferienanlage habe das Gesundheitsamt des Landkreises Oberallgäu für die Schüler eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet, teilte das Landratsamt in Sonthofen am Freitag mit.

Bislang sei zwar keiner der Abiturienten positiv auf das Virus getestet worden. Weil die Inkubationszeit noch nicht vorüber sei, würden die Schüler die Zeugnisverleihungen an ihren Gymnasien in Kempten und im Oberallgäu am Freitag aber verpassen.

+++ Wieder mehr Corona-Infektionen zu erwarten +++

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt kontinuierlich. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für Bayern 9,4 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Das ist auf niedriger Basis eine deutliche Zunahme in den vergangenen zwei Wochen. Vor zwei Wochen lag die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 5,9, vor einer Woche bei 6,2. Die höchsten Inzidenzen gibt es derzeit in Oberbayern, an der Spitze liegt der Landkreis Starnberg mit 30,7.

In absoluten Zahlen ist die Zunahme der Fallzahlen nach wie vor gering, in den vergangenen zwei Wochen hat es insgesamt 2.093 Neuinfektionen in Bayern gegeben, am Freitag waren es im Vergleich zum Vortag 240 neue Fälle. Allerdings sind bundesweit steigende Zahlen zu erwarten. Der deutschlandweite R-Wert ist auf 1,33 gestiegen. Das bedeutet, dass 10 Infizierte im Schnitt über 13 weitere Menschen anstecken.

+++ Über die Hälfte der volljährigen Münchner ist komplett geimpft +++

In München ist mittlerweile über die Hälfte der volljährigen Bürger gegen Corona geimpft, knapp zwei Drittel haben zumindest die erste Impfung erhalten.

Bislang wurden in München insgesamt 1.443.287 Impfungen durchgeführt (812.635 Erst- und 630.652 Zweitimpfungen). Nach der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) soll die Corona-Impfung allen Personen ab 18 Jahren angeboten werden.

Die Münchner Impfquote liegt damit, bezogen auf die Bevölkerung ab 18 Jahren, bei den Erstimpfungen bei 65,1 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 50,5 Prozent (Stand: 15.07.).

+++ Inzidenz in München weiter zweistellig +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet für die bayerische Landeshauptstadt eine Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von15,2.Damit ist der Wert ganz leicht gesunken (Vortag 15,4).

Bundesweit ist die Inzidenz erneut sprunghaft gestiegen. Nach RKI-Angaben von Freitagmorgen lag sie bei 8,6 - am Vortag betrug der Wert 8,0 und davor 7,1. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1.456 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 949 Ansteckungen gelegen.


Corona-News vom 15.07.2021

+++ Spontan-Impfung: Münchner Impfbusse im Einsatz +++

Die Stadt München weitet ihre Impfkampagne weiter aus, noch in dieser Woche werden spezielle Impfbusse eingesetzt, in denen an ausgewählten Orten Corona-Impfungen ohne vorherige Anmeldung möglich sind.

Zunächst steht der Impfbus am Samstag (17. Juli) von 11 bis 17 Uhr auf dem Backstage-Gelände (Reitknechtstraße 6). Am Montag (19. Juli) steht der Bus von 13 bis 16 Uhr vor der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) am Geschwister-Scholl-Platz, einen Tag später macht er dann am Marienplatz Halt. Dort steht der Bus zwischen 12 und 20 Uhr.

Eine vorherige Terminvereinbarung ist für die Impfung nicht nötig, jedoch müssen die Impfwilligen vorab in BayIMCO (www.impfzentren.bayern) registriert sein. In den Impfbussen werden alle Stoffe verimpft, jeder kann frei wählen. Auch Zweitimpfungen sind möglich. Zudem können sich ebenfalls Personen in den Bussen impfen lassen, deren Erstwohnsitz nicht München ist.

+++ Konzertveranstalter will wieder volle Hallen +++

Seit bald anderthalb Jahren gab es keine ausverkauften Hallen und Stadien mehr - doch das soll sich bald ändern, zumindest wenn es nach dem Konzertveranstalter Semmel Concerts geht. Geschäftsführer Dieter Semmelmann sagte der Deutschen Presse-Agentur, ab September sollen Künstler wieder in vollen Hallen und Konzertsälen auftreten können. Geimpfte und Genesene sollen Veranstaltungen besuchen dürfen, ohne Abstand einhalten zu müssen, fordert er.  

+++ LMU ruft Studierende zum Impfen auf +++

Die Ludwigs-Maximilians-Universität München ruft ihre Studierenden dazu auf, sich impfen zu lassen. Nur so können Präsenzveranstaltungen mit einer großen Anzahl an Menschen wieder ermöglicht werden, heißt es auf der Homepage der Uni.
Impfwillige können sich entweder im Zentrum in Riem anmelden und dort einen Termin vereinbaren oder an der Uni direkt geimpft werden. Die LMU bietet zunächst in der kommenden Woche drei Tage an, an denen Studierende ohne Termin eine Impfung mit dem Stoff von Biontech/Pfizer bekommen können.

Die Termine: 

Montag, 19.07.2021, 13:00 bis 16:30 Uhr, Impfbus auf dem Geschwister-Scholl-Platz (vor dem Hauptgebäude der Universität)

Mittwoch, 21.07.2021, 10:30 bis 16:30 Uhr, auf dem Campus Großhadern, Impfbus in der Feodor-Lynen-Straße

Donnerstag, 22.07.2021, 10:30 bis 16:30 Uhr, im LMU-Hauptgebäude am Geschwister-Scholl-Platz 1.

Interessierte müssen ihre LMU-Card, ihren Personalausweis sowie ihren Impfpass mitbringen und beim Bayerischen Impfzentrum registriert sein.

+++ Corona bremst Bevölkerungswachstum in München +++

Aufgrund der Pandemie ist die Zahl der Bewohner Münchens und den umliegenden Landkreisen im vergangenen Jahr nur minimal gestiegen. Laut einem Bericht der "SZ" zogen im Jahr 2020 deutlich weniger Menschen in die Landeshauptstadt.

Zudem gab es im Corona-Jahr 2020 insgesamt weniger Geburten, aber jedoch mehr Sterbefälle. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Bevölkerung lediglich um 0,17 Prozent gestiegen. Durchschnittlich betrug der Bevölkerungszuwachs in den Jahren 2009 bis 2019 rund ein Prozent, berichtet das Blatt. In einigen Landkreisen außerhalb Münchens sei die Zahl der Einwohner 2020 teilweise rückläufig.

+++ Verhaftungen wegen Betrugsverdachts mit Millionen Schutzmasken +++

Weil sie beim Verkauf von rund zehn Millionen Schutzmasken an das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) betrogen haben sollen, sind zwei Männer im Alter von 31 und 33 Jahren verhaftet worden. Sie befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Donnerstag mitteilte. Bei einer Razzia am Mittwoch waren mehrere Wohn- und Geschäftsräume im Raum Neumarkt in der Oberpfalz durchsucht worden.

Die beiden Geschäftsführer einer Firma sollen im April vergangenen Jahres die Masken in mehreren Tranchen an das LGL verkauft haben. Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass die Masken aber - anders als angegeben - nicht dem europäischen Schutzstandard mit entsprechender Zertifizierung entsprachen. Stattdessen seien es nur sogenannte Community-Masken ohne Zertifizierung gewesen. Die Beschuldigten sollen allerdings eine gefälschte Bestätigung der Qualität vorgelegt haben.

Die Masken, die eigentlich für den medizinischen Bedarf vorgesehen waren, sollen daher ungeeignet gewesen sein, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Der Schaden soll im Millionenbereich liegen. Ob die Masken zum Einsatz kamen, blieb zunächst offen. Die Staatsanwaltschaft wollte sich nicht zum weiteren Verbleib äußern. Die Antwort auf eine Anfrage beim LGL stand zunächst noch aus.

+++ Aiwanger will Club-Öffnungen auch für Getestete +++

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will die von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ins Spiel gebrachte Öffnung von Clubs und Diskotheken allein für vollständig Geimpfte nicht mittragen.

Der Zutritt zu gesellschaftlichen Bereichen dürfe nicht allein von einer Corona-Impfung abhängig gemacht werden, sagte Aiwanger der "Augsburger Allgemeinen". "Es darf nicht passieren, dass am Ende nur Geimpfte an einer Hochzeit teilnehmen, in einen Reisebus einsteigen oder ins Hallenbad gehen können. Dann bekommen wir eine Zwei-Klassengesellschaft."

Der Wirtschaftsminister fordert stattdessen bei steigenden Inzidenzen den Zugang für alle, die geimpft, negativ getestet oder genesen seien. "Die 3G-Strategie, die Geimpften, Getesteten und Genesenen den Zugang ermöglicht, ist hier der bessere Weg", sagte Aiwanger.


Corona-News vom 14.07.2021

+++ Bayerns Abiturienten besser denn je - trotz Corona +++

Trotz Corona-Krise haben die bayerischen Abiturienten so gut abgeschnitten wie noch nie: Sie erreichten einen durchschnittlichen Notendurchschnitt von 2,14. Wie das Kultusministerium in München am Mittwoch mitteilte, waren sowohl die Leistungen in den Abschlussprüfungen als auch in der zweijährigen Qualifikationsphase besser als früher. Mit rund 35.000 haben auch mehr Schüler als sonst das Abitur bestanden.

In der Mathematikabiturprüfung lagen die Ergebnisse im Bereich der letzten Jahre. Gerade um diese hatte es eine enorme Aufregung gegeben. Mehr als 38.000 Menschen forderten mit einer Online-Petition die Anpassung des Notenschlüssels, weil die Anforderungen angesichts der Einschränkungen des Unterrichts durch die Corona-Pandemie nicht fair gewesen seien.

+++ Weniger Kirchenaustritte im Corona-Jahr +++

Im Corona-Jahr 2020 sind in Bayern weniger Menschen aus der katholischen und evangelischen Kirche ausgetreten als im Jahr zuvor. Insgesamt verließen rund 92.900 Menschen die Glaubensgemeinschaften, im Vorjahr waren es 110.700. Bundesweit sah die Entwicklung vergleichbar aus.

Die Kirche ist vorsichtig, wenn es darum geht, dass es sich hierbei um eine Trendumkehr handelt. "Wie die zurückgehende Zahl von Kirchenaustritten zu deuten ist, können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch schwer sagen", so der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und bayerische Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm zur Deutschen Presse-Agentur.

+++ Erste Impfzentren in Bayern schließen +++

In Bayern schließen die ersten Impfzentren. Die Zahl habe sich von 100 zunächst auf 98 verringert, nachdem in den Landkreisen Kitzingen und Aichach-Friedberg jeweils eines von zwei Impfzentren geschlossen hat, teilte das Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zwischenzeitlich kündigte auch der Landkreis Bayreuth an, sein für das südliche Kreisgebiet zuständiges Impfzentrum in Pegnitz von 15. Juli an zu schließen. Impfungen für die gesamte Landkreisbevölkerung sollen demnach nur noch in Bayreuth angeboten werden.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte am Dienstag von einer gewissen Impfmüdigkeit in Bayern gesprochen. Der Kampf um Impfstoff sei dem Kampf um Impflinge gewichen, sagte er. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, es gebe Berichte auch aus anderen Landkreisen über beabsichtigte Schließungen von Impfzentren.

+++ Kritik an Söders Vorgehen bei Club-Öffnungen +++

Am Dienstag hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Öffnung von Clubs und Diskotheken im Herbst angedeutet. Jedoch nur für vollständig Geimpfte und Genesene.

Am Vorgehen gibt es nun Kritik vom VEBWK (Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur): Die Ergebnisse der Kabinettssitzung seien ein "völlig falsches Signal", kritisiert VEBWK-Geschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann. "Großveranstaltungen sind in Bayern mit bis zu 20.000 Besuchern wieder erlaubt. Für Bars und Clubs gibt es jedoch noch immer keine Öffnungsperspektive!"

Vor allem die Tatsache, dass ausschließlich Geimpfte und Genesene für die Club-Besuche in Frage kommen, stört den Verein. "Ab jetzt gilt, dass man geimpft sein muss, um wieder zur Normalität zurückkehren zu können. So kann man einen Impfzwang natürlich auch umgehen." Söder setze nach dem Pochen auf die Inzidenzwerte "nun auf ein ganz anderes Pferd".

"Unsere Grundrechte stehen uns allen zu, ob geimpft oder nicht. Nach Monaten der Zwangsschließungen und Beschränkungen ist es jetzt an der Zeit, auf Eigenverantwortung zu setzen und die Verhältnismäßigkeit zu wahren", sagt Zimmermann weiter. Die Forderung des Vereins: Clubs und Bars unverzüglich öffnen und neben den Geimpften und Genesenen auch getestete Personen zulassen. Alles andere sei ein "ungerechtfertigter Eingriff in die Freiheitsrechte".

Corona-News vom 13.07.2021

+++ Ethikrat-Professor fordert Impfpflicht für Lehrer +++

Deutlicher Vorstoß von Prof. Dr. Wolfram Henn in Sachen Impf-Quote: Der Facharzt für Humangenetik an der Uni Saarland und Mitglied des Deutschen Ethikrates fordert eine Impf-Pflicht für Lehrer und Erzieher. "Lehrer und Erzieher haben aufgrund ihrer Berufswahl eine ganz besondere Verantwortung gegenüber den Menschen, die ihnen anvertraut sind, und ihren Familien", sagte der 60-jährige Mediziner der "Bild"-Zeitung.

Eine Impfpflicht für Lehrer und Erzieher bedeute einen besseren Schutz für Allgemeinbevölkerung. Auch wenn Kinder und Jugendliche kaum an Covid-19 erkranken, könnten sie das Virus aus der Einrichtung in die Familie bringen, argumentiert Henn. Eine Impfpflicht für alle werde es nicht geben, eine Verpflichtung für ganz bestimmte Berufsgruppen sei jedoch ethisch gut zu begründen. 

Grundsätzlich ist eine Corona-Impfpflicht zulässig – das hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bereits im April entschieden.

+++ Weniger Minijobs durch Corona in München +++

Minijobs sind nicht krisensicher: In München sind im vergangenen Jahr rund 15.700 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse verloren gegangen. Das teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Dienstag mit und beruft sich dabei auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. "Der Rückgang zeigt, dass Minijobs in der Pandemie schnell zur Falle werden. In unsicheren Zeiten kürzen Firmen zuerst bei den 450-Euro-Kräften, die allerdings weder Anspruch auf das Kurzarbeiter- noch auf das Arbeitslosengeld haben", sagte Michael Müller von der IG BAU Oberbayern. 

In der Gebäudereinigung seien prekäre Arbeitsverhältnisse besonders stark verbreitet. Betroffene müssten besser geschützt und Minijobs ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig werden. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung sind im Zuge der Corona-Pandemie bundesweit 870.000 Minijobs verloren gegangen. 

+++ Münchner können sich in Landkreis-Zentren impfen lassen +++

Das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband München, betreibt im Auftrag des Landratsamts München zwei Corona-Impfzentren und wendet sich mit einem Aufruf an die Bevölkerung. "In unseren Impfzentren in Unterschleißheim und Planegg ist aktuell genügend Impfstoff vorhanden. Wir können auch Menschen, die nicht im Landkreis München wohnen, impfen", twitterte das BRK am Dienstag. 

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

Alle Impfstoffe seien grundsätzlich verfügbar: "Wir verimpfen, solange der Vorrat reicht." Auch wenn die Erstimpfung in einem anderen Impfzentrum oder beim Hausarzt erfolgte, erhalte man die Zweitimpfung. Um eine Wartezeit auszuschließen, meldet man sich am besten unter der Hotline 089 312034422. Wer ohne Termin vorbeikommt, muss vermutlich warten. Alle Informationen zum Thema Impfen im Landkreis München gibt's hier.

+++ Sonder-Impfaktion für Schüler +++

Der Freistaat Bayern hat die Rahmenvorgaben der seit Montag laufenden Sonder-Impfaktion für Schüler angepasst, nun kann's im Impfzentrum München-Riem losgehen: Anmelden können sich ab sofort alle Schüler, die im aktuellen Schuljahr 2020/2021 eine Münchner Schule besuchen und während des laufenden Schuljahres volljährig werden. Damit hat der Freistaat den Stichtag, der zunächst am 30. Juni 2021 festgelegt worden war, nach hinten verschoben. Zudem ist es nun egal, welche Klasse die Schüler besuchen.

Die Schulen haben die impfberechtigten Schüler über die Anmeldemöglichkeit informiert - seit 7. Juli steht dazu ein eigenes Portal zur Verfügung. Eine Impfung kann nur mit vorheriger Terminvereinbarung erfolgen. Weitere Impftermine für Schüler im Impfzentrum München Riem sind am 19. und 26. Juli. Lesen Sie hier, was das Münchner Gesundheitsreferat noch plant!

+++ Keiner will AstraZeneca: Tausende Dosen von Verfall bedroht +++

Rund 15.300 Dosen des Corona-Impfstoffs AstraZeneca sind in Bayern akut vom Verfall bedroht. Die Haltbarkeit laufe Ende Juli ab, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Er betonte, dass letztlich der Bund über das weitere Vorgehen zu entscheiden habe und mahnte zugleich an, keinen Impfstoff verfallen zu lassen.

Bayern habe aus diesem Grund dem Bund bereits Vorschläge gemacht, wie der Impfstoff dort eingesetzt werden könne, "wo er Akzeptanz findet", sagte Holetschek. "Vielleicht finden sich ja auch Länder, die in einer engen Beziehung zum Freistaat Bayern stehen oder in enge Beziehungen zu den Städten, wo der Impfstoff ist."

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind in Bayern derzeit rund 280.000 AstraZeneca-Impfdosen vorrätig. Ende August würden davon weitere rund 22.000 Dosen ablaufen, bis Ende September rund 5.600. Der größte Teil der Dosen, rund 239.000, könnte noch bis Ende Oktober verwendet werden.

+++ Staatsregierung stellt klar: Nur Ersatz für Volksfeste möglich +++

Nach einiger Verwirrung zu Wochenbeginn hat die Staatsregierung noch einmal klargestellt, dass Volksfeste im eigentlichen Sinne in Bayern weiterhin untersagt bleiben.

Volksfeste könnten weiterhin nicht stattfinden, erläuterten Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Es seien lediglich, unter strikten Auflagen und jeweils nach Einzelfallentscheidungen Ersatzveranstaltungen möglich, erklärte Holetschek. "Aber sicher nicht das klassische Volksfest in irgendeiner Art und Weise." Man wolle einfach vermeiden, dass Menschen in einem Bierzelt in "bierseliger Stimmung" und auf engstem Raum miteinander feierten.

+++ Söder plant Club-Öffnungen im Herbst +++

Im kommenden Herbst sollen die Clubs und Diskotheken in Bayern für vollständig Geimpfte sowie Genesene wieder öffnen – das deutete Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung am Dienstag an. Zuvor soll es eine Impfkampagne für die 16- bis 30-Jährigen geben.

Derzeit seien solche Erleichterungen noch "relativ sinnlos", da es gerade bei jüngeren Menschen noch kaum zweifach Geimpfte gebe, sagte Söder. Ab Herbst müsse es dann auch darum gehen, dass vollständig Geimpfte bei Kultur- und Sportveranstaltungen nicht mehr zur zulässigen Personenzahl hinzu gerechnet würden. "Also das heißt, mehr Freiheiten, keine Pflicht", betonte Söder.

+++ Söder ist offen für kostenpflichtige Corona-Tests +++

Trotz der weiter sinkenden Impfbereitschaft ist Bayern gegen eine allgemeine Impfpflicht. Man sei auch dagegen, dass der Staat eine Prämie zahle, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Söder betonte aber, dass der "Weg den Frankreich bestreitet" auch teilweise für Deutschland spannend sein könnte. "Testen kostet enorme Summen", sagte Söder. Daher müsse auch darüber nachgedacht werden, ob die Corona-Tests kostenlos bleiben könnten, wenn alle Menschen ein Impfangebot bekommen hätten.

+++ Delta-Variante ist in Bayern dominant +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht in der seit Tagen leicht steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen eine Trendumkehr. "Die Tendenz ist am Steigen", sagte Söder am Dienstag nach einer Sitzung seines Kabinetts in München.

Die gefährlichere und ansteckendere Delta-Variante sei in Bayern bereits dominant. "Es geht rasant voran", sagte Söder. Niemand dürfe glauben, dass die Steigerung der Zahl der Neuinfektionen weiterhin so langsam verlaufe wie in den vergangenen Tagen. Der Kampf gegen die Delta-Variante gleiche einem "Wettlauf gegen die Zeit". Er glaube jedoch nicht an einen neuen Lockdown im Herbst.

+++ Bayern weitet Impfangebote aus +++

Bayern weitet im Kampf gegen die Corona-Pandemie seine Impfangebote massiv aus. Besonders im Fokus steht dabei die Altersgruppe der 16- bis 30-Jährigen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag.

Künftig sollen Erstimpfungen in den Impfzentren auch ohne vorherige Registrierung und Termin möglich sein. Zudem wird die Wohnortbindung aufgehoben. Man kann sich also auch stadt-, landkreis- und bundeslandübergreifend impfen lassen. Darüber hinaus ist es künftig möglich, dass Erst- und Zweitimpfungen von niedergelassenen Ärzten und Impfzentren in Kombination vorgenommen werden.

Ergänzend sollen vor Ort Sonderimpfaktionen ausgeweitet werden. So sind Impfungen mit mobilen Teams zum Beispiel vor Geschäften, auf Märkten oder bei Sportveranstaltungen möglich. Die Impfzentren können auch "Familiensonntage" für Eltern und Kinder ab zwölf Jahren anbieten. Ergänzend können die Impfzentren Drive-in-Angebote einrichten.

+++ Erneuter Anstieg: Inzidenz bei 6,5 - 646 Neuinfektionen +++

Seit einer Woche steigt die 7-Tage-Inzidenz jeden Tag an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Dienstagmorgen lag sie bei 6,5. Genau eine Woche zuvor betrug der Wert von Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 646 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte das RKI 440 Ansteckungen gemeldet.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 26 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 31 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 737 135 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.


Corona-News vom 12.07.2021

+++ Wird bei uns bald auch vor Supermärkten geimpft? +++

Mit einfach zugänglichen Impfangeboten will Bayern das Corona-Impftempo erhöhen. Das Kabinett will am Dienstag ein entsprechendes Konzept beraten. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte schon vorab unter unter anderem von "Impfen to go" und Impfungen an "ungewöhnlichen Orten" gesprochen. "Ich glaube, das Angebot muss noch näher an die Menschen kommen", sagte er. Man müsse das Angebot so breit wie möglich aufstellen und wolle dazu Partner etwa aus der Wirtschaft, der Gastronomie und dem Sport gewinnen.

Auch die aufwendigen Registrierungen vorab machten auf Dauer keinen Sinn, hatte Söder am Montag argumentiert. Wer geimpft werden wolle, solle hingehen können und die Impfung bekommen. Söder hatte schon vor einiger Zeit auch schon von Impfungen vor Supermärkten gesprochen.

+++ Volksfest-Ersatz: Veranstaltungen mit 1.500 Besuchern wieder erlaubt +++

In Bayern dürfen wieder Ersatzveranstaltungen für Volksfeste mit bis zu 1.500 Besuchern stattfinden - wenn auch nur unter Auflagen. "Da die hochansteckende Delta-Variante inzwischen die vorherrschende Variante auch in Bayern ist, dürfen diese Veranstaltungen jedoch nicht zu Treibern des Infektionsgeschehens werden", sagte ein Sprecher des Gesundheitsamts Bayern am Montag.

Veranstalter müssten bei den örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörden eine Ausnahmegenehmigung beantragen, dafür müssten verschiedene Kriterien erfüllt sein. Konkret gehöre dazu neben der Personenobergrenze auch eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz "auf niedrigem, möglichst einstelligen Niveau", betonte der Sprecher. Außerdem müsse es ein striktes Hygiene- und Schutzkonzept geben. Liegt die 7-Tage-Inzidenz über 50, müssen alle Besucher nachweisen, dass sie negativ getestet, vollständig geimpft oder genesen seien.

+++ Impfstart für Schüler der Abschlussklassen in München +++

Seit Montagmorgen können sich auch volljährige Schülerinnen und Schüler, die Abschluss- und Vorabschlussklassen in München besuchen, impfen lassen. Im Impfzentrum Riem bekommen sie eigene Termine. 

Die nächsten Möglichkeiten haben Jugendliche am 19. sowie am 26. Juli. Wichtig: Wer geimpft werden möchte, muss vorher einen Termin vereinbaren. Die jeweiligen Schulen informieren über die Anmeldemöglichkeiten. 

Bürgermeisterin Verena Dietl erklärt: "Junge Menschen haben in der Pandemie lange zurückgesteckt und ein hohes Maß an Solidarität bewiesen. Es ist unsere Aufgabe, sie bestmöglich zu schützen." Die Sonderimpfaktion sei ein "wichtiges Signal". Normalität gebe es nur mit einer sehr hohen Impfquote zurück.

+++ Söder will mehr Tempo beim Impfen - "Ohne Impfen keine Freiheit" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht weiter Druck auf die Ständige Impfkommission (Stiko) - er hofft auf eine schnellere generelle Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Seinen Informationen nach solle wohl bis Mitte, Ende August nochmals über eine mögliche Empfehlung nachgedacht werden - da sei es für den normalen Schulstart nach den Sommerferien allerdings "ganz nüchtern zu spät", sagte Söder am Montag zum  Start der Abschlussklassen-Impfung im Münchner Impfzentrum.

Zudem machte Söder klar, dass das Impftempo generell erhöht werden solle: "Wir sind im Wettlauf mit der Zeit – mit der Delta-Variante." Er glaube, dass das Angebot näher an die Menschen müsse.

Am Dienstag will Söder einen entsprechenden Kabinettsbeschluss vorstellen - etwa für "Impfen to go" und Impfungen an "ungewöhnlichen Orten". Und er machte klar: Wer vollständig geimpft ist, soll "mehr Freiheit" bekommen. "Vollständige, unbeschwerte Freiheit gibt es nur mit Impfen. Ohne Impfen keine Freiheit – jedenfalls nicht so in der Form, wie wir es uns vorstellen."

+++ 25 Abiturienten bei Abschlussfahrt positiv getestet +++

25 junge Menschen aus dem oberbayerischen Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen sind bei einer gemeinsamen Abiturfahrt positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach bisherigen Erkenntnissen steckten sich zwei der Abiturienten zunächst im privaten Bereich an und fuhren dann mit anderen Abiturienten in zwei Reisebussen nach Kroatien, wie das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen am Montag mitteilte. Dort hätten die Reisenden Schnelltests gemacht, die positiv ausfielen. Anschließende PCR-Tests bestätigten das Ergebnis.

Inzwischen sind die Betroffenen nach Angaben des Landratsamtes wieder zuhause und in Isolation. Das Gesundheitsamt versuche nun, weitere Kontaktpersonen zu ermitteln. Der Inzidenzwert im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sei aufgrund des Ausbruchs innerhalb eines Tages von 11,7 auf 17,2 gestiegen, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes. Allerdings hätten fast alle derzeit Infizierten allenfalls leichte Symptome. Aufgrund einer Corona-Infektion in stationärer Behandlung sei im Landkreis derzeit niemand.

+++ Ärzteverbände: "Schulschließungen im Herbst vermeiden" +++

Bayerische Ärzteverbände fordern, erneute Schulschließungen im Herbst unbedingt zu vermeiden. Psychische Belastungen hätten bei Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen, teilten die Bayerische Landesärztekammer, die Psychotherapeutenkammer Bayern und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns in München mit. Um sie vor weiteren psychischen Belastungen zu schützen, müssten die Ende Juli beginnenden Sommerferien intensiv genutzt werden, um notwendige Präventions- und Kontrollmaßnahmen einzuleiten.

Die Verbände begrüßten die Beschlüsse des bayerischen Ministerrats zu Testkonzepten in Schulen und zur Anschaffung mobiler Luftfiltergeräte. Sollte die Ständige Impfkommission eine Empfehlung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren aussprechen, so befürworte man eine Impfkampagne für diese Altersgruppe. Für eine gesunde psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sei es wichtig, soziale Kontakte mit Gleichaltrigen zu pflegen und einen geregelten Zugang zu Bildung in einem guten Lernumfeld zu haben.

+++ Holetschek: Rufe nach Aufhebung aller Corona-Maßnahmen zu früh +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Forderungen nach einer Aufhebung aller Corona-Einschränkungen kritisiert. "Es bleibt wichtig und richtig, das Virus ernst zu nehmen und konsequent strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die lauten Rufe, die Schutzmaßnahmen aufzuheben, halte ich daher für absolut verfrüht", sagte Holetschek der "Rheinischen Post" (Montag).

Notwendig seien weiterhin allerhöchste Wachsamkeit, Vorsicht und Umsicht, vor allem mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante. "Maske tragen, Abstand halten und Impfen sind nach wie vor die wirksamsten Mittel, die jeder Einzelne dem Virus selbst entgegensetzen kann", sagte der CSU-Politiker.

 


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